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Corona-Studie: So bezahlt Deutschland während der Corona-Pandemie
Veröffentlichung: 9. Juni 2020

Kontaktloses Bezahlen mit dem Handy

Das Marktforschungsinstitut Appinio hat in Woche zwölf infolge erneut untersucht, wie die Deutschen mit dem Coronavirus zur Zeit leben. Bei der ersten Befragung am 18.03.2020 wurden 2.500 zwischen 16 und 65 Jahren bevölkerungsrepräsentativ befragt - in den darauffolgenden Wellen jeweils 1.000 Personen. Die Studie deckt neben wiederkehrenden Themen wie allgemeine Zufriedenheit, Freizeitverhalten oder die Sorge um die Gesundheit jede Woche zusätzliche Themen mit hoher Aktualität ab. In dieser Woche geht es bei diesen um das Thema “Bezahlen während der Corona-Pandemie”.


Immer weniger Deutschen nutzen Bargeld

Die Verbraucherzentrale hat jüngst noch einmal darüber informiert, dass eine Ansteckung mit COVID-19 über Gegenstände sehr unwahrscheinlich ist. Nichtsdestotrotz haben selbst kleinere Geschäfte wie bspw. der Bäcker um die Ecke aufgrund der Pandemie die überwiegend bargeldlose Bezahlung eingeführt. Mit Slogans wie “ab 1 Cent sorgenfrei via Karte zahlen” wurde die Bevölkerung dazu animiert, auf Bargeld zu verzichten und somit das vermeintliche Ansteckungsrisiko zu minimieren. Kaum verwunderlich also, dass 42 Prozent der Deutschen angeben, (viel) häufiger mit Karte zu zahlen als noch vor der Pandemie. Passend dazu geben 44 Prozent der Befragten an, (viel) weniger mit Bargeld zu zahlen als noch Pre-Corona. Nur 8 Prozent der Deutschen gaben an, sich seit Ausbruch der Pandemie neu bei einer Payment-App wie beispielsweise Paypal, Apple Pay oder Google Pay registriert zu haben.

Grafik Pandemie und Bezahlen, aufgeteilt nach Bargeld, (Kredit)Karte und Bezahl-App

 

Sorge um eigene Gesundheit sinkt, finanzielle Sorgen steigen

Die Unterschiede zwischen verschiedenen Altersgruppen in Bezug auf die Sorgen um die eigene Gesundheit werden immer kleiner. Zu Beginn der Messung waren die älteren Altersgruppen um einiges besorgter als die jungen. Jetzt sorgen sich alle ungefähr gleich stark. Insgesamt sind 27% der Deutschen (sehr) besorgt. Auch sinkt die Sorge um eine Ansteckung bei Familie, Freunden und Bekannt um zwei Prozentpunkte auf 44 Prozent.

Anders sieht es jedoch bei der persönlichen finanziellen Auswirkung aus. Waren es in den vergangenen Wochen noch rund 33 % der Deutschen, die sich um ihre Finanzen z. B. aufgrund von Kurzarbeit Sorgen gemacht haben, ist dieser Anteil jetzt auf 37 % angestiegen.

 

Sie möchten noch mehr über die Sorgen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie erfahren? Laden Sie sich den vollständigen Report herunter:

Zum Studien-Download

 

Ansteckungsgefahr verringern - darauf setzt Deutschland

Während alle Maßnahmen zur Vermeidung einer Ansteckung mit dem COVID-19 Virus weniger genutzt werden - von Atemschutzmaske tragen (75 % vs. 77 % in Welle 11) über mehr desinfizieren (46 % vs. 50 % Welle 11) bis hin zur Meidung von Personen aus besonders betroffenen Regionen (31 % vs. 35 % in Welle 11) - steigt einzig die körperliche Betätigung. 6 Prozent mehr Deutsche geben an, ihr Immunsystem vermehrt durch Sport zu stärken (29 %).

 

Non-Food Produkte im Abwärtstrend

Die allgemeine Abflachung der Corona-Pandemie in Deutschland macht sich auch im Konsum von Non-Food Produkten bemerkbar: So gaben 7 % weniger Deutsche als in der Vorwoche an, mehr Mundschutze zu kaufen. Auch Desinfektionsmittel muss mit 5 Prozentpunkten weniger Absatz rechnen. Einzig beim Thema Medikamente geben die Befragten an, noch immer mehr zu kaufen als vor der Pandemie, mit 11 % hat sich der Anteil zur vergangenen Woche nicht verändert.

 

Hamstern und Markenprodukte

Gute Nachrichten für alle Spontaneinkäufer: Der Anteil der Deutschen, die Hamsterkäufe erledigt haben, sinkt weiterhin. So geben nur noch 19 % der Deutschen an, einen Hamstereinkauf getätigt zu haben - zu Beginn unserer Messung waren es noch 30 %. Vielleicht auch aufgrund dessen geben jetzt nur noch 70 % der Deutschen an, ein bestimmtes Markenprodukt nicht mehr erhalten zu haben - vor 12 Wochen waren es noch 81 %, die vor leeren Regalen ihrer Lieblingsmarken standen.

 

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