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Deutsche befürworten Impfpflicht, Homeoffice-Pflicht und FFP2-Maskenpflicht
Veröffentlichung: 21. Januar 2021

Die Deutschen sind für mehr „Pflichten“: Egal ob Impfpflicht, FFP2-Maskenpflicht oder Homeoffice-Pflicht, die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung  würde offizielle Vorgaben (eher) nachvollziehen können. Das Marktforschungsinstitut Appinio hat im Rahmen des wöchentlich erscheinenden Corona-Reports eine repräsentative Umfrage mit 1.000 Deutschen (nach Alter und Geschlecht) durchgeführt, um herauszufinden, welche Maßnahmen von der Bevölkerung nachempfunden werden könnten.

Impfbereitschaft ist gestiegen

Ein Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie wurde erreicht: Über eine Million Deutsche wurden inzwischen gegen Sars-CoV-2 geimpft. Diese Entwicklung scheint sich auch positiv auf die Impfbereitschaft auszuwirken: 65 Prozent der Befragten würden sich aktuell eher bis sehr wahrscheinlich impfen lassen, sobald es für sie möglich ist. Im Gegensatz zur Vorwoche sind das fünf Prozentpunkte mehr.

 

Generelle Impfpflicht befürwortet

Obwohl seitens der Politik immer wieder betont wird, dass eine Impfung nicht zur Pflicht werden soll, könnte mehr als die Hälfte (56 Prozent) der Bevölkerung eine generelle Impfpflicht nachvollziehen. Noch mehr Zustimmung bekommt dabei eine potenzielle Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen: 79 Prozent könnten eine Impfpflicht für medizinisches Personal (eher) nachvollziehen, 78 Prozent für Pflegepersonal und 72 Prozent fänden eine verpflichtende Impfung für Lehrer:innen und Erzieher:innen (eher) nachvollziehbar. Ebenfalls mehr als die Hälfte der Befragten sind für eine Impfpflicht für Tätige im öffentlichen Dienst (69 Prozent), für Berufsgruppen mit regem Kundenkontakt, bspw. in der Bank (66 Prozent) und für Gewerke mit Kundenterminen und Hausbesuchen wie zum Beispiel Klempner (58 Prozent).

 

 

 

Keine Sonderrechte für Geimpfte

64 Prozent der Deutschen sind dagegen, dass Geimpfte Sonderrechte erhalten. Vor allem Frauen wollen keine Sonderstellung in der Gesellschaft für Geimpfte (70 Prozent). Unter den Männern sind hingegen nur 57 Prozent gegen eine Erteilung von Sonderrechten. Interessant dabei: Die Altersgruppe 55 bis 65 Jahre ist stärker gegen Sonderrechte (64 Prozent) als die jüngeren Altersgruppen 35 bis 44 Jahre (60 Prozent) und 45 bis 54 Jahre (59 Prozent).

 

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Die gesamten Studienergebnisse hat Appinio in einem 30-seitigen Report zusammengefasst. Interessierte können den Report zur Studie unter Angabe von Kontaktdaten herunterladen.

Zum Studien-Download

 

Drei von vier Deutschen fordern Homeoffice-Pflicht

Drei Viertel (75 Prozent) der Bevölkerung sind dafür, eine Homeoffice-Pflicht einzuführen, falls im jeweiligen Beruf möglich. Mit 82 Prozent befürworten vor allem 25 bis 34-Jährige eine Verpflichtung zur Heimarbeit, während mit 71 Prozent am wenigsten Unterstützer aus der Altersgruppe der 45- bis 54-Jährigen kommt.

Auch die Idee, eine FFP2-Maskenpflicht bundesweit einzuführen, befürworten 57 Prozent, während sich 24 Prozent mit “Nein, absolut nicht” sowie 19 Prozent mit “Nein, eher nicht” gegen diese Idee aussprechen. Bayern hat diese bereits für öffentliche Verkehrsmittel und Geschäfte eingeführt. Auch bundesweit stehen sie derzeit zur Diskussion.

 

 

 

Sorge um die eigene Gesundheit auf dem Höchststand

Die Sorge der Bevölkerung um die eigene Gesundheit ist auf dem Höchststand seit Beginn unserer Messungen. Auf einer Skala von 1 bis 6 wurden im Schnitt 4,19 Punkte vergeben. Ähnlich hoch war die Sorge einmalig vor vier Wochen und zu Beginn der Pandemie im März 2020.

Der Anteil derer, die in ihrer Freizeit mehr Zuhause bleiben, steigt seit Monaten. In dieser Woche gaben 87 Prozent der Bevölkerung an, mehr Zuhause zu sein. Das sind so viele wie seit April 2020 nicht mehr. Gleichzeitig steigt der Anteil derjenigen, die von Zuhause aus arbeiten, wieder an und liegt aktuell bei 39 Prozent (plus fünf Prozentpunkte im Vergleich zur Vorwoche).

Nahezu für alle Verkehrsmittel hat sich das Gefühl der Unsicherheit auf einem hohen Level eingependelt. So empfinden bspw. 69 Prozent der Befragten U- und S-Bahnen als (sehr) unsicher (plus ein Prozentpunkt) und 67 Prozent den Bus (plus zwei Prozentpunkte).

Konsumverhalten:

Obst und Gemüse führen seit Wochen die Liste der mehr gekauften Lebens- und Genussmittel. Auch in dieser Woche gaben 27 bzw. 23 Prozent der Deutschen an, sie mehr zu kaufen als vor der Corona-Pandemie. Der Alkoholkonsum der Deutschen scheint dagegen in den letzten Wochen deutlich geringer gewesen zu sein. Alkohol führt, gemeinsam mit Kleidung/Schuhen, die Liste der weniger konsumierten Produkte an. 27 Prozent gaben an, diese Produktkategorie weniger zu kaufen als vor der Krise.

Im Bereich Nonfood sind in dieser Woche Atemschutzmasken besonders beliebt. 62 Prozent gaben diese Woche an, sie vermehrt zu kaufen (plus vier Prozentpunkte).

Der Online-Boom hält an. Auch in dieser Woche gibt es einen neuen Rekord. Zwei Drittel der Deutschen (65 Prozent) shoppen mehr im Internet als vor der Krise. Zum Vergleich: zu Beginn der Pandemie im März 2020 gab das ein Viertel der Befragten (26 Prozent) an. Seither steigen diese Zahlen stetig.

 

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