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Neue Corona-Regeln - So hoch ist die Akzeptanz
Veröffentlichung: 2. Dezember 2020

Appinio Corona Studie_zwei Frauen mit Maske mit Weihnachstgeschenken

Die seit dem 01. Dezember 2020 für die meisten Bundesländer geltenden neuen Corona-Regeln wurden in der vergangenen Woche viel diskutiert. Ob strengere Kontaktbeschränkungen, Feuerwerk an Silvester oder die gesonderten Regelungen für die Weihnachtsfeiertage - die Meinungen dazu gehen zum Teil weit auseinander. Das Marktforschungsinstitut Appinio hat deshalb im Rahmen des wöchentlich erscheinenden Corona Consumer Reports eine repräsentative Umfrage mit 1.000 Deutschen durchgeführt, um die tatsächliche Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung festzustellen. 

Großteil der Deutschen hat Verständnis

Grundsätzlich sind die meisten Maßnahmen aus Sicht des Großteils der Befragten nachvollziehbar. Dies gilt bspw. für die Verschärfung der Kontaktregeln von zehn auf fünf Personen, die 69 Prozent der Bevölkerung als (eher bis absolut) nachvollziehbar bewerten. Lediglich 31 Prozent der Befragten kann die Entscheidung (eher bis absolut) nicht nachvollziehen.

Fast identische Werte beim Thema Feuerwerksverbot: 70 Prozent der Bevölkerung finden es (eher bis absolut) nachvollziehbar,  dass es an Silvester auf öffentlichen Plätzen kein Feuerwerk geben darf. 30 Prozent können dies nicht nachvollziehen - besonders in der jüngere Generation stoßen die Regeln eher nicht auf Zustimmung. Ganze 39 Prozent der 18- bis 24-Jährigen können die Silvester-Regeln nicht nachvollziehen.

 

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Die gesamten Studienergebnisse hat Appinio in einem 30-seitigen Report zusammengefasst. Interessierte können den Report zur Studie unter Angabe von Kontaktdaten herunterladen.

Zum Studien-Download

Bei den Einschränkungen für die Gastronomie herrscht große Unstimmigkeit

Die Maßnahmen rund um die Restaurants und Gastro-Betriebe bleiben ein emotionales Thema und werden nach wie vor heiß diskutiert - angesichts der Ergebnisse aus der Appinio-Befragung ist dies aber auch kein Wunder: 50 Prozent können die Regelungen nachvollziehen, 50 Prozent wiederum nicht. 

Auch die Entscheidungen,  Sporteinrichtungen wie Fitnessstudios sowie Kulturstätten wie Theater oder Museen zu schließen bzw. geschlossen zu lassen, spalten die Deutschen. Jeder Dritte (35 Prozent) kann die geschlossenen Fitnessstudios nicht nachvollziehen. 40 Prozent finden weiterhin geschlossene Museen nicht nachvollziehbar.

 

 

Corona Regeln an Weihnachten

68 Prozent finden die Entscheidung, eine Beschränkung an den Feiertagen auf eine maximale Personenzahl von zehn auszusprechen, nachvollziehbar. Nur etwa 32 Prozent sehen das anders. Ähnliches gilt für die Vorverlegung der Weihnachtsferien auf den 19.12.2020. Auch bei dieser Frage können etwa 64 Prozent der Befragten die Maßnahme  (eher bis absolut) nachvollziehen.

 

Lockerungen zu Weihnachten und Silvester

Lockerungen über die Festtage finden 60 Prozent der Deutschen “eher” bis “voll und ganz angemessen”. Vor allem Männer sagen mit acht Prozentpunkten häufiger als die weibliche Bevölkerung (69 Prozent vs. 61 Prozent), dass sie die Lockerungen angemessen finden.
Besonders Familien mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren im Haushalt stimmen dem zu (65 Prozent) - bei Befragten, die in einem kinderlosen Haushalt leben, waren es dagegen nur 55 Prozent. 

 

 

Finden die besinnlichen Tage wie immer statt?

Während 35 Prozent der Befragten noch gar keine Planung für die Festtage begonnen haben, müssen zwölf Prozent aufgrund der Regelungen neu planen, da sie nicht wie ursprünglich gedacht feiern können. Für den Großteil der Bevölkerung (53 Prozent) ändert sich allerdings nichts - sie planen die Feiertage ohnehin nicht mit mehr als 10 Personen.  

 

Allgemeine Corona-Lage und Impfbereitschaft

82 Prozent der Deutschen schätzen die aktuelle Pandemie als “eher ernst” bis “sehr ernst” ein. Hier sind sich auch alle Altersgruppen einig.

Bei der Impfbereitschaft hat sich im Vergleich zur letzten Erhebung vor rund 14 Tagen wenig verändert: Noch immer sind 55 Prozent der Deutschen dazu bereit, sich sofort impfen zu lassen, wenn der Impfstoff im Laufe des kommenden Jahres zur Verfügung steht. Auch gilt weiterhin: Je älter die Befragten desto eher würden sie sich impfen lassen. Von den 45 Prozent, die sich “eher nicht” bis “absolut nicht wahrscheinlich” impfen lassen, gibt der Großteil von 68 Prozent an, Sorge aufgrund der Sicherheit, bspw. wegen Spätfolgen, zu haben.

 

Weitere Entwicklungen im Leben mit Corona

Nach einem Tiefpunkt im Juli (18. Welle) ist die Sorge um die eigene Gesundheit in Bezug auf das Coronavirus zumeist stetig gestiegen. Während Mitte Juli 28 Prozent (sehr) besorgt waren, sind es jetzt 40 Prozent (plus 12 Prozentpunkte). Dies sind drei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche.

Die Sorge vor einer eigenen Isolation oder Quarantäne ist im Vergleich zur Vorwoche um vier Prozentpunkte auf 25 Prozent angestiegen, während fast alle anderen Sorgen gesunken sind. Vor allem die Sorge um eine schlechte Versorgung im Krankheitsfall, unabhängig von Corona, ist um vier Prozentpunkte auf 30 Prozent gesunken.

Bei den Non-Food Produkten konnten sowohl Seife, als auch Taschentücher im Vergleich zur Vorwoche jeweils vier Prozentpunkte dazugewinnen. Auf den Plätzen der mehr gekauften Non-Food Produkte sind diese beiden Kategorien neben dem Mund-und-Nasenschutz, Desinfektionsmitteln sowie Einweghandschuhen auf Platz vier (Seife, 30 Prozent) und fünf (Taschentücher, 21 Prozent) zu finden.

 

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