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Hart aber fair: Scheitern Schulen an Corona?
Veröffentlichung: 27. Mai 2020

Am Montag, den 25. Mai 2020 wurde in der ARD-Sendung “hart aber fair” das Thema “Scheitern Schulen an Corona?” diskutiert. Unter anderem kam Digital-Expertin Verena Pausder zu Wort, um rund um das Thema Homeschooling in Zeiten der Corona-Pandemie ihre Einschätzung zu geben. Doch was denken die Deutschen rund um das Thema “Digitalisierung der Schulen” - sind die deutschen Schulen eine gute Vorbereitung auf die digitale Gesellschaft und wie wichtig ist der erlernte Stoff ganz generell?

 

Im Vorfeld der Sendung hat Appinio 2.000 Personen zwischen 16 und 69, deren Alters- und Geschlechtsverteilung die Verteilung in der deutschen Bevölkerung widerspiegelt, zum Thema “Schulen in Deutschland” befragt - lesen Sie im folgenden Beitrag die Ergebnisse dieser Studie.

 

Coronakrise - eine Chance für die digitale Ausstattung von Schulen

72 % der Deutschen denken, dass sich durch die Coronakrise die digitale Ausstattung deutscher Schulen auf jeden Fall (19 %) oder ein wenig (53 %) verbessern wird. Nur 22 % gaben an, dass die Krise nichts verändern würde.

Digitale Ausstattung Coronakrise

Mehr Geld für die Digitalisierung

Bei der Frage, ob Deutschland mehr für die digitale Ausstattung ihrer Schulen ausgeben solle, ist Deutschland sich einig: Ganze 81 % der Befragten gaben an, dass dies notwendig sei. Nur 10 % der Deutschen gaben an, dass bereits genügend Geld investiert würde - der Rest hat dazu keine klare Meinung.

 

Lehrkräfte digital kompetent?

Generationen, die digital aufgewachsen sind, kommen erst langsam als Lehrkräfte in deutschen Schulen an. Dies zeigt sich auch in der Meinung der Deutschen, was die digitale Kompetenz der Lehrkräfte betrifft. 60 % der Deutschen geben an, dass die heutigen Lehrkräfte über wenig (44 %) bis keine (16 %) Kompetenz im Fernunterricht via PC oder Tablet verfügen. Nur jeder Vierte stimmt mit “eher ja” für die Kompetenz der Lehrkräfte, nur neun Prozent der Deutschen stimmen mit einem klaren Ja ab.

Digitale Kompetenz

Ausstattung für Homeschooling

Sind Deutschlands Schulen denn überhaupt ausreichend ausgestattet, um Homeschooling zu ermöglichen? Auf diese Fragen antworten nur 7 % der Deutschen mit einem klaren Ja - dazu gehören auch 15 % der 16 - 17-Jährigen. 17 % bestätigen mit “eher ja”, dass Homeschooling möglich sei - hier sind es immerhin schon 27 % der 16 - 17-Jährigen sowie 23 % der 18 - 24-jährigen. Dem gegenüber stehen 68 % der 18 - 24-Jährigen sowie 48 % der 16 - 17-Jährigen, die mit “eher nein” oder “nein” auf diese Frage reagieren.

 

Und so denken Deutschlands Schüler

Nur 10 % der deutschen Schüler zwischen 16 und 19 Jahren geben an, dass die Schulen hinreichend ausgestattet sind, um Homeschooling zu ermöglichen. Zusammen mit den 27 %, die für “eher ja” stimmen, kommen Deutschlands Schulen auf nur 37 % Schüler, die momentan zufrieden mit der Homeschooling-Situation scheinen - dagegen stehen 59 % (40 % stimmen für “eher nein” sowie 19 % für “nein”) der Schüler.

 

Schule des Lebens - wie gut werden unsere Kinder vorbereitet?

Fünf Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass die Schulen Kinder sehr gut auf die spätere Lebensrealität vorbereiten - 28 % stimmen dem eher zu. Damit glaubt nur jeder dritte Deutsche daran, dass die klassische Schulbildung auf die “Schule des Lebens” vorbereitet. Ein weiteres Drittel der Deutschen (35 %) kann zu der Thematik nichts sagen, bspw. weil die Kinder zu jung oder keine vorhanden sind, und hält sich mit “weder noch/kann ich nicht sagen” aus der Meinungsbildung heraus. Das verbliebene Drittel der Deutschen stimmt mit fünf Prozent für “sehr schlecht”, während 27 % der Meinung sind, dass Schulen Kinder “eher schlecht” vorbereiten.

 

Relevanter Schulstoff für das Leben

Auch bei der Frage, wie relevant der erlernte Schulstoff für das spätere Leben sei, spaltet sich Deutschland in drei Lager. Immerhin 41 % halten den Stoff für “sehr relevant” (8 %) sowie “eher relevant” (33 %). 31 % halten sich bei der Thematik raus während 29 % der Befragten angaben, dass der Schulstoff “eher nicht relevant” (26 %) oder sogar “überhaupt nicht relevant” (3 %) sei. Bei Eltern mit schulpflichtigen Kindern schneidet der Schulstoff generell besser ab, als bei Menschen ohne Kinder: 49 % der Eltern mit Kindern in der Grundschule finden den Schulstoff “eher gut” oder “sehr gut”, bei Eltern mit Kindern auf weiterführenden Schulen sind es 39 %. Dem gegenüber stehen 24 % der Eltern mit Kindern, die noch zu jung für die Schule sind, die den Schulstoff für “eher schlecht” (22 %) oder sogar “schlecht” (2 %) halten. 37 % der Deutschen ohne Kinder finden dies ebenfalls, ebenso wie 27 % der Eltern, deren Kinder bereits aus der Schule raus sind.

Lebensrealität

Vorbereitet auf die Arbeitswelt?

Bei der Frage, ob der erlernte Schulstoff relevant für die spätere Arbeitswelt sei, teilt sich die Meinung in Altersgruppen auf. Junge Menschen zwischen 16 und 24 gaben größtenteils an, dass der Schulstoff eher oder überhaupt nicht relevant für das Arbeitsleben sei. Ein Großteil der 25- bis 69-Jährigen entscheidet sich dagegen für eher oder sehr relevant, wobei die Altersgruppe der 55 - 69-Jährigen mit 48 % überwiegt. Ein gutes Drittel der jeweiligen befragten Altersgruppen gaben jedoch an, die Frage nicht beantworten zu können (“weder noch/kann ich nicht sagen”).

 

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Titelbild: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), Hart aber fair - 2019-03-18-6636, CC BY-SA 4.0

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