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Appinio Studie: Homeschooling in Deutschland läuft besser als gedacht Veröffentlichung: 8. Oktober 2020

Junge vor Computer_Sinnbild für Homeschooling_Appinio

Die COVID-19-Pandemie hat von heute auf morgen nicht nur den Arbeitsalltag, sondern auch den Alltag von Schülern und Eltern verändert. Schulen mussten ihren gesamten Unterricht auf „Homeschooling“, das Lernen von zu Hause aus, umstellen. Doch wie bewerten Schüler und Eltern heute, etwa ein halbes Jahr nach Ausbruch der Pandemie, die Monate, in denen kein regulärer Unterricht an deutschen Schulen stattgefunden hat? Und wären die Schulen für einen erneuten "Lockdown" nun besser gewappnet?

Um diese und viele weitere Fragen, wie das Thema Schule und Digitalisierung aus Sicht von Schülern und Eltern beantworten zu können, hat das Marktforschungsinstitut Appinio eine Umfrage mit insgesamt 300 Eltern von schulpflichtigen Kindern sowie 400 Schülern durchgeführt. Die Studie beschäftigt sich mit der veränderten Situation der Schulen während der Corona-Pandemie und beleuchtet die Sichtweise von Eltern und Schülern rund um den Unterricht von zu Hause. Dabei geht es um Fragen zum Arbeitspensum, zu Ängsten und Sorgen, zur Kommunikation sowie zur digitalen Ausstattung sowohl an Schulen, als auch bei Familien zu Hause.

 

Wechsel vom normalen Unterricht zum Homeschooling

61 Prozent der befragten Schüler und ebenso viele Eltern von schulpflichtigen Kindern gaben an, dass die Umsetzung ihrer Schule vom normalen Unterricht zum Homeschooling während der Coronakrise gut oder sogar sehr gut funktioniert hat. Besonders Eltern von Grundschülern gaben hier mit 66 Prozent (sehr) gut an. Knapp jeder zweite Befragte gab an, dass das benötigte Unterrichtsmaterial nur digital zur Verfügung gestellt wurde - weitere 29 Prozent konnten auf mehr digitales als analoges Material zurückgreifen. Auch lief die Umstellung für einen Großteil sehr schnell vonstatten: An vier von fünf Schulen wurde spätestens nach vier Wochen digitaler Unterricht angeboten.

 

 

Digitalisierung vor und während der Coronakrise

Mehr als zwei Drittel der befragten Eltern und fast zwei Drittel aller befragten Schüler gaben an, dass ihre Schule vor der Corona-Pandemie (eher) nicht auf dem Weg der Digitalisierung war. Dies hat sich jedoch geändert: Aktuell sind zwei Drittel aller Schüler und mehr als die Hälfte der Eltern der Meinung, dass die sie betreffende Schule im Bereich der Digitalisierung auf einem guten Weg ist.

 


Technische Ausstattung der Schüler

54 Prozent der Schüler haben in einem Haushalt einen eigenen PC, Laptop oder ein Tablet zur Verfügung. Sieht man sich die Verteilung noch genauer an, haben 38 Prozent der Schüler einen eigenen PC/Laptop zur Verfügung, während 20 Prozent ein eigenes Tablet nutzen können. In weiteren 23 Prozent der Haushalte gibt es mehrere Laptops/PCs, die geteilt werden - ebenso 15 Prozent, die sich ein Tablet teilen. Sieben Prozent der befragten Haushalte hatten weder einen Laptop/PC noch ein Tablet im zur Verfügung. Doch wurde benötigtes Material von der Schule zum Ausleihen angeboten? In 61 Prozent der Fälle ging dies nicht - bei zehn Prozent gab es zwar Material, aber nicht genügend für alle Schüler und immerhin 17 Prozent konnten problemlos alle benötigtes Material ausleihen.


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Die gesamten Studienergebnisse hat Appinio in einem 23-seitigen Report zusammengefasst. Interessierte können den Report zur Studie unter Angabe von Kontaktdaten herunterladen.

Report herunterladen

 

Arbeitspensum beim Homeschooling

Fast jeder zweite Schüler gab an, dass er im Homeschooling mehr Zeit als im normalen Schulalltag in seine Aufgaben investieren musste. Fragt man Eltern von schulpflichtigen Kindern, gaben diese zu 40 Prozent an, mehr Zeit investiert zu haben. Ganze 48 Prozent der Schüler gaben außerdem an, dass sie komplett oder eher überfordert mit den Aufgaben waren - und auch 42 Prozent der befragten Eltern gaben dies an. Vor allem Eltern von Grundschülern oder Unterstufenschülern gaben an, überfordert zu sein.

 

 

Kommunikation zwischen Eltern und Schülern sowie mit Lehrkräften

Insgesamt schneiden Lehrkräfte in der Kommunikation gut ab: Jeweils mehr als 50 Prozent der Schüler und Eltern waren zufrieden. 33 Prozent der befragten Schüler waren (sehr) zufrieden mit der Kommunikation zu ihren Lehren - weitere 34 Prozent waren eher zufrieden. Eltern waren unzufriedener: Nur 28 Prozent gaben an, (sehr) zufrieden zu sein, während 27 Prozent eher zufrieden waren. Zwischen Eltern und ihren Kindern lief die Kommunikation sogar noch besser: 75 Prozent der Eltern und 76 Prozent der Schüler gaben an, mit der Kommunikation eher bis sehr zufrieden gewesen zu sein. Trotz der positiven Kommunikation gaben 64 Prozent der befragten Eltern an, viel besorgter um ihre Kinder zu sein, als zuvor.

 

Welchen Einfluss der Wechsel ins Homeschooling auf die verschiedenen Lebensbereiche der Eltern und Schüler wie bspw. das Familienleben, die körperliche und geistige Gesundheit sowie die Struktur im Alltag hatte, erfahren Sie im ausführlichen Report:

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