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3 Medienstudien: E-Reader, regionale Tageszeitungen, KI-Texte

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Die Mediennutzung wird heutzutage immer fragmentierter. Printmedien haben mit Auflagenschwund zu kämpfen, Social Media laufen Medien den Informationsrang ab. Wir stellen drei aktuelle Medienstudien vor, die Sie kennen sollten. Zwei Studien von Appinio befassen sich mit der Nutzung von E-Readern und dem Konsum von regionalen Tageszeitungen. Des Weiteren stellen wir eine Studie von nextMedia.Hamburg zum Thema KI im Journalismus vor. Die Standortinitiative für die Hamburger Medien- und Digitalszene richtet auch die diesjährige Medienkonferenz Scoopcamp aus, dessen Partner wir sind. 


Appinio-Studie: Nutzung von E-Reader & E-Books


Leicht, klein und sie speichern eine ganze Bibliothek. Das sind die offensichtlichen Vorteile von E-Readern. Wir haben eine repräsentative Studie unter 1.099 Deutschen zwischen 16 und 54 Jahren zum Thema E-Reader und E-Books durchgeführt. Hier einige Ergebnisse im Schnelldurchlauf:

Nutzerschaft: Von 1.099 Befragten haben 29 Prozent noch nie E-Reader benutzt und haben es auch nicht vor. 28 Prozent nutzen E-Reader mindestens einmal im Monat, davon 17 Prozent mindestens einmal wöchentlich. 11 Prozent haben die digitalen Lesegeräte ein paar Mal ausprobiert, aber es hat ihnen nicht gefallen. Jeder zehnte Prozent hat noch nie E-Reader genutzt, möchten es aber gern ausprobieren.

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Leseverhalten: Diejenigen, die mindestens einmal im Monat auf einem E-Reader lesen, nutzen ihn am ehesten in der Freizeit (57 Prozent), unterwegs in Bus und Bahn (43 Prozent) und im Urlaub (46 Prozent).

Was spricht gegen die Nutzung? Die zwei am häufigsten genannten Gründe sind, dass die Befragten lieber ein gedrucktes Buch in der Hand halten, in dem sie blättern können (41 Prozent), oder dass gedruckte Bücher einfach schöner sind (39 Prozent). Frauen empfinden dies mehr als Männer. Ein weiterer Grund: Die Nutzung von E-Readern hat sich einfach noch nicht ergeben (25 Prozent). Dass die Anschaffung eines Lesegeräts zu teuer ist, landet mit 15 Prozent auf den hinteren Plätzen.

Geräte: Am häufigsten werden E-Books auf dem Smartphone gelesen (34 Prozent), danach folgt der eigene E-Reader (30 Prozent) und der Tablet-PC (23 Prozent). Die restlichen Prozente verteilen sich auf Laptops, PCs und geliehene E-Reader.

Marken: Diejenigen, die einen eigenen E-Reader besitzen, nutzen entweder ein Amazon Kindle (61 Prozent) oder Tolino (28 Prozent). Geräte anderer Marken wie Trekstor, Sony oder Kobo sind weit abgeschlagen. Die Hälfte der E-Reader-Besitzer sind mit ihrem Gerät „zufrieden“, 42 Prozent sogar „sehr zufrieden“.

Alle Studienergebnisse können kostenfrei im Appinio-Dashboard nach Anmeldung eingesehen werden.

Appinio-Studie: Ältere regionale Tageszeitungsleser glauben an Print


Regionale Tageszeitungen informieren ihre Leser über alles Wichtige in ihrer Stadt und Region, ob Politik, Sport oder Veranstaltungen. Auch über nationale und internationale Ereignisse wird berichtet. Wir haben eine altersrepräsentative Medienstudie unter 426 Teilnehmern zwischen 35 bis 55 Jahren durchgeführt und untersucht, ob und wie sie regionale Tageszeitungen lesen.

51 Prozent der Befragten geben an, eine regionale Tageszeitung zu lesen, 49 Prozent lesen keine. Der Unterschied zwischen den Zeitungslesern nach den beiden Altersgruppen ist klein. Bei den 35- bis 44-Jährigen sind es 47 Prozent, bei den 45- bis 55-Jährigen 53 Prozent. Zwischen den Geschlechtern gibt es keine nennenswerten Unterschiede.

Print oder Online? 56 Prozent der 35- bis 44-Jährigen lesen regionale Tageszeitungen eher online, bei den 45- bis 54-Jährigen sind es 45 Prozent.

Die Top-3-Lieblingsrubriken der Leser sind nationale und internationale Nachrichten (40 %), Regionalpolitik (40 %) und Wissen (33%). Danach folgen Regionalsport (29 %), regionale Wirtschaft (27 %), Kultur (25 %) und Ratgeberthemen (24 %).


Dass es in fünf Jahren noch gedruckte regionale Tageszeitungen geben wird, glauben 67 Prozent der Befragten. Hierbei gibt es keine nennenswerten Unterschiede zwischen Altersgruppen und Geschlecht. Ein Drittel der Befragten sehen hingegen keine Zukunft für gedruckte Regionalzeitungen.

45 Prozent der Leser von regionalen Tageszeitungen lesen „oft“ bis „immer“ das Wochenblatt oder Lokalblatt, das kostenlos im Briefkasten oder Hauseingang liegt. 34 Prozent derjenigen, die keine regionalen Tageszeitungen lesen, geben an, manchmal Wochenblätter zu konsumieren.

Alle Studienergebnisse können kostenfrei im Appinio-Dashboard nach Anmeldung eingesehen werden.

Künstliche Intelligenz im Journalismus & mit Appinio vergünstigt auf die Medienkonferenz Scoopcamp


Immer häufiger hört man von Roboterjournalismus. Medienhäuser setzen Künstliche Intelligenz ein, um mithilfe von Algorithmen Beiträge zu verfassen. Besonders einfach gelingt das bereits bei faktenbasierten Texten wie Börsenkursen oder Sportergebnissen. Redakteure werden für das Verfassen solcher News nicht mehr benötigt.

Der Media Innovation Report von nextMedia.Hamburg hat in einer Umfrage unter 1.000 Internetnutzern herausgefunden, dass sich 63 Prozent vorstellen können, automatisch generierte Kurzmeldungen wie Wetterberichte (63 Prozent) und Verkehrsnachrichten (51 Prozent) zu konsumieren. KI-generierte Musik zu hören, kommt für 34 Prozent in Frage, ein KI-generiertes Buch zu lesen, ist für 30 Prozent vorstellbar. Skeptischer sind die Befragten dagegen bei politischen Berichten, die automatisch erstellt wurden. Nur 13 Prozent würden derartige Nachrichten konsumieren wollen.

Mit der Automatisierung kommt allerdings ein Glaubwürdigkeitsproblem: Während 43 Prozent KI-Nachrichten allgemein für glaubwürdig halten, hegen 57 Prozent Zweifel. Vielleicht auch ein Grund dafür, dass sich 77 Prozent der Befragten dafür aussprechen, dass Medien durch KI-Anwendungen generierte Texte im Internet kennzeichnen sollten.

Logo-scoopcampUm die Zukunft von Medien und Journalismus geht es auf dem diesjährigen Scoopcamp, einer Innovationskonferenz für Medien, die nextMedia.Hamburg in Kooperation mit der dpa umsetzt. Am 25. September 2019 in Hamburg diskutieren nationale und internationale Journalisten, Innovatoren und Mediapreneure in der Hamburger Speicherstadt über Themen an der Schnittstelle von Redaktion, Programmierung und Produktentwicklung.

Keynote-Speaker sind unter anderem der Norweger Helge Birkelund, Sports Director bei Amedia. Er erzählt, wie sich Amedia von einem traditionellen Printmedium zum Top-Broadcaster im Bereich Sport entwickelte. Der Pulitzer-Preisträger Alan Rusbridger, spricht zum Thema Fake News und wie Medien das Vertrauen der Medien wiedergewinnen und gesündere Demokratien aufbauen können. Er war langjähriger Chefredakteur und Herausgeber von The Guardian und leitet heute das College Lady Margaret Hall der University of Oxford. Speaker zum Thema Visual Storytelling sind die Experten Shazna Nessa von The Wall Street Journal und Jeremy Caplan von der City University of New York. 

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