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Corona-Studie: Steigt der Konsum, wenn der Urlaub ins Wasser fällt?
Veröffentlichung: 31. August 2020

Appinio Corona Report_Frau mit Maske und Einkaufstüte in der Hand

Das Marktforschungsunternehmen Appinio hat im Rahmen des 24. Corona Consumer Reports bevölkerungsrepräsentativ 1.000 Menschen nach ihren Urlaubsplänen, -budgets und Stornierungen befragt. Geben die Deutschen das Geld ihres stornierten Urlaubs für andere Dinge aus oder wird das Geld in diesem Jahr eher gespart?


Das Urlaubsbudget vieler Deutscher ist durch abgesagte Reisen verfügbar

43 Prozent der Bevölkerung hat 2020 einen geplanten oder bereits gebuchten Urlaub abgesagt. Zwei Drittel haben den gesamten oder einen Teil des bezahlten Betrags erstattet bekommen, während zehn Prozent ihren Urlaub noch gar nicht bezahlt hatten.

Budgettechnisch hatten zwei von drei Deutsche geplant, zwischen 500 und 3.000 Euro pro Person für ihren Urlaub auszugeben. Lediglich sieben Prozent der Deutschen hatten einen Low-Budget Urlaub unter 200 Euro geplant, während 17 Prozent zwischen 200 und 500 Euro ausgeben wollten. Neun Prozent hatten 2020, zumindest in Bezug auf das geplante Budget, einen Luxusurlaub geplant, für den sie mehr als 3.000 Euro pro Person ausgeben wollten. Somit ist ein großer Teil des ursprünglich verplanten Urlaubsbudgets für die meisten Menschen nun frei verfügbar.

 

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Die gesamten Studienergebnisse hat Appinio in einem 30-seitigen Report zusammengefasst. Interessierte können den Report zur Studie unter Angabe von Kontaktdaten herunterladen.

Zum Studien-Download

 

Was machen die Deutschen mit ihrem eingesparten Geld?

58 Prozent der Befragten planen, das verfügbare Budget zu sparen. Ein Viertel der Deutschen (24 Prozent) plant, es teilweise auszugeben, 11 Prozent wollen es spontan ausgeben und sieben Prozent wollen das gesparte Urlaubsbudget in eine größere Anschaffung investieren. Zudem hat jeder siebte Deutsche (15 Prozent) seit März bereits spontan eine größere Anschaffung getätigt. Die beliebtesten Kategorien für Spontankäufe waren hier Elektronikartikel (39 Prozent), gefolgt von Fortbewegungsmitteln (25 Prozent) sowie Möbel und Garten (22 Prozent).

 

 

Wie viel wird für welche Produktkategorie ausgegeben?

    • Der Großteil der Investitionen in Elektronikartikel (57 Prozent) lag zwischen 50 und 500 Euro. Weitere 28 Prozent der Anschaffungen lagen zwischen 501 und 1.000 Euro und die restlichen 15 Prozent aller Elektronikeinkäufe hatten einen Wert zwischen 1.001 und 10.000 Euro.
    • Das meiste Geld wurde für Fortbewegungsmittel ausgegeben. 39 Prozent der Befragten, die sich ein Fortbewegungsmittel während der Corona-Pandemie angeschafft haben, gaben an, mehr als 10.000 Euro ausgegeben zu haben.
    • Für Möbel und Garten gab ein Viertel der Befragten zwischen 50 und 500 Euro aus, während 38 Prozent zwischen 501 und 1.000 Euro ausgaben. Jede fünfte Anschaffung (20 Prozent) im Bereich Möbel und Garten lag zwischen 1.000 und 3.000 Euro, jede zehnte entweder zwischen 3.000 und 10.000 Euro (10 Prozent) oder sogar über 10.000 Euro (9 Prozent).

 

Wird während Corona eher gespart oder eher konsumiert?

Der größte Teil der Bevölkerung gibt an, seit der Pandemie genauso viel Geld auszugeben wie sonst auch. Erst bei der Aufteilung derjenigen, die angaben mehr oder weniger Geld auszugeben, teilt sich die Bevölkerung in Altersgruppen.
Der Trend zeigt: je älter die Befragten, desto weniger neigen sie dazu, mehr Geld auszugeben. So gaben beispielsweise in der Altersgruppe der 18-24-Jährigen 44 Prozent der Befragten an, seit Corona mehr auszugeben als vorher. In der Altersgruppe der 45-54-Jährigen sagten lediglich halb so viele Befragte (19 Prozent), dass sie mehr Geld ausgeben. Der kleinste Anteil derjenigen, die mehr Geld ausgeben als vor Corona, sind Personen zwischen 55 und 65 Jahren (16 Prozent).

 

 

Aktuelle politische Themen

Die angemeldete Anti-Corona Demonstration in Berlin wurde zum Zeitpunkt unserer Erhebung (26.08.2020) von Seiten der Bundesregierung verboten, bevor sie letztendlich doch erlaubt werden musste. Nichtsdestotrotz haben wir die Bevölkerung kurz nach Beschluss des Verbots danach befragt, ob sie dieses befürworten oder nicht. Ein immenser Anteil von 80 % der Deutschen sprachen sich für das Verbot aus. Dennoch verblieb ein Fünftel der Deutschen, die das Demonstrationsverbot nicht unterstützen.

Auch befürworten 68 Prozent der Deutschen die jüngst diskutierten Alkoholverbote wie auf der Hamburger Sternschanze oder in bayrischen Biergärten. Vor allem die Altersgruppe der 25-34-jährigen ist hierbei der größte Befürworter (71 Prozent), gefolgt von den 55-65-jährigen (70 Prozent) sowie 45-54-jährigen (69 Prozent).

 

Weitere Entwicklungen im Leben mit Corona

Nach wie vor sind die Deutschen mehr besorgt um die Gesundheit von Familie, Freunden und Bekannten, als um die eigene. Trotzdem ist diese Sorge um die eigene Gesundheit im Vergleich zur Vorwoche leicht gestiegen. So haben 35 Prozent der Deutschen Angst vor einer eigenen Ansteckung (+2 Prozentpunkte). Die Sorge um langfristige wirtschaftliche Auswirkungen ist hingegen gesunken (-3 Prozentpunkte auf 37 Prozent). Auch die Angst vor persönlichen finanzielle Auswirkungen wie z.B. Kurzarbeit ist geringer als noch in der Vorwoche (-4 Prozentpunkte). Im Konsumverhalten sind kaum Änderungen im Vergleich zur Vorwoche zu verzeichnen.

 

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