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Corona-Studie: Corona-Warn-App
Veröffentlichung: 22. Juni 2020

Frau mit Maske_Corona-Warn-App_Blogpost

Das Marktforschungsinstitut Appinio hat in Woche vierzehn infolge erneut untersucht, wie die Deutschen mit dem Coronavirus zur Zeit leben. Bei der ersten Befragung am 18.03.2020 wurden 2.500 Menschen zwischen 16 und 65 Jahren bevölkerungsrepräsentativ befragt - in den darauffolgenden Wellen jeweils 1.000 Personen. Die Studie deckt neben wiederkehrenden Themen wie allgemeine Zufriedenheit, Freizeitverhalten oder die Sorge um die Gesundheit zusätzliche Themen mit hoher Aktualität ab. In dieser Woche steht die “Corona-Warn-App” im Fokus der Zusatzfragen.


Seit dem 16. Juni 2020 ist die Corona-Warn-App erhältlich und hat inzwischen schon über zehn Millionen Downloads. Zum Zeitpunkt der Befragung gaben 93 Prozent der Deutschen an, bereits von der App gehört zu haben - und 27 Prozent die App bereits heruntergeladen haben. Dabei kommt sie bei einer Mehrheit der Deutschen (60 Prozent) positiv an. Die restlichen 40 Prozent setzen sich aus 15 Prozent, die die App eher nicht gut finden, sowie 24 Prozent (17 Prozent und 7 Prozent) zusammen, die die App (überhaupt) nicht gut finden.

 

Gründe für und gegen die Nutzung

Die freiwillige Nutzung der App ist den Deutschen sehr wichtig - so geben auf die Frage, ob die Nutzung der App verpflichtend sein soll, 80 Prozent der Befragten an, dass das nicht der Fall sein sollte. Mehr als die Hälfte der Nicht-Nutzer (53 %) geben an, dass sie die App nicht oder sogar auf keinen Fall herunterladen werden. Ein gutes Drittel der Nicht-Nutzer hat den Download jedoch noch vor. Hauptgründe gegen den Download sind, dass der Nutzen angezweifelt wird (39 Prozent), ein Gefühl der Überwachung durch den Staat vorherrscht (38 Prozent) und die Sorge um den Datenschutz (37 Prozent). 29 Prozent der Nicht-Nutzer sagen jedoch auch, dass sie nichts mehr über Corona an sich hören wollen und aus diesem Grund die App nicht installieren.

Grafik Gründe für Download Corona-Warn-App

Sorge um die eigene Gesundheit sinkt weiterhin 

Vor allem in der Altersgruppe der 16 - 17-Jährigen ist die Sorge um die eigene Gesundheit gesunken (3,37 auf 3,10) - doch auch die 55 - 65-Jährigen machen sich insgesamt weniger Sorgen (3,95 auf 3,55). Insgesamt geben noch 27 Prozent der Befragten an, (sehr) besorgt zu sein, während 28 Prozent (überhaupt) nicht besorgt sind. Vor dreizehn Wochen, zu Beginn unserer Befragung, waren es z. B. noch 42 Prozent, die sich (sehr) gesorgt haben. Passend dazu steigt auch der Anteil der Personen, die angeben, sich gar keine Sorgen aufgrund der Pandemie zu machen, auf fünf Prozentpunkte an.

 

Sie möchten noch mehr über die Sorgen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie erfahren? Laden Sie sich den vollständigen Report herunter:

Zum Studien-Download

 

Sicherheitsempfinden steigt

Das Sicherheitsempfinden in öffentlichen Verkehrsmitteln steigt - so empfinden nur noch 55 Prozent der Deutschen das Flugzeug als unsicher, Anfang April gaben dies beispielsweise noch 85 Prozent an. Noch immer wird unangefochten der private PKW als sicherstes Verkehrsmittel empfunden (plus fünf Prozent zur Vorwoche, 78 Prozent), gefolgt von zu Fuß gehen (75 Prozent) und dem eigenen Fahrrad (68 Prozent).

 

Verfügbarkeit von Markenprodukten

Der Anteil derjenigen, die auf Vorrat kaufen, blieb über die vergangenen Wochen hinweg relativ konstant bei circa 23 Prozent - trotzdem geben über 70 Prozent der Deutschen konstant an, dass sie Markenprodukte, die sie normalerweise kaufen würden, nicht erhalten haben. Der Anteil ist seit Beginn unserer Studie von 81 Prozent auf 73 Prozent gesunken - dass fast drei Viertel der Deutschen jedoch vor leeren Regalen stehen, ist noch immer ein hoher Wert. Als Alternative geben 27 Prozent der Befragten an, eine andere Marke zu wählen, während 24 Prozent einen anderen Laden besucht, um das Gewünschte zu kaufen.

 

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