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Leseverhalten der Millennials - eBook kann mit dem klassischen Buch (noch) nicht mithalten

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Repräsentative Studie zum Leseverhalten von Millennials in Deutschland: Sind Bücher noch relevant? Werden digitale Medien attraktiver? Wohin geht der Trend?

Zeitung lesen auf dem Tablet, ein E-Book voller spannender Geschichten und den neusten Klatsch und Tratsch gibt es ganz bequem in der digitalen Ausgabe des Lieblingsmagazins.

Das Angebot an digitalen Medien ist in den letzten Jahren stark gestiegen und gerade bei jungen Menschen sind elektronische Medien nicht mehr wegzudenken. Per Smartphone die News checken oder im sozialen Netzwerk einen Artikel teilen - das ist Alltag. Aber wie sieht es mit nicht-digitalen Medien wie Büchern und Zeitschriften aus? Werden sie von Jugendlichen überhaupt noch genutzt?

In einer repräsentativ angelegten Studie hat Appinio 1245 junge Menschen im Alter von 14 bis 30 Jahren zu ihrem Leseverhalten befragt. 

 

Kinder und Jugendliche haben heutzutage kaum Berührungsängste mit digitalen Medien, da sie in der digitalen Welt aufgewachsen sind. Als Digital Natives beschäftigen sie sich auch in ihrer Freizeit zunehmend mit elektronischen Geräten, weshalb die Vermutung nahe liegt, dass Bücher und Literatur im Allgemeinen einen immer geringeren Stellenwert einnehmen.

Die Ergebnisse der Studie haben gezeigt, dass dies nicht der Fall ist. Entgegen der Vermutung einer überwiegend digital orientierten Jugend, werden klassische Bücher, Zeitungen und Zeitschriften nämlich häufiger als ihre elektronischen Varianten genutzt: 36% der Befragten geben an, am häufigsten Bücher zu lesen. An zweiter und dritter Stelle folgen weitere Print-Medien: Zeitungen stehen mit 18% auf Platz zwei und Zeitschriften mit 16% auf Platz drei der am häufigsten gelesenen Medien. Erst dann folgen digitale Magazine, die E-Journals, mit 11%, E-Books mit 8% und digitale Zeitungen, die E-Papers, mit 7%.

 

Frauen lesen mehr Bücher, Männer greifen zur Zeitung

Im Vergleich der Geschlechter fällt auf, dass Frauen in Sachen Bücherlesen deutlich aktiver sind als Männer. Ganze 51% der befragten Frauen gaben Bücher als das am meisten konsumierte Medium an, während dies nur jeder fünfte männliche Teilnehmer behauptet. Bei den Männern liegen dagegen Zeitungen (27%) als am häufigsten herangezogenes Medium vorn. Wenn auch allgemein seltener, werden die elektronischen Pendants als E-Paper und E-Journal von Männern ebenfalls häufiger konsumiert als von Frauen. Beim eBook liegen wiederum die Frauen vorn.

 

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Auch wenn junge Menschen eine höhere Affinität zu digitalen Medien haben mögen, wirkt sich diese also kaum auf das Leseverhalten aus. Das zeigt auch der Direktvergleich zwischen E-Book Reader, Buch und Hörbuch: Wir wollten von den Teilnehmern nicht nur wissen, was sie am häufigsten lesen, sondern auch welches Medium sie persönlich am besten finden. Dabei hat das Buch mit 77% auf der Seite der Frauen und immerhin 64% auf Seiten der Männer klar gewonnen. E-Books und Hörbücher spielen lediglich eine untergeordnete Rolle, wobei Männer etwas eher von diesen angetan sind als Frauen.

 

Digitaler Wandel mit zunehmendem Alter

Interessant ist aber, dass E-Book Reader mit zunehmendem Alter attraktiver werden. So bevorzugen 17% der 25-30 Jährigen ein E-Book gegenüber klassischen Büchern und Hörbüchern, während es bei den 14-18 Jährigen lediglich 8% sind.

Ein ähnliches Bild liefert der Altersvergleich in Bezug auf die am häufigsten gelesenen Medien: Bei den 14-18 Jährigen werden Bücher zu 47% mit Abstand am meisten gelesen. Je älter die Teilnehmer, desto kleiner ist diese Prozentzahl. In den Altersgruppen 19-24 und 25-30 werden neben Büchern auch andere Medien vermehrt genutzt. So lesen Menschen im Alter von 25-30 neben Büchern vor allem Zeitschriften, Zeitungen und auch elektronische Varianten, die in der Gruppe der 14-18 Jährigen kaum vertreten sind. Die eigentlichen Nutzer der digitalen Medien befinden sich demnach in den höheren Altersgruppen.

 

Wie sieht es mit der Anzahl der gelesenen Bücher aus? Wie viel wird tatsächlich gelesen?

Die meisten Frauen und Männer, nämlich 39% der Befragten, gaben an, im letzten Jahr ein bis drei Bücher gelesen zu haben. Dass es hier noch Luft nach oben gibt, zeigen vor allem die Frauen: 33% von ihnen haben im letzten Jahr vier bis zehn Bücher gelesen und unter den Teilnehmern, die angaben, mehr als zehn Bücher gelesen zu haben, sind 70% ebenfalls weiblich. Männliche Leseratten und Bücherwürmer bleiben aber die Ausnahme: Dafür ist der Anteil der Männer bei den Befragten, die gar kein oder weniger als ein Buch gelesen haben, mit 65% einfach zu groß.

Gemeinsamkeiten gibt es zumindest bei favorisierten Genres. Sowohl Frauen, als auch Männer mögen Krimis und Fantasy am liebsten. Auffällig ist, dass Krimis und Thriller vor allem von den 19-30jährigen bevorzugt werden, während Fantasy mit zunehmendem Alter immer weniger attraktiver wird. Größte Abweichung bei den Genres: die Liebesromane. Frauen lesen genauso gern Liebesromane wie Krimis, Männer ziehen dagegen gerne auch mal ein Fachbuch oder eine Biographie vor.

 

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