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Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafprobleme & mehr - Corona zermürbt
Veröffentlichung: 22. Februar 2021

Wie fühlt sich die deutsche Bevölkerung aktuell, mitten im Winter, im herrschenden Corona-Lockdown? Das Marktforschungsinstitut Appinio hat im Rahmen des wöchentlich erscheinenden Corona-Reports eine repräsentative Befragung mit 1.000 Deutschen (nach Alter und Geschlecht) durchgeführt, um herauszufinden, welche Auswirkungen die Krise auf die mentale und physische Gesundheit hat.

Mitten im Sommer, im August 2020, hat Appinio bereits einmal nach der mentalen und körperlichen Gesundheit der Bevölkerung gefragt - jetzt, gute sechs Monate später, wurden exakt die gleichen Fragen noch einmal gestellt. Heraus kam: Der Anteil der Befragten, die sich körperlich schlechter fühlen als vor der Coronakrise, ist in dieser Woche mehr als doppelt so hoch wie noch im August letzten Jahres (32 vs. 14 Prozent). Vor allem jüngere Befragte fühlen sich momentan körperlich (eher) schlechter. 

 

Körperliche Gesundheit: Jetzt vs. vor Corona

Mehr als jeder Zweite (56 Prozent) gibt derzeit an, dass seine körperliche Gesundheit sich nicht verändert hat - im August 2020 waren das noch acht Prozent mehr (64 Prozent). Doch anstatt verkürzte Arbeitswege durch Home Office und die damit gewonnene Zeit für die eigene Fitness zu nutzen, scheint das Gegenteil der Fall zu sein: 32 Prozent der Deutschen und damit mehr als doppelt so viele wie im August (14 Prozent) sagen, dass ihre körperliche Gesundheit aktuell (eher) schlechter als vor Corona ist.



 

Jeder Dritte leidet an Konzentrations- und Schlafproblemen

29 Prozent und damit fast jeder Dritte gibt derzeit an, in den letzten zwei Wochen mindestens an der Hälfte aller Tage Schwierigkeiten damit gehabt zu haben, sich auf etwas zu konzentrieren. Dabei gaben Frauen deutlich häufiger an,  an mehr als der Hälfte der Tagen oder beinahe jeden Tag Konzentrationsprobleme zu haben, als Männer (34 Prozent Frauen vs. 23 Prozent Männer). Auch Ein- und Durchschlafprobleme sind präsent: 33 Prozent der Befragten gaben an, an mehr als der Hälfte der Tage oder beinahe jeden Tag Probleme beim Schlafen gehabt zu haben. Auch hier sind Frauen häufiger betroffen als Männer: 40 Prozent der weiblichen und nur 24 Prozent der männlichen Bevölkerung bejahen die Frage. Im Vergleich zu August 2020 sind es neun Prozentpunkte mehr bei den Frauen, die schlechter schlafen können.

 

Ausgelaugt, gestresst und niedergeschlagen 

Jeder dritte Befragte (34 Prozent) hat sich in den letzten zwei Wochen an mehr als der

Hälfte der Tage ausgelaugt, gestresst oder niedergeschlagen gefühlt. Im August 2020

gab das im Vergleich dazu nur jeder Vierte an (27 Prozent). Das könnte auch mit vermehrten Bedenken und Sorgen zu tun haben: 59 Prozent der Befragten gaben an, sich Sorgen um ihre Familie und Freunde zu machen (plus sieben Prozentpunkte zu August 2020), 56 Prozent sorgen sich um die Zukunft machen (ebenfalls plus sieben Prozentpunkte).

 

 

 

Aktuelles Arbeits- und Konsumverhalten der Deutschen

Die Anzahl der Befragten, die derzeit im Home Office arbeiten, ist in dieser Woche auf einem vergleichsweise hohen Niveau: 42 Prozent gaben an, am heimischen Schreibtisch zu arbeiten. In der Vorwoche waren es 39 Prozent (plus drei Prozentpunkte).

Kleidung und Schuhe sowie Alkohol führen weiterhin die Liste der weniger konsumierten Produkte an. 27 Prozent gaben an, (deutlich) weniger Kleidung und Schuhe zu konsumieren (minus zwei Prozentpunkte), 25 Prozent kaufen (deutlich) seltener Alkohol (plus zwei Prozentpunkte). Gesunde Ernährung ist weiterhin wichtig, der Konsum von Süßigkeiten und Snacks wird hingegen etwas weniger: Obst und Gemüse führen noch immer die Liste der mehr gekauften Artikel der Lebensmittel an (30 bzw. 28 Prozent), Snacks und Süßes sind zwar noch auf Platz drei, verlieren in dieser Woche allerdings drei Prozentpunkte im Vergleich zur Vorwoche (27 Prozent).

 

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Die gesamten Studienergebnisse hat Appinio in einem 30-seitigen Report zusammengefasst. Interessierte können den Report zur Studie unter Angabe von Kontaktdaten herunterladen.

Zum Studien-Download

 

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