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Corona-Studie: Auswirkungen der Pandemie auf Arbeitgeber
Veröffentlichung: 29. Juli 2020

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In Woche Nummer 19 hat das Marktforschungsinstitut Appinio untersucht, wie die Deutschen mit dem Coronavirus zur Zeit leben. Die Studie deckt neben wiederkehrenden Themen wie der allgemeinen Zufriedenheit, Freizeitverhalten oder der Sorge um die Gesundheit zusätzliche Topics mit hoher Aktualität ab. In dieser Woche stehen die Fragen im Fokus, wie sich die Krise aktuell und langfristig auf den Arbeitgeber auswirkt, ob die Mehrwertsteuersenkung beim Einzelnen spürbar und ob diese für größere Anschaffungen genutzt wird. Bei der ersten Befragung am 18.03.2020 wurden 2.500 Menschen zwischen 16 und 65 Jahren bevölkerungsrepräsentativ befragt - in den darauffolgenden Wellen jeweils 1.000 Personen. 


In dieser Woche wollten wir von den Deutschen wissen, inwiefern sich die Coronakrise aktuell auf den eigenen Arbeitgeber auswirkt - und wie es wohl in der Zukunft um diesen bestellt sein wird.

Insgesamt wird der Einfluss der Coronakrise auf den eigenen Arbeitgeber (eher) negativ eingeschätzt (37 Prozent der deutschen Arbeitnehmer sehen negative Auswirkungen). Nicht alle gehen aber davon aus, dass diese Auswirkungen langfristig sind: Nur 33 Prozent  denken, dass sich die Coronakrise auch langfristig auf ihren Arbeitgeber auswirken wird.

Diese Frage haben wir in Welle 8 (Mai 2020) bereits einmal gestellt - zu dem Zeitpunkt haben noch 48 Prozent der befragten Arbeitnehmer angegeben, dass die Pandemie aktuell eine (eher) negative Auswirkung auf ihren Arbeitgeber hat und 35 Prozent sind davon ausgegangen, dass es auch langfristige Konsequenzen geben wird. Die aktuelle wirtschaftliche Lage hat sich also, zumindest aus Arbeitnehmersicht, etwas verbessert.

Diagramme Auswirkung Corona auf Arbeitgeber

Mehrwertsteuersenkung nicht im eigenen Geldbeutel bemerkbar

Die Deutschen nehmen keinen direkten Einfluss der Mehrwertsteuersenkung auf die eigene finanzielle Situation wahr. Nur ca. jeder zehnte Deutsche bemerkt hier eine positive Auswirkung. Jüngere Altersgruppen nehmen den Einfluss minimal positiver wahr als ältere.

Dennoch haben 20 Prozent der Deutschen wegen der Mehrwertsteuersenkung eine größere Anschaffung getätigt oder haben dies noch vor. Die häufigsten Anschaffungen waren bzw. sind geplant: Unterhaltungselektronik (32 Prozent), Möbel (30 Prozent), Elektronikartikel wie z.B. Waschmaschinen und Küchengeräte (29 Prozent) sowie Fortbewegungsmittel (23 Prozent). 11 Prozent planen sogar den Kauf einer Immobilie oder haben dies bereits - weitere 6 Prozent wird der Weg zum Juwelier führen, um Schmuck oder Uhren zu kaufen. Auf die Nachfrage, welche anderen größeren Einkäufe geplant seien/getätigt wurden, wurden außerdem Anschaffungen rund um Haus und Garten genannt.

 

Sorgen nach über 19 Wochen Pandemie

Die Angst vor einer Massenpanik ist im Vergleich zu den vergangene Wochen wieder etwas gestiegen (+3 %-Pkt.). Außerdem werden auch wieder vermehrt Menschenmassen vermieden (+5 %-Pkt.), um das Ansteckungsrisiko zu verringern. Insgesamt ist auch die Sorge um die eigene Gesundheit im Vergleich zur Vorwoche wieder leicht gestiegen. Seit drei Wochen konstant dagegen ist der Prozentsatz derjenigen, die sich gar keine Sorgen in Bezug auf Corona machen: 4 Prozent der Deutschen wählen konstant diese Antwort aus. Der Anteil an Personen, die kein Home Office machen dürfen, ist diese Woche gesunken (-4% Pkt.) - es dürfen / müssen also mehr Leute im Home Office arbeiten.

Alle Verkehrsmittel werden schrittweise wieder als sicherer wahrgenommen. So ist der aktuelle Anteil an Personen, die bestimmte Verkehrsmittel als (sehr) unsicher wahrnehmen, mittlerweile wieder auf fast die Hälfte des Wertes aus der ersten Welle zurückgegangen. Nichtsdestotrotz ist noch immer der öffentliche Nahverkehr wie U- und S-Bahn/Tram das als am unsichersten eingestuftes Verkehrsmittel, gefolgt von Flugzeug und Bus.

 

Für die gesamte Übersicht können Sie sich hier die ganzen Report herunterladen:

Zum Studien-Download

 

Aktuelles Einkaufsverhalten der Deutschen

Die Kaufmenge von Desinfektionsmittel ist seit Beginn der Messungen auf einem Höchstwert (49 Prozent) - so geben vier Prozent mehr Deutsche an, vermehrt Desinfektionsmittel zu kaufen. Auch können Einweghandschuhe  ebenso wie Mundschutze ein leichtes Plus verzeichnen. Bei den Lebensmitteln werden Obst und Gemüse wieder etwas mehr gekauft (+1 %-Pkt., +4%-Pkt.) - damit sind beide Produktkategorien wie seit Wochen noch immer diejenigen, die verstärkt mehr gekauft werden.

Insgesamt ist der Anteil an Personen, die aktuell vermehrt online kaufen, erneut gestiegen und liegt jetzt 45 Prozent (+4%-Pkt. im Vergleich zur Vorwoche). Auch geben 32 Prozent der Befragten an, weniger im stationären Handel einzukaufen - der Shift zu Onlinekäufen ist also weiterhin nicht nur konstant, sondern steigend

 

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