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Corona-Studie: Meinungen zu Risikogebieten und Testpflicht nach politischer Orientierung
Veröffentlichung: 7. August 2020

Appinio Corona Report_Textpflicht Reiserückkehrer

Die Worte Risikogebiet und Testpflicht sind in der derzeitigen Urlaubszeit in aller Munde. Doch wie denken die Deutschen über die Abgrenzung von Risiko- vs. Nicht-Risikogebiete und welche Bestimmungen und Pflichten halten sie nach einem Auslandsaufenthalt für sinnvoll? Unterscheidet sich die Meinung potenzieller CDU/CSU-Wähler von potenziellen Bündnis 90/Die Grünen- oder AfD-Wählern? 

Dieser Frage sind wir von Appinio nachgegangen und haben im Rahmen unseres wöchentlichen Coronareports nachgefragt. Zur Jubiläumsausgabe unseres Reports, Nr. 20, haben wir nicht wie sonst 1.000, sondern 2.000 Personen bevölkerungsrepräsentativ, nach Alter und Geschlecht quotiert, befragt. Das Durchschnittsalter beträgt 40,5 Jahre.

 

Zu allererst wollten wir wissen, ob die Deutschen in diesem Jahr eine Reise ins Ausland planen. 74 Prozent beantworteten diese Frage ganz klar mit nein. Dennoch planen 19 Prozent der Deutschen eine Reise in ein ausländisches Land, welches kein Risikogebiet ist und jeweils vier Prozent der Befragten planen entweder eine Reise in ein Risikogebiet oder wollen ins Ausland reisen und wissen nicht, ob das gewählte Land als Risikogebiet eingestuft wird oder nicht.

 

 

Meinung zur Unterscheidung zwischen Risiko und Nicht-Risikogebiet nach politischer Orientierung

Generell finden 65 Prozent der Deutschen es sinnvoll, Risikogebiete von Nicht-Risikogebieten offiziell zu unterscheiden. Dem stimmen vor allem potenzielle CDU/CSU-Wähler zu: Etwa die Hälfte von ihnen (48 Prozent) finden eine Unterscheidung (eher) sinnvoll während nur 16 Prozent es nicht sinnvoll finden. Im Vergleich dazu empfindet lediglich ein Viertel der potenziellen AfD-Wähler (26 Prozent) eine Unterscheidung in Risikogebiete und Nicht-Risikogebiete als (eher) sinnvoll während jeder Dritte AfD-Wähler es als (eher) nicht sinnvoll empfindet (32 Prozent).

 

Pflichttests als sinnvolle Maßnahme?

Der Großteil der Deutschen (83 Prozent) empfindet einen Pflichttest als sinnvolle Maßnahme für Rückkehrer aus Risikogebieten und 38 Prozent würden diese auch für Rückkehrer aus Bundesländern mit hohen Infektionszahlen befürworten. Die größte Zustimmung kam von Menschen über 55: Zwei Drittel von ihnen (66 Prozent) sagten ja zur Testpflicht, ebenso wie etwa die Hälfte (49 Prozent) der 18-24-Jährigen. Besonders potenzielle CDU/CSU und Bündnis 90/Die Grünen- Wähler empfinden dies als (absolut) sinnvoll (48 Prozent, 47 Prozent) während am ehesten AfD-Wähler es als (absolut) nicht sinnvoll empfinden (32 Prozent).

 

Für die gesamte Übersicht können Sie sich hier die ganzen Report herunterladen:

 

 

Wer sollte die Tests bezahlen?

Bezüglich der Frage, wer zur Kasse gebeten werden soll sobald ein Coronatest durchgeführt wurde, unterscheiden sich die Meinungen abhängig vom Alter der Befragten. Während die Mehrheit der 55-65-Jährigen befürwortet, dass die getestete Person selbst bezahlen soll (56 Prozent), sagt der größte Teil der 18-24-Jährigen (31 Prozent), dass der Staat allein die Kosten übernehmen sollte. Inwiefern sich für unterschiedliche politische Orientierungen die Antwort der Befragten unterscheidet, finden Sie in unserem Coronareport Welle 20.

 

Wer lädt die Corona Warn-App herunter und wer nicht?

64 Prozent der Deutschen haben sich nicht die Corona Warn-App heruntergeladen. Mit 86 Prozent stellen potenzielle AfD-Wähler hier den größten Anteil der Befragten dar. Auf dem zweiten Platz derer, die die App nicht heruntergeladen haben, stehen potenzielle FDP-Wähler mit 74 Prozent, gefolgt von potenziellen die Linke-Wählern mit 68 Prozent. Der geringste Anteil der Corona Warn-App-Verweigerer  sind, in absteigender Reihenfolge, potenzielle SPD-Wähler (59 Prozent), gefolgt von B’90/Die Grünen (54 Prozent) und CDU/CSU-Wählern (53 Prozent).

 

 

Zufriedenheit der Deutschen

Wir haben die Deutschen zudem befragt, wie zufrieden sie in 10 unterschiedlichen Lebensbereichen wie zum Beispiel Versorgung, Beziehungsleben, Bewegungsfreiheit oder Sicherheit sind. Dabei kam heraus: FDP-Wähler sind am zufriedensten. In fünf der zehn Kategorien waren ihre Scores überdurchschnittlich hoch. Dieser Rang wurde dicht gefolgt von CDU/ CSU-Wählern, die in vier Kategorien durchschnittlich die höchsten Scores vorwiesen. Am unzufriedensten waren potenzielle AfD-Wähler. In acht der zehn Kategorien gaben sie an, am wenigsten zufrieden zu sein.

 

Die Sorgen in Woche 20

Die Sorge um eine Ansteckung (sich selbst oder andere) ist in Woche 20 erneut angestiegen, ebenso wie die Angst vor mangelhafter Betreuung von Kindern und Pflegebedürftigen (jeweils plus drei Prozentpunkte), persönlichen finanziellen Auswirkungen wie Kurzarbeit oder ein vollkommenes erliegen des öffentlichen Lebens (jeweils plus zwei Prozentpunkte). Das Vertrauen in das deutsche Gesundheitssystem ist hingegen angestiegen: Im Vergleich zur Vorwoche sorgen sich vier Prozent weniger Deutsche um eine schlechte Versorgung im Krankheitsfall unabhängig von Corona. 

 

Während weiterhin kaum Veränderungen in der Durchführung von Hygienemaßnahmen wie beispielsweise Händewaschen (=) oder Atemschutzmasken tragen (plus einen Prozentpunkt) beobachtet werden können, benutzen wieder mehr Menschen öffentliche Verkehrsmittel. So haben vier Prozent weniger Befragte als noch letzte Woche angegeben, öffentliche Verkehrsmittel zu meiden.

 

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