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Corona-Studie: Mehrheit würde trotz Schnelltests nicht an großen Events teilnehmen
Veröffentlichung: 19. November 2020

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Corona-Schnelltests werden immer üblicher - so setzt zum Beispiel die Lufthansa gratis Schnelltests für ihre Passagiere auf einem Flug von Hamburg nach München und zurück ein, um eine Infektion auszuschließen. Auch in Pflegeeinrichtungen wie bspw. Altersheimen werden Schnelltests vermehrt eingesetzt. Doch bieten diese Tests auch der Veranstaltungsbranche eine Chance? Dies hat das Marktforschungsinstitut Appinio bei einer repräsentativen Befragung von 1.000 Deutschen (nach Alter und Geschlecht) im Rahmen des wöchentlichen Corona Consumer Trackings befragt. 

 

In absehbarer Zeit zur Normalität?

Nur knapp ein Drittel (30 Prozent) der Deutschen geht davon aus, dass wir noch vor Ende 2021 wieder zur Normalität ohne Einschränkungen zurückkehren können - ein weiteres Drittel (29 Prozent) rechnet eher mit 2022. 15 Prozent der Bevölkerung sind optimistischer und gibt an, dass die Normalität noch vor Juni 2021 zurückkehren wird, an 2023 oder später glauben elf Prozent, während sogar 16 Prozent angaben, dass das Leben nie wieder so wird wie vor der Pandemie.

 

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Die gesamten Studienergebnisse hat Appinio in einem 30-seitigen Report zusammengefasst. Interessierte können den Report zur Studie unter Angabe von Kontaktdaten herunterladen.

Zum Studien-Download

 

Schnelltests als Chance für Großveranstaltungen?

Gegenüber großen Events in den ersten Monaten von 2021 sind die Deutschen trotz allem skeptisch: 77 Prozent der Befragten glauben nicht daran, dass Großveranstaltungen stattfinden werden, auch dann nicht, wenn alle Teilnehmer via Schnelltest negativ auf Covid-19 getestet worden wurden. Falls doch würden immerhin 34 Prozent der Befragten wieder eine Großveranstaltung besuchen. Wirft man einen Blick auf das Alter ist fast jeder Zweite zwischen 25 und 34 Jahren offen gegenüber dem Besuch einer Großveranstaltung, vorausgesetzt die Teilnehmer haben einen negativen Schnelltest. Auch einer von fünf Befragten ab 55 Jahren kann sich dann die Teilnahme wieder vorstellen.

 

Doch wie sieht die Finanzierung der Tests aus? Wie viele Leute, die bereit dazu wären, an einer Veranstaltung teilzunehmen, wären auch bereit, für den Eintritt mehr zu bezahlen, wenn ein Corona Schnelltest inklusive wäre? Tiefer für einen inkludierten Schnelltest in die Tasche greifen würden 61 Prozent der Befragten, die bereit dazu wäre, dank Schnelltests wieder Großveranstaltungen zu besuchen. In der Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen sind es sogar 74 Prozent, die die Mehrkosten tragen würden. Auch die Altersgruppe 55 bis 65 Jahre würde mit 64 Prozent Zustimmung die Extrakosten bezahlen.

 

 

Weitere Entwicklungen im Leben mit der Pandemie

Die Sorge der Deutschen steigt: Der zweite Lockdown sorgt dafür, dass die Sorge um das langfristige Aussterben von Gastronomie und Kultur auf dem Höchststand seit Beginn unserer Befragungen ist. So geben derzeit 37 Prozent an, sich Sorgen zu machen, während es vor vier Woche noch sechs Prozent weniger waren. Ebenfalls leicht gestiegen ist die Sorge der Bevölkerung aufgrund von langfristigen wirtschaftliche Auswirkungen der Pandemie - 39 Prozent gaben dies an (plus zwei Prozentpunkte im Vergleich zur Vorwoche).

 

Die Maßnahmen, um Ansteckungen zu verringern, sind überwiegend gleich geblieben: Eine leichte Zunahme von jeweils zwei Prozentpunkten kann sowohl das Maske tragen (82 Prozent) als auch das vermehrte Händewaschen (70 Prozent) verzeichnen. Im Vergleich zur Vorwoche werden Risikogruppen stärker gemieden, um diese vor eine Ansteckung zu schützen. So geben drei Prozent mehr an, Risikogruppen zu meiden (49 Prozent). 

 

Auswirkung der Zeit zuhause auf das Konsumverhalten

Drei Viertel der Bevölkerung geben an, sich an den Lockdown Light zu halten und in ihrer Freizeit vermehrt zuhause zu bleiben. Vor sechs Wochen lag diese Zahl noch auf dem niedrigsten Wert seit Beginn der Messung (56 Prozent) und ist seitdem leicht gestiegen, bis der Wert durch die offiziellen Vorgaben dann einen Sprung um sieben Prozentpunkte nach oben gemacht hat. Auch ist der Anteil der Arbeitnehmer, die aus den heimischen vier Wänden arbeiten, um fünf Prozentpunkte auf insgesamt 38 Prozent gestiegen.

 

Im Kaufverhalten der Deutschen hat sich insgesamt wenig verändert - einzig die Verkaufszahlen von Alltagsmasken (55 Prozent) und Alkohol (25 Prozent) müssen jeweils ein minus von vier Prozentpunkten im Vergleich zur Vorwoche in Kauf nehmen. Auch geht nur noch jeder zweite Deutsche genauso häufig in den Einkaufsladen wie vor der Pandemie - damit gaben so wenige wie noch nie seit Beginn der Befragung an, “offline” einzukaufen.

 

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