Menü   +49 40 413 49 710

Rezeptfreie Medikamente - mehr als 2 Drittel kaufen diese nur in der Apotheke

page-4 (2)

Schaut man in diesen Tagen nach draußen, fallen all die bunten Bäume auf, die sich in den vergangenen Wochen von grün zu rot, orange und braun verfärbt haben. Nun fallen auch die herunter, der Herbst geht langsam aber sicher in den frühen Winter über. Diese Zeit bringt neben langen Herbstspaziergängen vor allem eines mit sich: Die Grippe. Überall hustet und niest es - für viele bleibt der Kauf von rezeptfreien Arzneimittelchen deswegen in diesen Wochen nicht aus, will man doch schnell wieder gesund werden. Doch wo werden eigentlich rezeptfreie Medikamente gekauft, und woher weiß man, welches das richtige bei Fieber und Husten ist oder welche Salbe gegen Gelenkschmerzen hilft? Appinio hat fast 800 Deutsche zu diesem Thema befragt, die im Durchschnitt 26 Jahre alt waren.

 

Appinio-Nutzer vertrauen ihrem Arzt oder Apotheker

Zuerst wollten wir von unseren Usern wissen, wo sie sich eigentlich über rezeptfreie Medikamente informieren, wenn ihnen mal etwas wehtut oder sich eine Erkältung anbahnt. Das Ergebnis ist nicht überraschend: Zu Risiken und Nebenwirkungen befragen die meisten ihren Arzt oder Apotheker (52%). Ein Drittel der Teilnehmer recherchiert außerdem im Internet nach dem passenden Medikament. Die Nutzer gaben an, sich in Foren, Online-Lexika oder auf Gesundheitswebsites zu erkundigen. Ebenfalls ein Drittel vertraut auf persönliche Erfahrungen und holt sich bei Familienmitgliedern oder Freunden Rat. Und auch direkt auf Websites von Medikamentenherstellern informieren sich einige, denn dort sind meist vollständige Beipackzettel zu finden und man kann sich in Ruhe einlesen. Auf Seiten von Online-Apotheken informieren sich 17 Prozent der Teilnehmer, die richtige Apotheke liegt der Internetversion also weit voraus. 

1rezeptfreie-medikamente-mehr-als-2-drittel-kaufen-diese-nur-in-der-apotheke Kopie

 

Auf Preis und Inhaltsstoffe kommt es an

Hat man sich bei der Apotheke um die Ecke, beim Hausarzt oder bei Dr. Google genügend Informationen über ein Arzneimittel eingeholt, muss man sich nur noch für ein bestimmtes Präparat entscheiden. Gerade rezeptfreie Medikamente gibt es wie Sand am Meer, in verschiedenen Verpackungsgrößen und zu unterschiedlichen Preisen. Deswegen haben wir unsere User auch gefragt, was denn eigentlich entscheidend ist beim Kauf eines Medikaments. Die Antwort: Der Preis. Die meisten Nutzer (60%) gaben an, dass vor allem dieser für sie ausschlaggebend ist. Hier waren sich jung und alt einig, in allen Altergruppen liegt der Preis als entscheidener Faktor ganz vorn. Vierzig Prozent der Teilnehmer gaben zudem an, dass die Inhaltsstoffe entscheidend dafür sind, ob ein Medikament im Warenkorb landet oder nicht und 39 Prozent halten es für besonders wichtig, dass die Arznei sofort verfügbar ist. Vor allem bei den über 35-Jährigen scheint die sofortige Verfügbarkeit entscheidend zu sein (47%), den unter 17-jährigen ist das nicht ganz so wichtig (32%). Den jüngeren Teilnehmer ist die Beratung vor Ort wichtig (40%), den über 35-Jährigen etwas weniger (24%). Auf die Marke eines Medikament achten im Schnitt nur 16 Prozent der Befragten und wie gut ein Arzneimittel online bewertet wurde interessiert nur 8 Prozent.  

2rezeptfreie-medikamente-mehr-als-2-drittel-kaufen-diese-nur-in-der-apotheke Kopie

Anscheinend kommt es für viele nicht auf die Marke eines Medikaments an, sondern darauf, was es kostet und was drin ist - es soll ja schließlich helfen. Deswegen fragte Appinio die Teilnehmer auch, ob sie denn gelegentlich Nachahmerprodukte kaufen, also No-Name-Medikamente, die das gleiche versprechen wie das Original. Scheinbar trauen Jüngere wenn sie Medikamente kaufen Nachahmerprodukten nicht so sehr über den Weg, lediglich 27 Prozent der unter 17-Jährigen gaben an, diese gelegentlich oder regelmäßig zu kaufen. Dahingegen setzen ganze 70 Prozent der 35- bis 44-Jährigen auf No-Name-Produkte und 63 Prozent der über 45-Jährigen. Mit dem Alter scheint also das Vertrauen in Arzneimittel zu steigen, die nicht von einer bekannten Marke sind, aber gleich wirken.

 

Die Hausapotheke ist bei vielen gut gefüllt

Wenn dann klar ist, welches Mittelchen am besten gegen aktuelle Beschwerden zu helfen scheint, muss es natürlich noch gekauft werden. Appinio wollte zuvor aber wissen, ob die User eigentlich viele Medikamente zuhause verfügbar haben, oder ob sie für jede neue Packung Tabletten einkaufen gehen müssen. Die Ergebnisse zeigen, dass bei vielen Befragten die Arzneischränkchen zuhause bereits gefüllt sind. Etwa die Häfte (53%) der Befragten gab an, dass rezeptfreie Medikamente immer im Haus vorrätig sind, bei einem Drittel (30%) ist manchmal Arznei vorrätig, manchmal aber auch nicht. Nur 14 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass rezeptfreie Arznei eigentlich nur bei Bedarf gekauft wird und nur ganz wenige (2%) kaufen nie rezeptfreie Medikamente.

3rezeptfreie-medikamente-mehr-als-2-drittel-kaufen-diese-nur-in-der-apotheke Kopie 

Apotheken sind Spitzenreiter

Vielen haben also zuhause schon etwas vorrätig, aber manchmal lässt sich der Gang in Richtung Apotheke nicht vermeiden. Die ist bei unseren Nutzern auch klarer Spitzenreiter wenn es um den Kauf von rezeptfreien Medikamenten geht, mehr als drei Viertel (78%) der Befragten gaben an, Arzneimittel dort zu kaufen. Auf dem zweiten Platz (38%) landen Drogerien und auf dem dritten (24%) das Internet, etwa Online-Apotheken oder andere Gesundheitsshops.

Wer nun denkt, dass vor allem jüngere, internetaffine Nutzer ihre Arznei online kaufen, liegt falsch. Nur etwa 15 Prozent der unter 25-Jährigen gaben an, Medikamente auch mal online zu kaufen. Dahingegen sagte ein Drittel der Befragten über 25 Jahren, Onlineshops auch für Arznei zu nutzen.

4rezeptfreie-medikamente-mehr-als-2-drittel-kaufen-diese-nur-in-der-apotheke Kopie

Und noch ein weiterer Unterschied fällt ins Auge: Zwölf Prozent der unter 17-Jährigen gab an, nie rezeptfreie Arznei zu kaufen, bei den über 35-Jährigen klickte kaum einer diese Antwort an. Das ist nicht unverständlich, denn je älter man wird, desto größer die Chance, dass es doch mal irgendwo wehtut und Tabletten oder Salben der erste Ausweg sind. Während Apotheke und Internet dann für viele die erste Wahl sind, gehen nur wenige in Supermärkte und Reformhäuser, wenn sie ein rezeptfreies Medikament brauchen. Etwa 9 Prozent aller Befragten kaufen unter anderem im Supermarkt Arznei und nur sieben Prozent gehen dafür auch mal ins Reformhaus.

 

Hier nochmal die Studienergebnisse zusammengefasst in der Appinio Infografik: 

rezeptfreie-medikamente-mehr-als-2-drittel-kaufen-diese-nur-in-der-apotheke

 

Diesen Artikel teilen

Appinio auf der Research & Results 2019: Aktionen und Vorträge

Research, Data und Insights – dafür steht die Marktforschungsmesse Research & Results, die am 23. und 24. Oktober 2019 in

Beitrag weiterlesen


Appinio Research   •   29.09.19 09:06
Das verbinden die Deutschen mit Start-ups

Woran denken die Deutschen zwischen 16 und 54 Jahren, wenn sie das Wort „Start-up“ hören? Diese Frage stellte die

Beitrag weiterlesen


Appinio Research   •   27.09.19 12:03
Belohnung für Werbekonsum: 61 % der User finden das gut

Belohnungen bekommen für das Anschauen von Online-Werbung – dieses Konzept finden 61 Prozent der Nutzer attraktiv. Besonders

Beitrag weiterlesen


Appinio Research   •   05.09.19 10:50
3 Medienstudien: E-Reader, regionale Tageszeitungen, KI-Texte

Die Mediennutzung wird heutzutage immer fragmentierter. Printmedien haben mit Auflagenschwund zu kämpfen, Social Media laufen

Beitrag weiterlesen


Appinio Research   •   27.08.19 16:30
Sprachgesteuerte Werbeanzeigen begeistern nur die Hälfte der User

Stellen Sie sich vor, Sie sehen auf Ihrem Smartphone eine Werbeanzeige für ein Produkt, das sie interessiert. Sie haben drei

Beitrag weiterlesen


Appinio Research   •   01.08.19 10:29
Neu bei Appinio: Ole Scharpen wird Manager Customer Relations

Das Appinio-Team wächst weiter. Nachdem im April Anne-Kathrin Richter als PR-Managerin ins Unternehmen kam, wird nun das

Beitrag weiterlesen


Appinio Research   •   23.07.19 10:03
Studie: Die 10 größten Ängste der Deutschen zur Digitalisierung

Die Deutschen fürchten sich bei der fortschreitenden Digitalisierung am meisten vor Datenmissbrauch. Die Angst, dass die

Beitrag weiterlesen


Appinio Research   •   15.07.19 10:33