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Corona-Studie: So denkt Ost- und Westdeutschland über die Pandemie
Veröffentlichung: 30. September 2020

Appinio Corona Studie Ostdeutschland Westdeutschland

Der Tag der Deutschen Einheit steht kurz bevor - ein guter Grund, um die ost- und westdeutsche Bevölkerung nach ihren Meinungen zur Corona-Pandemie zu befragen. Im aktuellen Corona Consumer Report Nr. 28 geht Appinio den folgenden Fragen auf den Grund: Wie zufrieden ist Deutschland mit der Arbeit der Bundesregierung? Wie steht die Bevölkerung zu den Anti-Corona- Demonstrationen? Und glauben sie, dass geheime Mächte für die Pandemie verantwortlich sind? Alle Ergebnisse finden sich in der bevölkerungsrepräsentativen Befragung (1.000 Personen, nach Alter und Geschlecht quotiert) im Rahmen des wöchentlichen Corona Consumer Reports des Hamburger Marktforschungsunternehmens Appinio.

 

Etwas mehr als die Hälfte der Deutschen zufrieden mit der Bundesregierung

Die Gesamtbevölkerung gibt zurzeit zu 57 Prozent an, mit der Bundesregierung eher bis voll und ganz zufrieden zu sein. Außerdem gaben 51 Prozent an, das Gefühl zu haben, die Bundesregierung hätte im Bezug auf Corona alles im Griff. Wirft man einen Blick auf die Ost-West-Verteilung (wobei Berlin mit zu Ostdeutschland gezählt wurde) gaben 30 Prozent der Westdeutschen an, eher zufrieden mit der Bundesregierung zu sein - und 36 Prozent der Ostdeutschen. Und auch auf die Frage, ob man das Gefühl habe, dass die Regierung in Bezug auf Corona alles im Griff hätte, stimmten mehr Ost- als Westdeutsche für eher ja - 42 Prozent der Ost- und 34 Prozent der Westdeutschen.


Anti-Corona-Demonstrationen und Maskenpflicht

Der Großteil der deutschen Bevölkerung ist kein Befürworter der Anti-Corona-Demonstrationen. Auf die Frage, ob man die Demos im Allgemeinen befürworten würde, antworteten 60 Prozent der Westdeutschen und 53 Prozent der Ostdeutschen mit “Nein (überhaupt nicht)”. Ein großer Unterschied lässt sich jedoch in der Einstellung gegenüber der Maskenpflicht erkennen: So gaben weniger als die Hälfte der Ostdeutschen (46 Prozent) und 60 Prozent der Westdeutschen an, dass sie die anhaltende Maskenpflicht, z.B. im Supermarkt, weiterhin für (absolut) sinnvoll halten. Jeder vierte Ostdeutsche und jeder fünfte Westdeutsche geht davon aus, dass die Pandemie schlimmer dargestellt wird als sie wirklich ist. Sollte ein regionaler Lockdown notwendig sein, befürworten 35 Prozent der Westdeutschen und 30 Prozent der Ostdeutschen diese Entscheidung.

 

 

Zu harte Einschränkungen?

Auch in Bezug auf die Frage, wie die allgemeinen Einschränkungen rund um COVID-19 empfunden werden, gehen die Meinungen in Ost- und Westdeutschland auseinander. Obwohl in beiden Teilen Deutschlands jeweils knapp 50 Prozent angaben, dass diese genau richtig seien, empfindet in Ostdeutschland ein weit größerer Teil die Anti-Corona-Maßnahmen als übertrieben. So gaben 38 Prozent der Bevölkerung aus dem Osten an, diese als (viel) zu viel zu empfinden und nur 28 Prozent aus dem Westen. Im Gegensatz dazu hielten 15 Prozent der Ost- und 26 Prozent der Westdeutschen die Einschränkungen für (viel) zu wenig.


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Die gesamten Studienergebnisse hat Appinio in einem 30-seitigen Report zusammengefasst. Interessierte können den Report zur Studie unter Angabe von Kontaktdaten herunterladen.

Zum Studien-Download

Geheime Mächte hinter Pandemie und Impfbereitschaft

Auf die Frage, ob man glauben würde, dass geheime Mächte für die Corona-Pandemie verantwortlich seien, tendiert der Osten eher dazu, diese zu bejahen. So gaben 37 Prozent der Befragten aus Ostdeutschland an, dass geheime Mächte hinter der Pandemie stecken könnten, während es in Westdeutschland 27 Prozent vermuten. 

Bei der Frage nach der Impfbereitschaft ist sich Deutschland dagegen einig: Über 60 Prozent würden sich wahrscheinlich impfen lassen, sobald es eine Impfung gegen COVID-19 gäbe. So gaben 24 Prozent der Westdeutschen an, sich sogar “sehr wahrscheinlich” impfen zu lassen, während 17 Prozent der Ostdeutschen dies angaben.

 

Ein Viertel der Deutschen identifiziert sich weder mit Ost noch mit West

Im Westen lebende Menschen identifizieren sich eher mit ihrem Wohnort: Etwa zwei Drittel (64 Prozent) gaben an, sich eher mit Westdeutschland zu identifizieren, obwohl ganze 79 Prozent in Westdeutschland geboren wurden. Etwas mehr als die Hälfte der Ostdeutschen identifiziert sich mit dem ehemaligen Osten, obwohl 70 Prozent angeben, im Osten geboren worden zu sein. Ein großer Anteil der Deutschen identifiziert sich jedoch weder mit dem Osten, noch dem Westen: 28 Prozent der Westdeutschen und 23 Prozent der Ostendeutschen gaben an, dass sie sich mit keinem von beiden identifizieren würden.

 

Sonstige Entwicklungen im Leben mit Corona

Mineralwasser ist das derzeit am stärksten mehr gekaufte Produkt, das erste Mal seit Beginn unserer Erhebung sogar stärker als Obst und Gemüse. Auch bei den Produkten, die derzeit viel weniger gekauft werden, gibt es einen neuen Platz 1: Möbel haben die Kategorie Alkohol abgelöst. Die Sorge der Deutschen ein vollkommenes Erliegen des öffentlichen Lebens ist, im Vergleich zur Vorwoche, um drei Prozentpunkte auf insgesamt 28 Prozent gestiegen. Die größte Sorge ist jedoch wie seit unserer Erhebung die Angst vor einer Ansteckung von Freunden, Familie und Verwandten. Öffentliche Verkehrsmittel werden wieder alle – bis auf Schiffe/Fähren – als unsicherer wahrgenommen als in der Vorwoche. Die Anzahl derer, die angaben, dass diese Verkehrsmittel unsicherer sind, ist im Schnitt um zwei Prozentpunkte angestiegen. Am stärksten jedoch hat die Unsicherheit bei Scooter Sharing zugenommen vier Prozent mehr als in der Vorwoche gaben dieses Verkehrsmittel als unsicher an.  Sehr konstant ist die Anzahl der Deutschen, die in ihrer Freizeit vermehrt zuhause bleiben – rund 60 Prozent geben dies an. Auch die Anzahl derjenigen, die im Homeoffice arbeiten, liegt seit Wochen relativ konstant bei rund 30 Prozent.

 

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