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Corona-Report zu Solidarität in der Krise: Egoistisch sind nur die anderen Veröffentlichung: 29. März 2021

Das Osterfest steht vor der Tür und Deutschland befindet sich mitten in der dritten Welle der Corona-Pandemie. Währenddessen diskutieren Politik und Öffentlichkeit über die Verschärfung der aktuell herrschenden Maßnahmen, ein paar wenige verlangen oder planen gar Lockerungen. Doch wie steht es um die Wahrnehmung und Selbstdisziplin bezüglich der aktuellen Einschränkungen? Das Marktforschungsinstitut Appinio hat im wöchentlich erscheinenden Corona-Report 1.000 Menschen repräsentativ (nach Alter und Geschlecht) befragt, wie sie die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie einschätzen, inwiefern sie sich selbst daran halten und wie sie auf andere reagieren, bei denen sie eine Missachtung der Regeln beobachten.

 

Großteil befolgt die Regeln, auch wenn viele kaum Sinn darin sehen

60 Prozent der Befragten halten die Maßnahmen der vergangenen Monate für (eher) nicht sinnvoll. Sinnhaftigkeit hin oder her, acht von zehn Menschen behaupten von sich, dass sie sich (eher) konsequent an die geltenden Corona-Maßnahmen halten (82 Prozent). Dabei lässt sich feststellen: Je älter die Befragten, desto konsequenter wird sich an die Regeln gehalten. Unter den 45- bis 54-Jährigen sowie den 55- bis 65- Jährigen hält sich jeder Zweite konsequent daran. Hingegen sind es bei den 25- bis 34-jährigen Befragten fast ein Drittel (28 Prozent), die sich eher nicht an die Maßnahmen halten. Lediglich drei Prozent aller Befragten gaben an, sich gar nicht an die geltenden Corona-Maßnahmen zu halten.

 

 

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Die gesamten Studienergebnisse hat Appinio in einem 30-seitigen Report zusammengefasst. Interessierte können den Report zur Studie unter Angabe von Kontaktdaten herunterladen.

Zum Studien-Download


Eigenes Verhalten wird größtenteils als solidarisch empfunden

Da sich fast jeder an die geltenden Maßnahmen hält, ist es kaum verwunderlich, dass das eigene Verhalten auch positiv eingeschätzt wird: 86 Prozent bezeichnen ihr eigenes Verhalten bezüglich der Corona-Pandemie als (eher) solidarisch, 14 Prozent schätzen es als (eher) egoistisch ein. Ein ähnliches Zeugnis stellen die Befragten ihrem Bekannten- und Verwandtenkreis ein:  85 Prozent sagen, das Verhalten im engen Umfeld sei (eher) solidarisch. Allerdings hatten 44 Prozent der Befragten bereits (ein paar Mal bis häufig) Konflikte mit Personen im engeren Umfeld aufgrund eines unterschiedlichen Umgangs mit der Corona-Pandemie.

Egoisten sind eher die anderen

Das solidarische Selbstbild steht im starken Kontrast zur Einschätzung der Mitmenschen: Hier stuft lediglich jeder Zweite (53 Prozent) das allgemeine Verhalten als (eher) solidarisch ein. Stattdessen vertreten 47 Prozent der Befragten die Meinung, die Menschen in der Umgebung würden sich (eher) egoistisch verhalten. Das passt auch zur Aussage, dass zwei von drei Menschen (68 Prozent) in den letzten sieben Tagen die Missachtung der Corona-Regeln in der Öffentlichkeit (ein paar Mal bis häufig) beobachtet haben. Unter den 25- bis 34-Jährigen sind es sogar 78 Prozent, die ein Fehlverhalten ihrer Mitmenschen registriert haben.

 

 

Nur jeder Zweite spricht Andere auf Missachtung der Regeln an

Auch wenn viele Menschen in den vergangenen Monaten Regelverstöße bei anderen Menschen mitbekommen haben, hat bisher nur jeder Zweite einen Mitmenschen auch aktiv darauf angesprochen (51 Prozent). Während bei den 25-34 Jährigen mehr Menschen auf die Missachtung der geltenden Maßnahmen aufmerksam machen (62 Prozent), herrscht bei den 35- bis 44-Jährigen das genaue Gegenteil – Lediglich 40 Prozent wiesen Andere auf die Missachtung der geltenden Corona-Regeln hin.

 

Zu wenig Abstand, Missachtung der Maskenpflicht

Worum ging es in den Situationen konkret? In den meisten Fällen sprachen die Befragten ihre Mitmenschen an, wenn diese zu wenig Abstand beim Einkaufen, im ÖPNV etc. (40 Prozent) hielten, keine Maske an Orten mit Maskenpflicht trugen (39 Prozent) sowie wenn sich mehr Menschen in einer Gruppe zusammenfanden als zu diesem Zeitpunkt erlaubt war (21 Prozent). Letzteres hat vor allem jeder Dritte in der Gruppe der 25 bis 34-Jährigen beobachtet (29 Prozent), während sich in der Gruppe der 55- bis 65-Jährigen jeder Zweite über zu wenig Abstand beschwerte (52 Prozent).

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