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Der Corona-Effekt: Junge Menschen trinken im Lockdown mehr Alkohol
Veröffentlichung: 21. Mai 2021

2 Bierflaschen mit Sonne im Hintergrund

Kneipen zu, Kultur- und Sportveranstaltungen abgesagt, durch Kontaktbeschränkungen fallen Partys aus: Die Corona-Pandemie bremst viele klassische Anlässe, zu denen Alkohol getrunken wird. Der Alkoholkonsum verlagert sich in die privaten Räume, die eigenen vertrauten vier Wände. Wie beeinflusst der Lockdown ansonsten den Alkoholkonsum in Deutschland? Das Marktforschungsinstitut Appinio hat im wöchentlich erscheinenden Corona-Report 1.000 Menschen repräsentativ (nach Alter und Geschlecht) zu ihrem Trinkverhalten befragt. Ein Viertel der Deutschen trinkt seit Pandemie-Beginn mehr – vor allem junge Menschen. Die sind sich gleichzeitig uneins über den Alkoholkonsum in der Post-Corona-Ära.

 

Alkohol: Gesellschaftsfähig trotz Abstand

 

Die Appinio-Statistik zeigt: Der Konsum von Alkohol bleibt trotz Pandemie ein beliebter Zeitvertreib in Deutschland. Vier von zehn Befragten, die generell Alkohol trinken (41 Prozent) tranken in den vergangenen drei Monaten mindestens ein Mal pro Woche Alkohol, jeder Zweite mindestens ein Mal im Monat (53 Prozent). Die 55- bis 65-Jährigen trinken am häufigsten: Jeder Zweite, der Alkohol trinkt, trinkt mindestens ein Mal wöchentlich (55 Prozent).

 

 

 

Welchen Einfluss hat der Lockdown auf den Alkoholkonsum? Für die Hälfte der Befragten (55 Prozent) steht fest: Keinen! Dieser Konsens gilt vor allem unter den 55- bis 65-Jährigen, hier stellen sogar 62 Prozent keine Veränderung im Trinkverhalten fest.

 

Ein Viertel gibt an, (eher) weniger getrunken zu haben (27 Prozent). Vor allem die 16- bis 24-Jährigen sowie die 25- bis 34-Jährigen beweisen erhöhte Enthaltung und liegen über dem Durchschnitt (31 bzw. 33 Prozent).

 

Jeder Fünfte, der generell Alkohol trinkt, (19 Prozent) gibt an, (eher) mehr zu trinken. Auch hier stechen wieder junge Menschen heraus: Unter den 16- bis 24-Jährigen gibt ein knappes Drittel (31 Prozent) an, im Corona-Lockdown mehr Alkohol zu konsumieren.

 

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Die gesamten Studienergebnisse hat Appinio in einem 30-seitigen Report zusammengefasst. Interessierte können den Report zur Studie unter Angabe von Kontaktdaten herunterladen.

Zum Studien-Download


Nach Corona? Weiter so!

So langsam ist ein Licht am Ende des Pandemietunnels erkennbar und Menschen denken an die Zeit nach Corona. Was den Alkoholkonsum angeht, so macht sich momentan eine klare Mehrheit keine Sorgen, dass ihr derzeitiges Trinkverhalten in den nächstens zehn Jahren gesundheitliche Probleme bereiten würde (62 Prozent). Ebenfalls 62 Prozent der Befragten wollen ihren Konsum nach der Corona-Pandemie dementsprechend auch nicht ändern (62 Prozent).

 

Mehr alkoholfreie Abende hat ein Viertel der Deutschen auf dem Zettel: 27 Prozent wollen (eher bis viel) weniger Alkohol trinken. Nur jeder Zehnte (11 Prozent) plant, eher bis viel mehr zu trinken.

 

 

 

Fazit – Lasst die Korken knallen

Die Appinio-Studie zeigt: Die Corona-Pandemie beeinflusst den Alkoholkonsum vieler Deutscher. Im Schnitt trinkt jeder Fünfte (19 Prozent) mehr - vor allem sind es die Älteren, die generell mehr trinken. Was die Post-Corona-Ära angeht, wollen sechs von zehn Menschen ihren Alkoholkonsum wieder runterschrauben (63 Prozent). Denn ähnlich viele befürchten negative Auswirkungen auf die Gesundheit, wenn sich der aktuelle Pegel fortsetzt (61 Prozent).


Doch auch jeder Vierte (27 Prozent) trinkt während der Pandemie weniger, darunter wollen viele nach Corona sogar noch weniger trinken (39 Prozent). Uneinigkeit herrscht vor allem unter jungen Menschen: Im Vergleich zu jetzt wollen ähnlich viele Befragte nach der Corona-Pandemie mehr bzw. weniger Alkohol trinken (27 vs. 28 Prozent).

 

 

Welchen Einfluss hat die Corona-Pandemie auf das Leben der Menschen in Deutschland? Erfahren Sie mehr in unserem wöchentlichen Corona-Report und tauchen Sie noch tiefer in die Ergebnisse unseres Dashboards ein! Hier geht's lang:

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