Movember in Deutschland - die Mehrheit ist nicht ausreichend informiert

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Repräsentative Umfrage zur Sichtbarkeit der Spendenaktion "Movember" für Krankheiten und Gesundheitsprobleme, von denen mehrheitlich Männer betroffen sind. 

 

Die in Australien gegründete Spendenaktion “Movember” ruft Männer jährlich dazu auf, sich im November einen Schnurrbart (“Mo” kurz für englisch “Moustache”) wachsen zu lassen, um für die Erforschung und Vorbeugung von Prostatakrebs und anderen Gesundheitsproblemen von Männern Gelder zu sammeln. In Deutschland ist Prostatakrebs die am häufigsten diagnostizierte Krebserkrankung bei Männern - und die dritthäufigste Todesursache.

12.000 Männer sterben jährlich an Prostatakrebs. Doch wie bekannt ist die Spendenaktion “Movember” in Deutschland? Sind deutsche Männer ausreichend über die Risikofaktoren von Prostatakrebs aufgeklärt und wird allgemein ausreichend über Gesundheitsprobleme informiert, von denen hauptsächlich Männer betroffen sind? Nachdem die Appinio-Studie über den Brustkrebsmonat Oktober gezeigt hat, dass nach wie vor große Lücken in der Aufklärung über die häufigste Krebserkrankung von Frauen bestehen, hat Appinio nun im “Movember” eine repräsentative Umfrage mit 1021 deutschen Männern und Frauen im Alter von 16 bis 44 Jahren zu ihrem Wissen über die häufigste Krebserkrankung von Männern durchgeführt. Hier die wichtigsten Studienergebnisse:

 

Hauptzielgruppe nicht erreicht

70 Prozent der Männer und 76 Prozent der Frauen sagen, dass sie noch nie von dem Ausdruck “Movember” gehört haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass man den Begriff zuordnen kann, sinkt zudem mit dem Alter. Haben bei den 16- bis 34-jährigen Männern schon 31 Prozent vom Movember gehört, sind es bei den 35- bis 44-Jährigen nur 20 Prozent, denen die Bewegung, die über Prostatakrebs, Depression, Suizidgefahr und viele weiter Gesundheitsprobleme aufklären soll, bekannt ist. Dabei sollte das Ziel vor allem auch sein Männer mittleren Alters zu erreichen, da das Risiko an Prostatakrebs zu erkranken unter anderem mit dem Alter steigt.

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Teilnahme sehr gering

Nur 3 Prozent der Männer sagen, dass sie selbst am Movember oder an Movember-Veranstaltungen teilnehmen, und nur 12 Prozent der Männer kennen jemanden in ihrem Umfeld, der teilnimmt. Unter den Teilnehmern sind vor allem Männer im Alter von 18 bis 34 Jahren, die sich vermutlich auch am meisten vom Movember auf Social-Media-Kanälen angesprochen fühlen. Dabei gibt jeder Vierte (Männer und Frauen) an, jemanden zu kennen, der von Prostatakrebs betroffen ist oder war.

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Risikofaktoren unterschätzt

Ein großes Problem bei der Behandlung und Vorbeugung von Prostatakrebs ist, dass die Ursachen für die Erkrankung bisher weitgehend unbekannt sind. Trotzdem gibt es einige bewiesene Risikofaktoren, über die jedoch weniger als die Hälfte der Deutschen aufgeklärt sind. Nur 50 Prozent der Männer wissen beispielsweise, dass eine vorhandene Familiengeschichte das Risiko einer Erkrankung deutlich steigern kann. Tatsächlich haben Männer, deren Vater oder Bruder an Prostatakrebs erkrankt ist, ein verdoppeltes Erkrankungsrisiko. Außerdem wissen nur die Hälfte der Befragten, dass Rauchen (52%) ein Risikofaktor ist, und nur ein Drittel schätzen Alkoholkonsum (39%) und schlechte Ernährung (35%) richtig als Risikofaktoren ein. Auch von der Tatsache, dass die Wahrscheinlichkeit einer Prostatakrebs-Diagnose mit dem Alter des Patienten steigt, wissen nur 50 Prozent der Bevölkerung.

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Große Mehrheit von Aufklärung über Risiken enttäuscht

Insgesamt schätzen nur 23 Prozent der Männer und 17 Prozent der Frauen ihr Wissen über Prostatakrebs als ausreichend ein. Generell finden 74 Prozent der Befragten, dass in Deutschland nicht ausreichend über Krankheiten informiert wird, von denen mehrheitlich Männer betroffen sind..

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Hier nochmal die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst in der Appinio-Infografik:

movember

 

 

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