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Digitalisierung: So ausgeprägt ist die Skepsis gegenüber KI

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Die Digitalisierung der Arbeitswelt ist in vielen deutschen Unternehmen bereits in vollem Gange. Neue Lösungsansätze, Kommunikationswege und Arbeitsweisen fordern Flexibilität und Weiterbildung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Doch wie wird das Thema in der Öffentlichkeit wahrgenommen? Wer ist besorgt aufgrund des Fortschritts von “Künstlicher Intelligenz” (KI) und wer steht der Digitalisierung der Arbeitswelt mit freudiger Erwartung gegenüber? Die Marktforschungsplattform Appinio hat mehr als 3.000 Deutsche im Alter von 16 bis 54 Jahren zu ihrer Meinung über die Zukunft der Arbeit befragt. Hier die wichtigsten Studienergebnisse:

 

 

Großer Entwicklungsbedarf im Bereich Digitalisierung

Frauen denken eher, dass Deutschland im Bereich Digitalisierung genauso weit entwickelt ist wie andere Länder, während mehr als jeder zweite Mann das Gefühl hat, dass Deutschland im Vergleich zu anderen entwickelten Ländern noch hinterherhinkt. Der größte Geschlechterunterschied besteht bei den 16- bis 17-Jährigen: 33 Prozent der jungen Frauen und 58 Prozent der jungen Männer sagen, Deutschland sei “weniger weit entwickelt als andere Länder”. Dabei ist auch interessant, dass diejenigen, die einen höheren Bildungsabschluss haben, den digitalen Fortschritt in Deutschland negativer bewerten als andere. Generell zeigt sich folgende Tendenz: Wer einen höheren Bildungsabschluss hat, ist eher enttäuscht von der digitalen Entwicklung Deutschlands und hat weniger Bedenken, wenn es um KI und die Zukunft des Arbeitsmarkts geht.

 

Anhaltende Skepsis gegenüber “Künstlicher Intelligenz”

Wer steht Künstlicher Intelligenz positiv gegenüber? Insgesamt ist der KI-Befürworter eher männlich, älter als 35 und hat ein abgeschlossenes Studium. Tatsächlich ist der Geschlechterunterschied  unter den 35- bis 44-Jährigen am stärksten ausgeprägt. In dieser Altersgruppe stehen 52 Prozent  der Männer und nur 24 Prozent der Frauen KI positiv gegenüber. Außerdem zeigen sich die sogenannten “Digital Natives” eher misstrauisch gegenüber KI. Unter 16- bis 17-Jährigen haben jeweils nur 13 Prozent der Frauen und 33 Prozent der Männer ein positives Bild von der Technologie. Das könnte zum Teil an fehlender Erfahrung und Ausbildung liegen, denn ein abgeschlossenes Studium sorgt für ein positiveres Bild von KI. 44 Prozent derjenigen, die ein Studium abgeschlossen haben, stehen KI positiv gegenüber. Unter den Realschulabsolventen sind es hingegen nur 28 Prozent.

 

Ein Argument gegen KI bezieht sich auf die Zahl der verfügbaren Arbeitsplätze: Wer Künstliche Intelligenz negativ bewertet, denkt eher, dass es in Zukunft deshalb weniger Jobs geben wird (72 %) als diejenigen, die KI positiv bewerten (40 %). Natürlich kann ein negatives Bild von KI auch mit persönlichen Erfahrungen zusammenhängen. Wer beispielsweise das Gefühl hat, einen Arbeitgeber zu haben, der mit der Digitalisierung mithält, hat eher ein positives Bild von KI (43 %) als diejenigen, deren Arbeitgeber es nicht tut (27 %).

 

Für die Mehrheit steht fest: Digitalisierung kostet Jobs in allen Bereichen

Einerseits ist mehr als jeder zweite Befragte der Ansicht, dass auch in Zukunft nicht nur Hochqualifizierte Arbeit finden werden. Andererseits sagen mehr als 50 Prozent in jeder Altersgruppe, dass es durch die Digitalisierung der Arbeitswelt in Zukunft insgesamt weniger Jobs geben wird. Dabei stehen Frauen der Entwicklung des Arbeitsmarkts durch Digitalisierung etwas pessimistischer gegenüber als Männer: 60 Prozent der 18- bis 24-jährigen Frauen und nur 46 Prozent der Männer glauben, dass es durch die Digitalisierung weniger Jobs geben wird. Dieser Geschlechterunterschied geht wie bei der Einstellung gegenüber KI mit einem Unterschied zwischen Bildungsniveaus einher. Wer einen niedrigeren Bildungsabschluss hat, denkt eher, dass die Digitalisierung Jobs kosten wird. 57 Prozent der Realschulabsolventen und nur 38 Prozent der Diplom- oder Bachelorabsolventen sagen, dass die Digitalisierung insgesamt Arbeitsplätze reduzieren wird.

 

Künstliche Intelligenz kann nicht jeden Job ersetzen

26 Prozent aller befragten Arbeitnehmer (n=2.391) haben Angst ihre Arbeit in den nächsten 20 Jahren durch ein Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu verlieren. Frauen haben eher Angst davor als Männer. 38 Prozent der 35- bis 44-jährigen Frauen und 25 Prozent der Männer sagen, dass sie davor (eher) Angst haben. Außerdem haben eher die Jüngeren als die Älteren Angst davor, durch KI ersetzt zu werden: 30 Prozent der 45- bis 54-Jährigen, 32 Prozent der 35- bis 44-Jährigen und 50 Prozent der 18-bis 24-Jährigen haben (eher) Angst davor, deshalb in den nächsten 20 Jahren ihren Job zu verlieren.

 

Wer einen höheren Bildungsabschluss hat, fühlt sich dabei sicherer als andere. 31 Prozent der Realschulabsolventen und nur 14 Prozent der Diplom- oder Bachelorabsolventen haben Angst demnächst durch KI ersetzt zu werden. Deshalb ist es auch nicht erstaunlich, dass 70 Prozent derjenigen, die Angst davor haben, demnächst durch KI ersetzt zu werden, denken, dass in Zukunft nur Hochqualifizierte einen Job finden. Nur 32 Prozent derjenigen, die keine Angst haben, ihren Job durch Künstliche Intelligenz zu verlieren, teilen diese Meinung. Außerdem ist die Angst vorm Jobverlust durch KI stärker unter denjenigen ausgeprägt, die das Gefühl haben, Deutschland spiele bei der Digitalisierung eine führende Rolle (36 %) als bei denjenigen, die sagen, dass Deutschland in diesem Bereich noch viel Verbesserungspotenzial habe (21 %).

 

Sie wollen noch mehr über das Thema KI wissen? Dann melden Sie sich jetzt bei Appinio an. Sie erhalten kostenlos Zugriff auf diese und viele weitere Studien von Appinio. Oder starten Sie einfach Ihre eigene Umfrage. 

 

Hier noch einmal die wichtigsten Ergebnisse in der Appinio-Infografik: 
Infografik Studie Umfrage von Appinio Digitalisierung in Deutschland Angst vor Künstlicher Intelligenz


Weitere Studien von Appinio rund um digitales Marketing und Digitalstrategien







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