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Appinio-Studie: Jeder fünfte Deutsche plant bereits einen Sommerurlaub
Veröffentlichung: 11. Mai 2021

Insel vor Strand mit Liegen

Nach holprigem Start nimmt das deutsche Impfprogramm immer besser Fahrt auf. Vergangene Woche wurde ein neuer Meilenstein erreicht: 30 Prozent der deutschen Bevölkerung haben eine Erstimpfung erhalten. Für eine bessere Nachverfolgung im Kampf gegen das Coronavirus setzt die Politik auf das sogenannte Green Certificate – also ein EU-weiter fälschungssicherer Impfpass. Denn nicht nur der Sommer nähert sich, auch ein Urlaub außerhalb Deutschlands rückt allmählich wieder im Bereich des Möglichen. Wie wirkt sich die fortschreitende Impfkampagne und der geplante Nachweis auf die Reisepläne der Deutschen aus? Dazu hat das Marktforschungsinstitut Appinio im wöchentlich erscheinenden Corona-Report 1.000 Menschen repräsentativ (nach Alter und Geschlecht) befragt. Während bisher nur eine Minderheit in den kommenden Monaten eine Urlaubsreise geplant hat, spricht sich die Mehrheit für einen Impfnachweis aus, um Reisen innerhalb der EU besser zu koordinieren und zu erleichtern.

 

Wenig Urlaubsplanung in Sicht – außer von Juli bis September

 

Nachdem der Sommerurlaub im vergangenen Jahr durch die Corona-Pandemie für einen Großteil der Menschen flach gefallen ist, sieht es 2021 schon besser aus. Dank des Impfprogramms wächst die Hoffnung auf einen Urlaub. Und tatsächlich: Jeder Fünfte (20 Prozent) hat für die kommenden sechs Monate einen konkreten Urlaub geplant. Unter den Befragten, die schon eine Impfung gegen das neuartige Coronavirus erhalten haben, ist es sogar jeder Vierte (27 Prozent). Unter den Nicht-Geimpften planen lediglich 18 Prozent mit einem Urlaub in den kommenden Monaten. Gleichzeitig kann sich jeweils ein Drittel aller Befragten (36 Prozent) – ob geimpft oder nicht – einen Urlaub in nächster Zeit zumindest vorstellen, hat aber noch nichts Konkretes geplant.

 

Die Hauptreisezeit 2021 wird wohl im Zeitraum Juli bis September liegen: 59 Prozent der Befragten gaben an, in diesen Sommermonaten reisen zu wollen. Jeweils jeder Fünfte will im Mai bis Juni oder ab Oktober auf Reisen gehen (20 bzw. 21 Prozent).

 

 

 

Die Mehrheit bleibt dieses Jahr in Europa

Die Corona-Situation unterscheidet sich von Land zu Land und wird auch in den kommenden Monaten schwer vorhersehbar sein. Da stellt sich die Frage: Wo Urlaub machen? Zwei Drittel (63 Prozent) der bereits geplanten Reisen sollen in einem EU-Land stattfinden, der Rest geschieht außerhalb Europas (27 Prozent) oder gar beides (zehn Prozent).

 

Bei den bereits geplanten Reisen ist das Hotel die beliebteste Wahl: Vier von zehn Menschen haben dies als Unterkunft auserkoren (41 Prozent). Weit abgeschlagen an zweiter Stelle folgt die Ferienwohnung (19 Prozent), kurz danach der Aufenthalt bei Freunden (17 Prozent). Ein Urlaub auf dem Campingplatz oder auf einem Kreuzfahrtschiff kommt nur für eine Minderheit in Frage (sieben Prozent). Auch auf die Frage hin, welche Art der Unterkunft die Befragten unter den momentanen Umständen wählen würden, ist die private Ferienwohnung sogar etwas beliebter als das Hotel (59 vs. 58 Prozent).

 

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Die gesamten Studienergebnisse hat Appinio in einem 30-seitigen Report zusammengefasst. Interessierte können den Report zur Studie unter Angabe von Kontaktdaten herunterladen.

Zum Studien-Download


Mehrheit spricht sich für EU-Impfpass aus

Zur effektiven Eindämmung der Corona-Pandemie setzt die internationale Politik auf das globale Impfprogramm. Als Nachweis einer Impfung gegen Corona soll ab Juni erst in Deutschland und kurze Zeit später auch in der Europäischen Union ein fälschungssicherer EU-Impfpass, auch „Green Certificate“ genannt, eingeführt werden.

 

58 Prozent sind (absolut) für die Einführung eines solchen Nachweises fürs Reisen innerhalb der Europäischen Union. Die Akzeptanz ist momentan sogar neun Prozent höher als am 26. Januar, als der Wert für den Corona-Report zuletzt abgefragt wurde. Während sich jeder Fünfte (19 Prozent) nicht sicher ist, ob er für oder gegen solch einen Impfnachweis ist, sprechen sich 23 Prozent (absolut) dagegen aus. Wichtigster Grund dagegen ist für jeden zweiten Ablehner die Einschränkung von Freiheiten (51 Prozent). Im Vergleich zur Erhebung Ende Januar hat sich unter den Impfpass-Gegnern die Zahl der Menschen, die eine Stigmatisierung von Nicht-Geimpften befürchten, beinahe verdoppelt (30 vs. 16 Prozent).

 

 

 

Fazit – der Sommerurlaub könnte kommen

Der Sommer steht bald vor der Tür und dank des weltweiten Impfprogramms steigt auch wieder die Hoffnung auf einen Sommerurlaub. Während momentan knapp ein Drittel der deutschen Bevölkerung die Erstimpfung erhalten hat, plant jeder fünfte Befragte (20 Prozent) in den kommenden sechs Monaten eine Urlaubsreise. Für einen überwiegenden Teil der Befragten (62 Prozent) bleibt das Reiseziel in Europa, als Zeitraum wird mehrheitlich der typische Sommerurlaub-Zeitraum Juli bis September angepeilt.

 

Für eine bessere Überprüfung und effektivere Eindämmung des Corona-Virus setzt die Politik auf einen EU-weiten Impfnachweis. Die Mehrheit der Befragten (58 Prozent) steht dieser Idee positiv gegenüber, zwei von zehn Befragten (23 Prozent) sprechen sich dagegen aus. Impfpass-Gegner befürchten vor allem eine Stigmatisierung sowie Freiheitseinschränkungen für Nicht-Geimpfte.

 

 

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