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Corona-Studie: Mehrwertsteuer und Konsum
Veröffentlichung: 15. Juni 2020

Das Marktforschungsinstitut Appinio hat in der dreizehnten Woche infolge untersucht, wie die Deutschen mit dem Coronavirus zur Zeit leben. Bei der ersten Befragung am 18.03.2020 wurden 2.500 zwischen 16 und 65 Jahren bevölkerungsrepräsentativ befragt - in den darauffolgenden Wellen jeweils 1.000 Personen. Die Studie deckt neben wiederkehrenden Themen wie allgemeine Zufriedenheit, Freizeitverhalten oder die Sorge um die Gesundheit jede Woche zusätzliche Themen mit hoher Aktualität ab. In dieser Woche steht das Thema “Senkung der Mehrwertsteuer” im Fokus der Zusatzfragen.


Senkung der Mehrwertsteuer und Einkaufsverhalten

Seit Januar 2007 fallen die bisher bekannten 19 % Mehrwertsteuer an - ab dem 01. Juli 2020 wird diese für ein halbes Jahr auf 16 % heruntergesetzt, während der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 % auf 5 % reduziert wird. Ein Viertel der Deutschen findet die Reduzierung eher gut - 54 Prozent sogar (sehr) gut. Eine überwiegende Mehrheit von 79 Prozent ist damit Befürworter dieses Schrittes. Obwohl nur 37 Prozent der Deutschen wirklich daran glauben, dass der geringere Preis bei den Endkonsumenten ankommt, geben 20 Prozent an, eine größere Anschaffung wie bspw. den Kauf eines Autos, eines Fahrrads oder auch einer Spielkonsole (sehr) wahrscheinlich zu tätigen. Noch ist nicht sicher, ob die verringerte Mehrwertsteuer überall zu einer Reduzierung des Verkaufspreises führt - rund die Hälfte der Deutschen findet es verständlich, wenn die Ersparnis nicht an den Endkonsumenten weitergegeben wird, weil bspw. das eigene Unternehmen gerettet werden muss.

Kreisdiagramm Senkung Mehrwertsteuer Auswirkung auf das Einkaufsverhalten

Sorge um wirtschaftliche Folgen sinkt, aber auch die Gesamtzufriedenheit 

Um jeweils vier Prozentpunkte sinkt die Sorge der Deutschen um langfristige wirtschaftliche sowie persönliche finanzielle Auswirkungen (39 % sowie 33 %). Auch sinkt die Besorgnis um Gastronomie und Kultur um zwei Prozentpunkte auf 28 Prozent. Im Gegensatz dazu steigt jedoch die Sorge vor einer Massenpanik leicht an und liegt jetzt bei 24 Prozent (12. Welle 21 Prozent), ebenso die eigene Isolation oder Quarantäne (20 %, + 2 % zur Vorwoche). Auch steigt die allgemeine Unzufriedenheit in Deutschland leicht an - egal, ob es die Versorgung, die eigene Gesundheit oder die Bewegungsfreiheit betrifft. Einzig der Punkt Sozialleben blieb im Vergleich zur Vorwoche konstant.

 

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Zum Studien-Download

 

Absatzplus bei Lebensmitteln und Non-Food-Produkten?

Insgesamt wurden 12 Lebensmittelkategorien von Obst und Gemüse über Nudeln und Reis bis hin zu Süßigkeiten und Tiefkühlprodukten abgefragt - in jeder dieser Kategorien gaben die Befragten an, mehr zu kaufen als noch in der vergangenen Woche. Einzig die Kategorie Kaffee, Kakao und Tee blieb konstant. Auch die abgefragten Non-Food-Produkte wie Mund-Nasen-Schutz, Toilettenpapier oder Medikamente werden wieder, im Vergleich zur Vorwoche, verstärkt gekauft. Unterstrichen werden diese Werte davon, dass die Anzahl der “Hamsterkäufer” wieder zugenommen hat - so geben 24 Prozent der Deutschen an, bereits auf Vorrat gekauft zu haben - und damit 5 Prozent mehr als in der zwölften Welle unseres Reports.

 

Indoor-Aktivitäten nehmen zu

Vergangene Woche war das Wetter eher durchwachsen - vielleicht sind aus diesem Grund Indoor-Aktivitäten wie fernsehen (+6 %), streamen (+4 %), Bücher lesen (+3 %) und selber kochen (+ 2 %) angestiegen. Auch geben 53 Prozent der Befragten an, mehr im Internet zu surfen - damit stieg dieser Wert zur Vorwoche um sieben Prozentpunkte an. Die Aktivitäten Sport und Basteln bleiben konstant und werden weiterhin von 31 Prozent bzw. 22 Prozent der Deutschen vermehrt als zur Pre-Corona-Zeit betrieben.

 

Sicherheitsempfinden für öffentliche Verkehrsmittel steigt

Auch in dieser Woche wurde befragt, als wie sicher verschiedenste öffentliche und private Verkehrsmittel angesehen werden. In Bezug auf die Sicherheit kehrt das Vertrauen in öffentliche Verkehrsmittel langsam zurück. So hat sich die Einschätzung der Sicherheit bei Flugzeugen, Bussen, Zügen und Taxen jeweils leicht verbessert, während die eigene, private Fortbewegung zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem eigenen PKW im Schnitt als weniger sicher angesehen wird (in genannter Reihenfolge sinkt der Wert um jeweils - 4%, - 3%, - 5% im Vergleich zur Vorwoche).

 

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