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Corona-Studie: Schlachtbetrieb Tönnies und 2. Pandemie-Welle
Veröffentlichung: 29. Juni 2020

Das Marktforschungsinstitut Appinio hat in Woche fünfzehn infolge erneut untersucht, wie die Deutschen mit dem Coronavirus zurzeit leben. Bei der ersten Befragung am 18.03.2020 wurden 2.500 Menschen zwischen 16 und 65 Jahren bevölkerungsrepräsentativ befragt - in den darauffolgenden Wellen jeweils 1.000 Personen. Die Studie deckt neben wiederkehrenden Themen wie allgemeine Zufriedenheit, Freizeitverhalten oder die Sorge um die Gesundheit zusätzliche Themen mit hoher Aktualität ab. In dieser Woche steht die Sorge um eine zweite Pandemie-Welle sowie der "Fleischskandal" Tönnies im Fokus der Zusatzfragen.


Über 1.500 positiv getestete Covid19-Fälle im Schlachtbetrieb Tönnies und damit einhergehend die Zustände in deutschen Schlachtbetrieben für Gastarbeiter stehen zurzeit im Fokus der deutschen Berichterstattung. Aus diesem Grund wollten wir in dieser Woche wissen, welchen Einfluss der Skandal auf den Fleischkonsum der Deutschen hat.

 

Wahrnehmung und Konsequenzen

85 Prozent der Deutschen haben von den Schlagzeilen rund um Tönnies gehört - davon sagen 8 Prozent, dass sie jedoch nicht genau wissen, warum. Mehr als die Hälfte (60 Prozent) der Befragten gaben auch nach Aufklärung des Firmennamens an, nicht zu wissen, welche Produkte aus dem Schlachtbetrieb kommen. 33 Prozent der Befragten wollen aufgrund der Corona-Fälle bei Tönnies über eine Veränderung ihres Fleischkonsums nachdenken - davon sagen sogar 15 Prozent, dass sie das auf jeden Fall zu einer Veränderung anstößt. Zusätzlich tendieren 24 Prozent der Deutschen mit "eher ja" dazu, ihren Konsum zu überdenken.

 

Fleischkonsum in Zukunft 

Knapp die Hälfte der Deutschen (47 Prozent), die ihren Fleischkonsum überdenken wollen, geben an, in Zukunft mehr auf die Herkunft des Fleisches achten zu wollen. 24 Prozent möchten dabei mehr auf Bio- oder Demeter-Qualität setzen, während 22 Prozent beim Schlachter ihres Vertrauens einkaufen wollen. 10 Prozent der Deutschen geben sogar an, ab sofort vegetarisch oder vegan leben zu wollen, während 12 Prozent diese Ernährungsform bereits leben.

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Sorge vor einer zweiten Pandemie-Welle

Die große Mehrheit der Deutschen (82 Prozent) glaubt, dass eine zweite Welle der Pandemie kommen wird. Mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) gibt an, sich aufgrund dessen sehr große Sorgen zu machen. 24 Prozent sorgen sich, während sich 26 Prozent eher Sorgen machen. Damit sind es 72 Prozent der Deutschen, die sich aufgrund einer möglichen zweiten Welle sorgen. Ein kleiner Teil von sieben Prozent der Befragten gab dagegen an, sich überhaupt keine Sorgen zu machen.

 

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Konstante Lebenszufriedenheit, jedoch leichter Anstieg der Sorge um die eigene Gesundheit

Das erste Mal seit vier Wochen ist die Sorge um die eigene Gesundheit wieder leicht angestiegen, unabhängig von den Altersgruppen, und liegt derzeit bei 3,96 von möglichen 6. Dementsprechend ist auch die Sorge vor der eigenen Isolation oder Quarantäne um vier Prozentpunkte gestiegen und liegt jetzt bei 24 Prozent. Die Grundzufriedenheit wird davon jedoch nicht sehr beeinflusst, in den meisten Bereichen wie Versorgung, Ernährung oder Unterhaltung ist sie minimal gestiegen. Besonders mit der derzeitigen Bewegungsfreiheit und dem damit verbundenen Sozialleben sind immer mehr Deutsche zufrieden.

 

Vorbereitung auf eine zweite Welle?

In der Vorwoche nahm der vermehrte Einkauf von Mundschutz, Desinfektionsmittel und sonstigen Artikeln wie Einweghandschuhe ab - in dieser Woche konnten jedoch alle Kategorien wieder eine Zunahme verzeichnen. Einzig der Kauf von Toilettenpapier bleibt konstant - eine gute Nachricht also für alle, deren Vorrat sich dem Ende zuneigt. Auch Hamsterkäufe nehmen wieder leicht zu. So ist der Anteil derjenigen, die einen Vorratseinkauf erledigt haben und derjenigen, die das noch vorhaben, um 1 beziehungsweise 2 Prozentpunkte gestiegen (24 Prozent & 14 Prozent). 56 Prozent der Hamsterkäufer geben dabei an, dass ihr Vorrat für rund zehn Tage halten würde.

 

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