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Vier Studien zu TV-Nutzung und Streaming

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Am 21. November ist der Weltfernsehtag. Der Gedenktag wurde 1996 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossen, weil das Medium Demokratie, Freiheit, Bildung und Vielfalt fördert. Doch die Mediennutzung hat sich seit Mitte der Neunziger verändert. Vielleicht wird es in ein paar Jahren oder Jahrzehnten kein Fernsehen mehr geben, wie wir es heute noch kennen. Die Marktforschungsplattform Appinio stellt vier Studien aus 2019 zu TV-Nutzung, Werbeakzeptanz und Streaming vor, die den Wandel aufzeigen.


TV-Werbung inspiriert nicht, regt aber ein Viertel zum Kauf an

Eine Kurzumfrage der Marktforschungsplattform Appinio unter 228 Konsumenten zwischen 35 und 54 aus dem August 2019 zeigt: TV-Werbung ist nicht sonderlich inspirierend, regt aber trotzdem zum Kauf an. Jeder vierte Befragte gibt an, in diesem Jahr etwas gekauft zu haben, weil er es in einer Fernsehwerbung gesehen hat. 63 Prozent verneinten dies, 13 Prozent können sich nicht erinnern. Frauen lassen sich eher zu einem Kauf durch Fernsehwerbung inspirieren als Männer. Das zeigt sich auch tendenziell in den Antworten auf die Frage, ob Fernsehwerbung eher nervt oder inspiriert. Auf einer siebenstufigen Skala (1 = Bin genervt, 7 = Bin inspiriert) beträgt der Durchschnittswert 2,69. Frauen finden TV-Werbung etwas weniger nervig als Männer (3,01 versus 2,44).  


TV nur Nummer zwei: Jüngere schauen Filme am häufigsten auf dem Smartphone

Lineares Fernsehen wird immer mehr von Streaming-Angeboten abgelöst, die zwar meist kostenpflichtig sind, dem Konsumenten aber die Freiheit lassen, Filme, Serien und andere Formate dann zu sehen, wenn es ihm zeitlich passt.

In Kooperation mit dem Online-Marketing-Magazin Adzine hat Appinio untersucht, welche Geräte die Deutschen zwischen 16 und 54 Jahren für das Ansehen von TV-Formaten wie Filme, Serien oder Dokumentationen nutzen. Das Ergebnis zeigt: Für die Zielgruppe der 16- bis 24-Jährigen ist der TV dafür nicht mehr das Gerät Nummer eins. 61,5 % nutzen ihr Smartphone täglich oder mehrmals die Woche, um sich TV-Inhalte anzusehen. Der Fernseher wird nur noch von jedem Zweiten in der Altersgruppe in dieser Intensität genutzt (51 %).


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Alle Ergebnisse der Appinio-Studie „Konsum von TV-Formaten nach Geräten“ hier. Auch die Werbeakzeptanz nach Geräten wurde untersucht.


Fernsehen und TV-Konsumverhalten im Wandel: Streaming auf dem Vormarsch

Der Werbetechnologie-Anbieter The Trade Desk hat Appinio für eine quantitative Umfrage zur Akzeptanz von Werbung und zu Fernsehgewohnheiten genutzt. 964 deutsche Verbraucher ab 18 Jahren wurden befragt. Die Studie aus dem Juni 2019 zeigt unter anderem, dass in deutschen Haushalten 85 Prozent der Fernsehgeräte an das Internet angeschlossen sind. Zwar spielt lineares Fernsehen noch immer eine wichtige Rolle, aber der Konsum nimmt vor allem bei den jüngeren Zuschauern ab.  67 Prozent der Zuschauer zwischen 18 und 29 Jahren schaut lineares Fernsehen. Bei den 50- bis 69-Jährigen sind es 87 Prozent.


Streaming-Abos sind auf dem Vormarsch: 74 Prozent der deutschen Verbraucher beziehen bereits einen solchen Service. Und das meist nur von einem einzigen Anbieter wie beispielsweise Netflix oder Amazon Prime. Um ein entsprechendes Streaming-Abo günstiger oder kostenlos zu erhalten, würde mehr als die Hälfte der Befragten Werbung akzeptieren. 


Alle Studienergebnisse von The Trade Desk


Im UK ist der Streaming-Markt schon weitestgehend gesättigt

Auch in Großbritannien nutzte The Trade Desk die Marktforschungsplattform Appinio für eine repräsentative Konsumentenumfrage (953 Briten zwischen 18 und 66) zum Thema Streaming und Werbeakzeptanz. Im Vereinigten Königreich haben bereits 90 Prozent der Befragten ein Abonnement für mindestens einen kostenpflichtigen Streaming-Anbieter. Auch traditionelle Broadcaster wie die BBC oder Entertainment-Marken wie Disney oder Apple TV drängen in diesen Markt. Aber ist da wirklich noch Platz?


Laut der Studie von The Trade Desk will die Mehrheit der Briten maximal 20 Britische Pfund (umgerechnet etwa 23 Euro) pro Monat für Streaming-Services ausgeben. Dieses Budget wäre schon aufgebraucht, wenn die Verbraucher die drei größten Streaming-Anbieter im UK (Netflix, Amazon Prime Video und Now TV) abonniert hätten. Um die Kosten im Rahmen zu halten, gaben 59 Prozent der Befragten an, auch bei Streaming-Services Werbung zu akzeptieren. 47 Prozent wären damit einverstanden, Werbung für einen reduzierten Abopreis in Kauf zu nehmen. 


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