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Corona-Studie: Restaurants werden trotz Pandemie weiter besucht
Veröffentlichung: 28. Oktober 2020

Aktuell steigt die Anzahl der mit Corona-Infizierten Deutschen fast tagtäglich - Kontakte werden wieder beschränkt, eine Sperrstunde eingeführt. Trotz der dringenden Empfehlung, die sozialen Kontakte wieder auf ein Minimum zu reduzieren, saß ein Viertel der Deutschen in den letzten sieben Tagen in einem Restaurant, um zu essen oder zu trinken. Dies hat das Marktforschungsinstitut Appinio bei einer repräsentativen Befragung von 1.000 Deutsche (nach Alter und Geschlecht) im Rahmen des wöchentlichen Corona Consumer Trackings herausgefunden. 

Fast jeder Zweite unter den 18- bis 24-Jährigen (46 Prozent) und den 25- bis 34-Jährigen (44 Prozent) hat in den letzten sieben Tagen ein Restaurant besucht. Unter den 55- bis 65-Jährigen hat das etwa jeder Vierte (26 Prozent). Von den insgesamt 38 Prozent, die in der letzten Woche ein Restaurant besucht haben, saßen elf Prozent draußen, während die restlichen 27 Prozent im Inneren Platz genommen haben. 13 Prozent der Befragten haben dagegen von dem Angebot, Essen abzuholen, Gebrauch gemacht. Die restlichen 49 Prozent waren in den vergangenen sieben Tagen weder in einem Restaurant, noch in einem Imbiss oder Lokal.  


 

Trotz bekannter Initiativen werden Restaurants selten mit Gutscheinen unterstützt

Um Restaurants und andere Geschäfte zu unterstützen, sind einige Initiativen für Gutscheine wie z.B. “pay now eat later” entstanden, wovon 57 Prozent der Deutschen mindestens etwas gehört haben. Trotzdem haben nur neun Prozent davon Gebrauch gemacht, während weitere 26 Prozent den Kauf eines Gutscheins noch vorhaben. Am stärksten unterstützt die Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen diese Aktionen: 16 Prozent von ihnen haben bereits Gutscheine für Restaurants oder andere Läden gekauft, 25 Prozent haben es noch vor.


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Die gesamten Studienergebnisse hat Appinio in einem 30-seitigen Report zusammengefasst. Interessierte können den Report zur Studie unter Angabe von Kontaktdaten herunterladen.

Zum Studien-Download

 

Veranstaltungen und Meetings finden online statt

Zwei Drittel (66 Prozent) der Befragten wollten in den letzten Monaten eine Veranstaltung besuchen. 39 Prozent von ihnen gaben an, dass ihre beruflichen sowie privaten Veranstaltungen aufgrund der Pandemie entweder abgesagt oder verschoben wurden. Bei mehr als einem Viertel (27 Prozent) hat mindestens eine Veranstaltung online statt persönlich stattgefunden. Besonders in den jüngeren Altersgruppen war der Switch von offline zu online gängig: Bei knapp jedem Zweiten zwischen 18 und 24 Jahren wurde die Veranstaltung digital umgesetzt - ebenso bei 34 Prozent der 25- bis 34-Jährigen.

Diese standen größtenteils im beruflichen Kontext: Von den Befragten, die an einer online Alternative teilgenommen haben, haben 63 Prozent an einem beruflichen Meeting, 40 Prozent an Kursen und Weiterbildungen und 26 Prozent online an Messen oder Tagungen teilgenommen. Diese sind gut angekommen: Der Großteil der Befragten kann sich vorstellen, auch nach Corona an beruflichen Meetings und Events online teilzunehmen.


 

Weitere Entwicklungen im Leben mit der Pandemie

Die Sorge der Deutschen steigt: Am stärksten im Vergleich zur Vorwoche ist die Angst vor der eigenen Isolation/Quarantäne gestiegen (plus sechs Prozentpunkte) und liegt jetzt bei 29 Prozent. Zudem ist innerhalb der letzten zwei Wochen die Sorge aufgrund einer möglichen Massenpanik um vier Prozentpunkte gestiegen (29 Prozent) – ebenso hat fast jeder Dritte (29 Prozent) Sorge um die Isolation seiner Freunde und Familie.

Die Maßnahmen, um Ansteckungen zu verringern, sind überwiegend gleichgeblieben – bis auf eine Ausnahme: es wird wieder besonders auf Risikogruppen geachtet. Im Vergleich zur Vorwoche gibt es ein Plus von sechs Prozentpunkten, die angaben, die gefährdeten Gruppen wieder verstärkt zu meiden (46 Prozent). Im Vergleich zur Vorwoche ist der Anteil der Arbeitnehmer, die von zu Hause arbeiten, um fünf Prozent gesunken (29 Prozent vs. 34 Prozent). Dagegen ist die Zahl der Personen, die in ihrer Freizeit verstärkt zuhause bleiben, um drei Prozentpunkte auf 69 Prozent angestiegen.

 

Die am häufigsten gekauften Non-Food-Artikel seit der Krise bleiben beliebt: Vier der Top 5 Produkte (Mundschutz, Einweghandschuhe, Seife sowie Desinfektionsmittel) wurden in dieser Woche mehr gekauft als vorher. 

Auf Platz 5 sind in dieser Woche Taschentücher (18 Prozent), die in dieser Woche häufiger gekauft wurden als Toilettenpapier.

 

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