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Kaufverhalten in Corona-Zeiten: Chancen für den E-Commerce?
Veröffentlichung: 9. April 2021

Hand hält Kreditkarte beim Online-Shopping

Neben Weihnachten ist Ostern der wohl wichtigste Feiertag in Deutschland. Auch wenn der Osterhase nicht so für Konsum steht wie der Weihnachtsmann und Deutschland momentan immer noch im Lockdown gefangen ist, wird weiterhin geshoppt und konsumiert. Doch welche Auswirkungen hat die momentane Ausnahmesituation auf das Kaufverhalten der Deutschen? Das Marktforschungsinstitut Appinio hat im wöchentlich erscheinenden Corona-Report 1.000 Menschen repräsentativ (nach Alter und Geschlecht) befragt und festgestellt: Nur eine Minderheit hat in den kommenden Wochen größere Investitionen wie einen Fernseher, eine Spielekonsole oder gar ein Auto geplant. Zudem gibt es klare Präferenzen, welche Produkte online und welche offline im Warenkorb landen.

 

Momentan kaum größere Investitionen geplant

 

Durch den Wegfall von Osterreisen oder anderen kostspieligen Urlaubsausflügen hat der ein oder andere momentan ein bisschen mehr Geld in der Tasche als sonst. Das verfügbare Budget wird allerdings nur von wenigen Menschen in kostspielige Produkte investiert, denn eine klare Zweidrittel-Mehrheit (76 Prozent) plant in den nächsten Wochen keine größere Anschaffung. Hingegen haben 15 Prozent feste Pläne für Investitionen, neun Prozent sind unentschlossen. Bei den 55- bis 65-Jährigen ist die Situation sogar noch deutlicher: Neun von zehn Menschen (91 Prozent) in dieser Altersgruppe wollen in den kommenden zwei Wochen keine größeren Summen in neue Produkte investieren. Lediglich zwei Prozent haben konkrete Pläne, die restlichen sieben Prozent sind sich noch nicht sicher.

 

 

 

Mein Auto, mein Smartphone, mein Laptop

Bei den 15 Prozent der Befragten, die in nächster Zeit eine größere Anschaffung planen, stehen elektronische Produkte, Einrichtungsgegenstände sowie Fortbewegungsmittel ganz oben auf der Wunschliste: Platz eins teilen sich Smartphone und Auto (jeweils 34 Prozent), dicht gefolgt von Laptop und Möbeln (jeweils 30 Prozent). Auf dem dritten Platz steht Unterhaltungselektronik (21 Prozent), also etwa ein neuer Fernseher oder eine Videospielkonsole. Danach folgen große Haushaltsgeräte wie Kühlschrank oder Herd (18 Prozent) sowie Fahrräder (16 Prozent), weniger gefragt sind hingegen kleine Haushaltsgeräte wie Mikrowelle oder Staubsauger (13 Prozent).

 

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Die gesamten Studienergebnisse hat Appinio in einem 30-seitigen Report zusammengefasst. Interessierte können den Report zur Studie unter Angabe von Kontaktdaten herunterladen.

Zum Studien-Download


Junge Menschen treiben den Konsum voran

Generell scheinen jüngere Menschen momentan eher in Kauflaune zu sein als der Rest der Befragten: Unter den 25- bis 34-Jährigen denkt jeder Dritte (31 Prozent) konkret über eine größere Anschaffung nach. Ganz hoch im Kurs stehen Smartphones und Autos, aber auch kleinere Haushaltsgeräte wie Mikrowelle oder Staubsauger sind gefragt.

 

Klare Favoriten beim Online- und Offline-Einkauf

Wie groß ist der Einfluss der Corona-Pandemie auf das aktuelle Kaufverhalten der Deutschen? In Zeiten des Lockdowns steht vielerorts, wenn überhaupt, statt Laden-Hopping vielmehr Termin-Shopping an. Gute Nachrichten also für den E-Commerce? Der Corona-Report zeigt: Es kommt auf das Produkt an. Viele Produkte, die sowieso unregelmäßig gekauft werden, stehen momentan beim Großteil der Befragten auch nicht auf der Wunschliste. Hierzu zählen insbesondere Schmuck sowie Sport- und Fitnessgeräte (jeweils 78 Prozent), Geschirr oder anderes Küchenzubehör (75 Prozent) sowie Möbel (75 Prozent) und Brett- bzw. Videospiele (72 Prozent).

 

 

 

Offline Essen und Trinken, Online shoppen

Viel interessanter ist jedoch, was in der letzten Woche zum Zeitpunkt der Umfrage gekauft wurden. Gerade weil momentan nur wenige Geschäfte öffnen dürfen, gibt es klare Präferenzen beim On- und Offline-Shopping. Zwei von drei Menschen haben in den vergangenen zwei Wochen frische Lebensmittel trotz andauernder Corona-Pandemie weiterhin vor allem ausschließlich stationär gekauft (76 Prozent) – das hat sich seit dem im Oktober veröffentlichten FMCG-Report von Appinio auch kaum geändert. An zweiter Stelle folgen alkoholfreie Getränke (65 Prozent), danach kommen Artikel zur Hygiene und Körperpflege (59 Prozent), alkoholische Getränke (37 Prozent) sowie Medikamente (35 Prozent), die vor allem im Laden gekauft werden.

 

Online gekauft wurden vor allem Produkte wie Kleidung (35 Prozent) und Schuhe (23 Prozent). Aber auch Medikamente, Bücher- und Zeitschriften sowie elektronische Geräte und Unterhaltungselektronik (17 Prozent) landeten im virtuellen Warenkorb.

 

 

Welchen Einfluss hat die Corona-Pandemie auf das Leben der Menschen in Deutschland? Erfahren Sie mehr in unserem wöchentlichen Corona-Report und tauchen Sie noch tiefer in die Ergebnisse unseres Dashboards ein! Hier geht's lang:

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