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Deutsche sparen und investieren mehr in Corona-Zeiten Veröffentlichung: 22. Februar 2021

Geld-sparen-zu-Corona-Zeiten

Lockdown für Wirtschaft und Alltag, Shutdown der Kultur, Kurzarbeit und staatliche Hilfen – die Corona-Pandemie wirbelt das Thema Finanzen bei vielen Menschen in Deutschland gehörig durcheinander. Das zeigen auch die Umfrageergebnisse des wöchentlichen Corona-Reports vom Hamburger Marktforschungsinstituts Appinio. In der Studie werden regelmäßig 1.000 Menschen repräsentativ (nach Alter und Geschlecht) befragt und in dieser Woche wird aufgezeigt, wie die Corona-Pandemie den finanziellen Alltag der Deutschen verändert.

Mehr Menschen beschäftigen sich mit ihren Finanzen

Ob seit Monaten in Kurzarbeit oder als Unternehmen sowie als Kulturschaffende auf Überbrückungshilfen vom Staat angewiesen – das Thema Finanzen nimmt bei den Deutschen zwangsläufig einen größeren Stellenwert ein als noch vor der Corona-Pandemie. Das schlägt sich in den Ergebnissen der Appinio-Studie nieder: 30 Prozent der Befragten haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie mehr mit dem Thema Finanzen auseinandergesetzt, 27 Prozent haben es vor.

 

Hingegen setzen sich 43 Prozent nicht verstärkt mit ihren Finanzen auseinander – bei den 54- bis 65-Jährigen sind es sogar über die Hälfte (54 Prozent). Große Unterschiede gibt es hier zwischen den Geschlechtern: Frauen beschäftigen sich deutlich weniger mit Finanzen als Männer (48 vs. 39 Prozent).

 

 

Sparen oder investieren?

Trotz der ungewissen Zeiten bleibt Sparen ein beliebtes Hobby der Deutschen. 88 Prozent der Befragten geben an, Geld zu sparen (selten bis regelmäßig). Nur zwölf Prozent sparen nie Geld. Doch das Sparverhalten hat sich auch verändert: Während knapp 46 Prozent ungeachtet der Pandemie genau so viel Geld zurückzulegen wie sonst auch, legen 30 Prozent der Befragten mehr Geld zurück – bei den 25- bis 34-Jährigen sind es sogar 38 Prozent.

 

Im Gegensatz zum Sparen bleibt das gezielte Investieren von Geld weniger Thema: 69 Prozent aller Befragten haben seit Beginn der Pandemie kein Geld angelegt oder investiert. Kaum Unterschiede gibt es hier in den einzelnen Altersgruppen – jedoch zwischen Männern (60 Prozent) und Frauen (78 Prozent). Dem gegenüber stehen 31 Prozent, die während der Corona-Pandemie Geld angelegt haben. Davon war es für knapp neun Prozent sogar das erste Investment überhaupt.

 

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Die gesamten Studienergebnisse hat Appinio in einem 30-seitigen Report zusammengefasst. Interessierte können den Report zur Studie unter Angabe von Kontaktdaten herunterladen.

Zum Studien-Download

Direktbank, Filiale oder doch lieber Online-Broker?

Um Geld anzulegen, gibt es heutzutage verschiedene Möglichkeiten. Während knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten den klassischen Weg über eine Filial- oder Direktbank gehen, probieren sich 25 Prozent an modernen Online-Brokern aus, bei denen man z.B. via App gezielt investieren kann. Letztere sind bei den 25- bis 34-Jährigen besonders beliebt (41 Prozent), die noch jüngere Generation um die 16- bis 24-Jährigen hingegen vertraut eher auf eine Filialbank (47 Prozent). Klare Unterschiede gibt es auch hier wieder bei den Geschlechtern: Doppelt so viele Frauen wie Männer greifen zum Geldinvestment auf Angebote von Filialbanken zurück (50 vs. 25 Prozent).

 

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