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Gespaltene Meinungen zur Verschärfung der Corona-Maßnahmen
Veröffentlichung: 13. Januar 2021

Appinio_Corona-Maßnahmen 2021

2021 ist gestartet, doch ein Ende der Covid-Pandemie ist nicht in Sicht. Am 05. Januar 2021 wurde von Bund und Ländern eine Verlängerung und Verschärfung der bestehenden Maßnahmen gegen Corona beschlossen. Das Marktforschungsinstitut Appinio hat im Rahmen des wöchentlich erscheinenden Corona Reports eine repräsentative Umfrage mit 1.000 Deutschen (nach Alter und Geschlecht) durchgeführt, um herauszufinden, ob diese Entscheidungen in der Bevölkerung akzeptiert werden.

Seit Dienstag, den 05. Januar 2021 steht fest, dass der bestehende Lockdown in Deutschland nicht nur fortgesetzt, sondern auch verschärft wird. Die Maßnahmen zur Eindämmung des SARS-CoV-2 Virus sind bundesweit an diesem Montag, den 11. Januar 2021, in Kraft getreten und gelten vorerst bis zum 31. Januar. Die grundsätzliche Verlängerung der bestehenden Maßnahmen gegen das Coronavirus kann von 73 Prozent der Deutschen (eher) nachvollzogen werden. Obwohl die Infektionszahlen in Deutschland weiterhin auf einem hohen Niveau sind, kann das verbleibende, knappe Drittel (27 Prozent) die Verlängerung nicht nachvollziehen.

Die aktuelle Verschärfung der Kontaktbeschränkungen auf eine, nicht im Haushalt lebende, Person kann von 43 Prozent nicht nachvollzogen werden. Insgesamt am meisten Unverständnis mit 46 Prozent bekommt die Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer, sobald die 7-Tage-Inzidenz eines Landkreises über 200 Infektionen pro 100.000 Einwohner geht.

 

 

Gespaltene Meinungen zu geschlossenem Einzelhandel und Gastronomie

Untersucht man die einzelnen Einschränkungen, die seit dem vergangenen Jahr herrschen, genauer, zeigt sich, dass sich das Verständnis nicht gleichermaßen auf alle Schließungen und Verbote des öffentlichen Lebens bezieht. Am wenigsten können der geschlossene Einzelhandel (abseits der notwendige Geschäfte) von 46 Prozent und die geschlossene Gastronomie von 47 Prozent der Bevölkerung (eher) nicht nachvollzogen werden. Dagegen kann mit ganzen 82 Prozent der Großteil der Bevölkerung das Verbot von Versammlungen und kulturellen Veranstaltungen nachvollziehen.

 

 

 

Impfbereitschaft seit Weihnachten insgesamt leicht gestiegen

Seit dem 27. Dezember 2020 werden in Deutschland die ersten Impfungen gegen das Coronavirus durchgeführt - bei den von Appinio seit dem 23. Dezember durchgeführten Befragungen rund um die Impfbereitschaft der Bevölkerung wird dabei ersichtlich, dass die Bereitschaft prinzipiell leicht gestiegen ist. Vor allem aber lässt sich eine Verschiebung innerhalb der positiv gestimmten Bevölkerung erkennen: So gaben weniger Menschen an, sich “eher wahrscheinlich” oder “wahrscheinlich” impfen zu lassen, dafür sind es aber mehr, die sich sicher sind und dementsprechend “sehr wahrscheinlich” angaben. Bei denjenigen, die sich (wahrscheinlich) nicht impfen lassen wollen, sind die Bedenken aufgrund der Sicherheit der SARS-CoV-2 Impfung, bspw. der Langzeitfolgen, noch immer am stärksten. Insgesamt ist diese Sorge jedoch seit Impfstart zurückgegangen: Vor Weihnachten gaben noch rund 70 Prozent derjenigen, die sich (eher) nicht impfen lassen wollen, dies als Grund an. Seit die ersten Impfungen durchgeführt werden ist diese Summe auf 63 Prozent am 30. Dezember und 62 Prozent in der aktuellen Welle gesunken.

 

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Die gesamten Studienergebnisse hat Appinio in einem 30-seitigen Report zusammengefasst. Interessierte können den Report zur Studie unter Angabe von Kontaktdaten herunterladen.

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