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Corona-Studie: So verändert COVID-19 den Kauf von Weihnachtsgeschenken
Veröffentlichung: 10. November 2020

Weihnachten 2020 wird anders als sonst. Da sind sich 83 Prozent der Deutschen einig. Doch wie genau wird es aussehen und inwieweit ändert sich das Konsumverhalten der Deutschen? Weihnachtsmärkte werden in den meisten Städten ausfallen - bedeutet das auch, dass Innenstädte leer sein werden und nur online geshoppt wird? Diese und weitere Fragen rund um das Thema Konsumverhalten an Weihnachten werden im 34. Corona Consumer Report des Marktforschungsunternehmens Appinio beantwortet. Dafür werden jede Woche 1.000 Deutsche repräsentativ (quotiert nach Alter und Geschlecht) befragt.

Die Corona-Infektionszahlen steigen und in den meisten Städten Deutschlands steht fest, dass Weihnachtsmärkte abgesagt werden. Die Deutschen finden das vernünftig. 82 Prozent der Befragten halten es für eher bis voll und ganz angemessen, dass Weihnachtsmärkte abgesagt wurden. Und auch bezüglich geplanter Reisen lässt die Mehrheit Vorsicht walten: lediglich acht Prozent gaben an, dass sie die Familie in anderen Teilen Deutschlands genauso häufig besuchen werden wie sonst auch. Im Vergleich dazu dachten im August 2020 noch 29 Prozent, dass sie ihre Familien genauso häufig besuchen werden, wie sonst auch.

Stimmung ist durchwachsen

Die Stimmung der Deutschen ist durchwachsen. 71 Prozent denken, dass Corona einen negativen Einfluss auf das Weihnachtsfest haben wird. 44 Prozent sind derzeit der Meinung, dass sie nicht in Weihnachtsstimmung kommen werden. Dennoch können sich 70 Prozent nicht vorstellen, das Fest alleine zu verbringen.

 

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Die gesamten Studienergebnisse hat Appinio in einem 30-seitigen Report zusammengefasst. Interessierte können den Report zur Studie unter Angabe von Kontaktdaten herunterladen.

Zum Studien-Download

 

Innenstädte und Kaufhäuser sind Verlierer im Weihnachtsgeschäft

Die Krise spiegelt sich nicht nur in der Stimmung, sondern auch im geplanten Konsumverhalten der Deutschen wider. 64 Prozent der Befragten gaben an, in diesem Jahr seltener in Kaufhäuser und Innenstädte gehen zu wollen als in den Vorjahren. Vor allem die Altersgruppen der 55-65-Jährigen und der 35-44-Jährigen planen diese zu meiden: 70 Prozent der 55-65-Jährigen und 69 Prozent der 35-44-Jährigen gaben an, weniger Geschenke in Innenstädten oder Kaufhäusern kaufen zu wollen.

 

 

Vor allem “Last-Minute-Shopper” wollen Geschenke online kaufen

Während Innenstädte und Kaufhäuser dieses Jahr an Weihnachten die Verlierer der Krise zu sein scheinen, sind Onlineshops die Gewinner. 29 Prozent der Deutschen planen mehr Geschenke online zu shoppen, als in den Vorjahren. Ein Split in unterschiedliche Shopping-Typen zeigt: Vor allem “Last-Minute-Shopper”, die alles in der Woche vor Heiligabend kaufen, wollen mehr im Internet kaufen. 43 Prozent von ihnen gaben an, dieses Jahr mehr in Onlineshops kaufen zu wollen als in den Vorjahren. Bei den “Langzeit-Planern”, die in der Regel spätestens im November alle Geschenke gekauft haben wollen, sind es deutlich weniger. Unter ihnen gaben 24 Prozent an, mehr online shoppen zu wollen.

Langfristige Planer können sich eher vorstellen, mehr Geld auszugeben

Sowohl bei den kurzfristigen als auch bei den langfristigen “Shopping-Typen” gaben Befragte eher an, in diesem Jahr weniger Geld für Geschenke auszugeben, als mehr.
Unter den Last-Minute-Shoppern gab jeder Vierte (26 Prozent) an, geringere Ausgaben einzuplanen. Nur 5 Prozent der Last-Minute Shopper können sich höhere Ausgaben vorstellen. Bei den “Langzeit-Planern” will jeder Fünfte (20 Prozent) weniger für seine Weihnachtsgeschenke ausgeben und 10 Prozent planen mehr auszugeben.

 

 

Weitere Entwicklungen im Leben mit Corona

Auch in dieser Woche werden jeden Tag Höchstwerte von neuen Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das zeigt sich vor allem in den Sorgen der Deutschen. 48 Prozent haben Angst davor, dass sich Freunde und Familie mit dem Virus anstecken, 36 Prozent haben Angst, sich selbst anzustecken. In beiden Fällen war der Anteil der Befragten, die sich sorgen, lediglich im April höher. Ähnlich wie auch in den Vorwochen meiden fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) Risikogruppen, um eine Ansteckungsgefahr zu minimieren. Zudem gaben 49 Prozent an, sich eher nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortzubewegen, um Ansteckungsgefahren zu verringern.


Im Konsum von Food-Artikeln bleiben gesunde Lebensmittel an der Spitze der vermehrt gekauften Produkte. Obst (25 Prozent) und Gemüse (22 Prozent) werden nach wie vor am häufigsten mehr gekauft als vor der Krise. Weniger gekauft wurden in dieser Woche vor allem Kleidung und Schuhe (22 Prozent) sowie Alkohol (21 Prozent).

 

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