Menü

COVID-19 in Europa: So unterschiedlich sind die Länder im Umgang mit der Pandemie Veröffentlichung: 28. Januar 2021

Sieht man sich die aktuelle Situation in Europa an, wird eines klar: das Coronavirus kennt keine Grenzen. Egal in welche Nationen wir schauen, unser aller Leben wird weiterhin durch die Pandemie bestimmt. Doch gehen Menschen in unterschiedlichen Ländern auch unterschiedlich mit der Ausnahmesituation, die das Virus mit sich bringt, um? Um das herauszufinden, hat das Marktforschungsinstitut Appinio im Rahmen des wöchentlich erscheinenden Corona-Reports repräsentativ jeweils 1.000 Menschen (nach Alter und Geschlecht) aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Spanien befragt und ihre Antworten verglichen.

In einem sind sich alle einig - die Lage ist ernst

Sowohl in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien empfindet die große Mehrheit der jeweiligen Bevölkerung die derzeitige Situation als (eher bis sehr) ernst. Insbesondere in Spanien und Großbritannien ist der Anteil derer, die angaben, die Situation sei "sehr ernst" besonders hoch: 40 Prozent der Briten und 46 Prozent der Spanier gaben dies an. In Deutschland und Frankreich waren es jeweils 25 Prozent.

 

Impfbereitschaft in Großbritannien und Spanien am höchsten

81 Prozent aller Briten und 80 Prozent aller Spanier würden sich eher bis sehr wahrscheinlich impfen lassen, sobald dies möglich ist. In Deutschland sind es derzeit 61 Prozent. Lediglich in Frankreich ist mit 46 Prozent die Bereitschaft zum Impfen im Ländervergleich noch geringer. Auch wenn in Großbritannien und Spanien deutlich weniger Befragte angaben, sich nicht impfen lassen zu wollen, sind die Gründe der “Impfverweigerer” in allen Ländern ähnlich. Auf Platz eins der meistgenannten Bedenken bzgl. einer Impfung steht in allen vier Ländern die Sorge aufgrund der Sicherheit, zum Beispiel aufgrund von Spätfolgen. Vor allem in Deutschland und Spanien wurden diese häufig genannt (52 bzw. 49 Prozent). Die zweitgrößte Sorge ist in allen Ländern die mögliche Unwirksamkeit eines Impfstoffs, gefolgt von einer generellen Impfskepsis.

 

 

 

Franzosen können wenig Gutes aus der Pandemie ziehen - andere Länder schon

Auf die Frage, ob sie auch positive Dinge aus der Coronakrise ziehen könnten, antworteten Befragte in fast allen Nationen mehrheitlich mit ja - außer in Frankreich. Hier gab die deutliche Mehrheit von 62 Prozent an, dass sie der Pandemie keine positiven Aspekte abgewinnen kann. Nur 38 Prozent antworteten mit ja. In Spanien konnten hingegen ganze 58 Prozent etwas Gutes aus der Krise ziehen, in Großbritannien 57 Prozent und in Deutschland 55 Prozent.

 

kisspng-pdf-adobe-acrobat-computer-icons-pdf-icon-5b23e6c8b6f817.8485504415290794967495

Die gesamten Studienergebnisse hat Appinio in einem 30-seitigen Report zusammengefasst. Interessierte können den Report zur Studie unter Angabe von Kontaktdaten herunterladen.

Zum Studien-Download

 

“Mehr Zeit für mich” war für drei von vier Nationen der größte Vorteil der Krise

Auf die Frage, welche konkreten, positiven Dinge der Pandemie abgewonnen werden konnten, sind die Top 3 in allen Ländern gleich, wenn auch unterschiedlich verteilt. Während in Deutschland (58 Prozent), Frankreich (52 Prozent) und Großbritannien (53 Prozent) die gewonnene “Me-Time” auf Platz eins steht, haben die Spanier insbesondere die gewonnene Zeit mit der Familie genossen (60 Prozent), auf dem zweiten Platz steht aber auch hier die Zeit für sich selbst (59 Prozent). Auf Platz drei steht für Deutschland, Spanien und Frankreich der Fakt, weniger Geld ausgegeben zu haben: in Deutschland und Frankreich gaben dies 47 Prozent an, in Spanien 49. In Großbritannien führt der Vorteil des Geldsparens die Liste der positiven Aspekte an. Ganze 55 Prozent gaben es als positiven Effekt der Pandemie an.

Spanier sehen mit Abstand am pessimistischsten auf das Jahr 2021

Wie wird das Jahr 2021 und was überwiegt, wenn Befragte daran denken? Zuversicht oder Bedenken? Die Antwort ist für alle Länder eindeutig: Bedenken überwiegen. Dennoch gibt es Unterschiede: In Spanien gaben 88 Prozent der Bevölkerung an, (eher) Bedenken zu haben, in Frankreich 80 Prozent und in Großbritannien 77. Im Vergleich dazu sind die Deutschen die größten Optimisten. “Nur” 67 Prozent sehen (eher) mit Bedenken ins neue Jahr und 33 Prozent spüren (eher) Zuversicht.

 

 

 

 

Wenn die Krise vorüber ist wollen die Deutschen und Franzosen als erstes ins Restaurant

Auf die Frage, was Befragte als erstes tun würden, wenn die Corona-Pandemie ein Ende nimmt, sind die Top drei Aktivitäten erneut die Gleichen, in der Priorisierung gehen die Meinungen der Nationen allerdings auseinander. Während jeweils zwei Drittel der Briten und Spanier (jew. 67 Prozent) mit viel Abstand zur nächsten Aktivität als erstes ihre Familien besuchen würden, wollen zwei Drittel der Franzosen (66 Prozent) als allererstes im Restaurant essen gehen. Nur 56 Prozent von ihnen wollen direkt ihre Familien besuchen. In Deutschland ist ebenfalls der Restaurantbesuch an erster Stelle, allerdings mit 56 Prozent nur knapp vor dem Plan, die Familie zu besuchen (53 Prozent).

Fokus auf Deutschland: Sorge aufgrund von mangelhafter Betreuung steigt

Kitas und Schulen bleiben in Deutschland, bis auf Notbetreuungen, weiterhin geschlossen und die Sorge um eine mangelhafte Betreuung von Kindern und Jugendlichen sowie Pflegebedürftigen steigt seit vier Wochen kontinuierlich. In dieser Woche gibt jeder Fünfte an, sich aufgrund dessen zu sorgen, vor vier Wochen war es nur jeder Siebte (15 Prozent).
Außerdem pendelt sich die große Angst vor einer Ansteckung von Freunden, Familien und Bekannten auf einem hohen Level ein. Genau wie in den letzten Woche gab die Hälfte der Bevölkerung (49 Prozent) an, sich darum zu sorgen, Andere anstecken zu können.

Konsumlaune für Kleidung und Möbel weiterhin sehr gering

In dieser Woche wurde besonders häufig angegeben, dass Kleidung und Schuhe weniger gekauft werden, als vor der Pandemie. 34 Prozent der Deutschen gaben an, in dieser Kategorie weniger zu konsumieren als vor der Krise. Das sind vier Prozentpunkte mehr als noch letzte Woche. Auch Möbel werden eindeutig weniger geshoppt: 27 Prozent gaben einen geringeren Konsum an - in der letzten Woche waren es 23 Prozent und damit ebenfalls vier Prozentpunkte weniger.

 

 

Sie möchten noch tiefer in die Ergebnisse dieser Studie eintauchen?

Nutzen Sie unser kostenloses Dashboard und registrieren Sie sich hier:

Kostenlos registrieren

 

 

 



Mehr über Appinio


Icon-Appinio-LupeDie Marktforschungsplattform Appinio ermöglicht es Unternehmen, weltweit tausende Meinungen spezifischer Zielgruppen in wenigen Minuten zu erhalten. Jeder kann so erstmals Entscheidungen und Ideen in Echtzeit validieren. Als schnellste Lösung für Marktforschung liefert Appinio Feedback aus 50+ Märkten und hilft Unternehmen dabei, Agilität und Consumer Centricity in die Realität umzusetzen. 



Diesen Artikel teilen

E-Food Studie von Appinio & Spryker: Der Lebensmitteleinkauf der Zukunft ist ...

Die deutsche Digitalisierung schreitet mit großen Schritten voran, unser Konsumverhalten wandelt sich dank der Bequemlichkeit

Beitrag weiterlesen


Appinio Research   •   18.08.21 16:25
Der ultimative Net Promoter Score (NPS) Guide I Appinio

Modernes Marketing bietet viele Möglichkeiten und Tools, um Erfolg zu berechnen und ein Produkt oder eine Dienstleistung in

Beitrag weiterlesen


Appinio Research   •   06.08.21 11:08
Der ultimative FMCG-Guide: Alles, was Sie über Fast Moving Consumer Goods ...

Eine Packung Milch, eine Tube Zahnpasta oder eine Flasche Mineralwasser — alles selbstverständliche Produkte, ohne die wir gar

Beitrag weiterlesen


Appinio Research   •   14.07.21 12:26
Appinio-Studie: 10 Tipps, wie Unternehmen und Marketers das Thema ...

Die Wissenschaft ist sich einig: Der Klimawandel ist die größte globale Herausforderung unserer Zeit. Während es nur

Beitrag weiterlesen


Appinio Research   •   25.06.21 16:23
Teengeist Report (Teil 2) – Das politische Bewusstsein der Generation Z

COVID-19, Klimawandel, struktureller Rassismus, ungerechte Verteilung von Wohlstand, Geschlechtergerechtigkeit – das ist nur

Beitrag weiterlesen


Appinio Research   •   23.06.21 17:16
So tickt die Generation Z (Teil 1): Soziale Netzwerke und Medienkonsum

Nicht zuletzt durch Fridays for Future sorgt die Jugend in Deutschland für Furore. Die Generation Zero – also Menschen, die

Beitrag weiterlesen


Appinio Research   •   18.06.21 15:51
Appinio-Studie: Wie stehen die Deutschen zu LGBTQ+ und Pride Month?

Es gibt ihn schon seit über 25 Jahren und jedes Jahr erfährt er mehr Aufmerksamkeit: Der Pride Month. Auch im Juni 2021 läuft

Beitrag weiterlesen


Appinio Research   •   16.06.21 16:26