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Appinio-Studie: Mehrheit denkt, Smartphones machen abhängig, dennoch steigt die Nutzung Veröffentlichung: 6. Mai 2021

Über ein Jahr ist es nun her, als das Coronavirus Deutschland erreichte. Seitdem hat sich vieles grundlegend verändert, beinahe alle Bereiche unseres Alltags wurden auf den Kopf gestellt. Während viele Menschen (zwangsläufig) mehr Zeit daheim verbringen, erhöht sich damit auch die Zeit, die wir mit elektronischen Geräten wie Smartphone, TV oder Laptop verbringen. Ist das Smartphone durch oder trotz Corona zu unserem treuesten Begleiter geworden? Wie bewerten Menschen die Zeit, die sie mit elektronischen Geräten und an (Touch-)Displays verbringen? Das Marktforschungsinstitut Appinio hat im wöchentlich erscheinenden Corona-Report 1.000 Menschen repräsentativ (nach Alter und Geschlecht) zur täglichen Nutzung von Smartphone, TV und Computer befragt und festgestellt: Viele wollen weniger auf Displays starren. Ein möglicher Grund: Viele fürchten um gesundheitliche Folgen durch vermehrte Handynutzung.

 

Menschen hängen öfter am Handy, Fernseher und Laptop

 

Elektronische Geräte sind aus unseren Alltag gar nicht mehr wegzudenken. Das verrät auch ein Blick auf die Studie: So sagen 58 Prozent, dass ihre Handynutzung seit Beginn der Pandemie (stark) zugenommen hat. Auch sagen vier von zehn Menschen (43 bzw. 44 Prozent), dass sie öfter Fernsehen schauen bzw. Zeit am Laptop oder Computer verbringen. Spannend ist vor allem der Unterschied zwischen den Generationen: Je jünger die befragte Person, desto mehr Zeit wurde seit Beginn der Pandemie am Handy verbracht. Während in der Gruppe der 16- bis 24-Jährigen drei Viertel (75 Prozent) öfters am Smartphone hantierten, sind es bei den 55- bis 65-Jährigen fast nur die Hälfte (39 Prozent). Das lässt sich auch bei der Computernutzung beobachten: 65 Prozent der 16- bis 24-Jährigen verbrachten mehr Zeit am Rechner, in der Altersgruppe der 55- bis 65-Jährigen sind es lediglich drei von zehn Menschen (32 Prozent).
Auf der anderen Seite behauptet lediglich eine Minderheit (sechs Prozent) von sich, weniger Zeit am Handy zu verbringen. Beim Computer bzw. Laptop sind es immerhin neun Prozent. Hingegen sagen 13 Prozent, seit Ausbruch der Pandemie weniger Fernsehen zu schauen.

 

 

 

Mehr Screentime, mehr Spaß?

Doch wie bewerten Befragte diese Veränderung? Ein Blick auf die Statistik zeigt ein zwiespältiges Meinungsbild bei den Befragten, die elektronische Geräte seit Pandemiebeginn öfter nutzen: Ein Drittel (31 Prozent) bewertet das veränderte Nutzungsverhalten für ihre elektronischen Lieblinge weder positive noch negativ. Bei den 55- bis 65-Jährigen hat diese Meinung sogar eine knappe Mehrheit (57 Prozent). Allerdings schätzt die Hälfte der Befragten (48 Prozent) die erhöhten Zeiten eher negativ ein. Lediglich 21 Prozent sehen die vermehrte Handynutzung (eher) als positiv.

Der Blick auf die Altersgruppen legt nahe, dass jüngere Menschen ihre eigene Nutzungsdauer kritischer sehen als Ältere: Während 59 Prozent der 16- bis 24-Jährigen (eher) negativ über ihre erhöhte Screentime denken und sich kritischer damit auseinandersetzen, sind es z.B. bei den 45- bis 54-Jährigen lediglich 37 Prozent.

 

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Die gesamten Studienergebnisse hat Appinio in einem 30-seitigen Report zusammengefasst. Interessierte können den Report zur Studie unter Angabe von Kontaktdaten herunterladen.

Zum Studien-Download


Sucht-Bewusstsein vs. Display-Durst

Beim Blick auf die Antworten der Studie wirkt die Handy-Nutzung ziemlich paradox: Während acht von zehn Menschen (83 Prozent) der Meinung sind, dass Smartphones abhängig machen können, haben es ähnlich viele Befragte (79 Prozent) ständig in der Nähe. Das deckt sich mit der Aussage, dass lediglich bei einer von zehn Personen (neun bzw. zehn Prozent) der erste Blick nach dem Aufwachen bzw. der letzte Blick vorm Einschlafen nicht direkt aufs Smartphone geht.

 

 

 

Vorsatz im Jahr 2021: Öfters mal nicht aufs Smartphone schauen

Die Hälfte der Deutschen (48 bzw. 50 Prozent) ist davon überzeugt, dass eine vermehrte Smartphone-Nutzung negative Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit hat. Wie steht es also um das Bewusstsein zum eigenen Nutzungsverhalten? Jeder zweite Befragte (56 Prozent) will nicht darüber nachdenken und nutzt das Handy nach Belieben. Doch vier von zehn Befragte (39 Prozent) haben sich vorgenommen, das Smartphone weniger zu nutzen. Dieser Vorsatz gilt vor allem bei jüngeren Menschen, denn jeder Zweite aus den Altersgruppen der 16- bis 24-Jährigen und der 25- bis 34-Jährigen möchte das Smartphone weniger nutzen.

Fazit - Screentime nimmt zu und wird als Problem erkannt

Die Mehrheit der Deutschen nutzt seit Beginn der Corona-Pandemie elektronische Geräte wie Smartphones, Laptops und TV mehr als vorher. Vor allem jüngere Menschen sammeln mehr Screentime mit Handy, Computer und Co. Obwohl acht von zehn Befragten der Meinung sind, dass Smartphones süchtig machen können, haben ähnlich viele ihr Smartphone ständig bei sich. Auch geht bei den Großteil der Befragten der erste bzw. letzte Blick nach dem Aufwachen bzw. vor dem Einschlafen aufs Handy. Viele bewerten die eigene Smartphone-Nutzungsdauer als neutral, andere wollen in Zukunft weniger aufs Handy schauen - auch weil sie negative Folgen für die physische und mentale Gesundheit befürchten.

 

Welchen Einfluss hat die Corona-Pandemie auf das Leben der Menschen in Deutschland? Erfahren Sie mehr in unserem wöchentlichen Corona-Report und tauchen Sie noch tiefer in die Ergebnisse unseres Dashboards ein! Hier geht's lang:

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