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Pandemie-Management der CDU/CSU stößt bei älteren Wählern auf Kritik Veröffentlichung: 29. April 2021

Innenansicht Deutscher Bundestag

In fünf Monaten steht in Deutschland die Bundestagswahl an. Anders als vor vier Jahren wird die Corona-Pandemie zentrales Thema im Wahlkampf der Parteien werden. Doch welches Zeugnis wird den Parteien im Kampf gegen das neuartige Coronavirus ausgestellt? Und welche politischen Themen sind den Befragten im Blick auf die kommende Bundestagswahl am 26. September 2021 am wichtigsten? Das Marktforschungsinstitut Appinio hat dazu im wöchentlich erscheinenden Corona-Report 1.000 Menschen repräsentativ (nach Alter und Geschlecht) befragt und ein politisches Meinungsbild nachgezeichnet.

 

Sieben von zehn Menschen wollen im September wählen gehen

 

Trotz der Corona-Pandemie soll die Bundestagswahl am 26. September 2021 wie gewohnt stattfinden. Aufgrund der Corona-Pandemie geht man von deutlich mehr Briefwählern als bei der Bundestagswahl 2017 aus. Doch wie hoch ist überhaupt die Bereitschaft, an der demokratischen Wahl teilnehmen zu wollen? Zwei Drittel der Befragten (70 Prozent) wollen wählen, 12 Prozent sind noch unentschlossen. In der Gruppe der 55- bis 65-Jährigen ist die Bereitschaft am höchsten (77 Prozent), die meisten Nichtwähler sind vermeintlich bei den 18- bis 24-Jährigen – hier gaben drei von zehn Befragten (31 Prozent) an, zur anstehenden Bundestagswahl nicht wählen gehen zu wollen.

 

 

 

Junge Menschen wählen öfters grün

 

Die Wahl des 20. Bundestages ist erst in fünf Monaten und die großen Parteien CDU/CSU, SPD und die Grünen haben bereits ihren Spitzenkandidaten gekürt. FDP und AfD lassen noch auf sich warten lassen, aber auch das Wahlprogramm steht beim Großteil der Parteien auch noch nicht endgültig fest. Für eine klare Prognose ist es daher noch zu früh, trotzdem bietet die Momentaufnahme beim Blick auf die verschiedenen Altersgruppen spannende Einblicke.


Würden ausschließlich junge Menschen zwischen 18 und 24 wählen, hätten die Grünen mit 33 Prozent einen riesigen Vorsprung vor allen anderen Parteien. An zweiter Stelle käme die CDU/CSU mit 17 Prozent, direkt danach die FDP mit 16 Prozent. Während die AfD mit fünf Prozent gerade so im kommenden Bundestag vertreten wäre, würde die SPD leer ausgehen (vier Prozent). Ein anderes Bild zeichnet sich in der Altersgruppe der 55- bis 65-Jährigen ab: Die Grünen wären zwar weiterhin stärkste Kraft (23 Prozent), allerdings ist der Abstand zu der CDU/CSU (21 Prozent) sowie FDP (zehn Prozent) nicht so groß wie bei den jungen Menschen. Hingegen bekommt die AfD 12 Prozent der Stimmen, danach folgt die SPD mit zehn Prozent.

 

Frauen sind eher pro Grün, Männer eher pro AfD

 

Im Geschlechtervergleich lässt sich hingegen festhalten: Während SPD und CDU/CSU laut Umfrage zur Bundestagswahl etwa gleich viele Männer wie Frauen anzusprechen scheinen, schneiden die Grünen bei Frauen besser ab (25 vs. 20 Prozent), die AfD steht bei Männern anscheinend höher im Kurs (14 vs. neun Prozent).

 

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Die gesamten Studienergebnisse hat Appinio in einem 30-seitigen Report zusammengefasst. Interessierte können den Report zur Studie unter Angabe von Kontaktdaten herunterladen.

Zum Studien-Download


Fokus auf Gesundheit, Klima und Wirtschaft

 

Auch wenn die endgültigen Wahlprogramme der Parteien noch nicht feststehen, scheinen bei den Wählern die wichtigsten Themengebiete bereits gesetzt. Wegen der Corona-Pandemie liegt der Fokus vieler Befragten auf der Gesundheitspolitik (59 Prozent), jedem Zweiten liegen sowohl die wirtschaftlichen Entwicklungen als auch Klimapolitik bzw. Umweltschutz besonders am Herzen (47 bzw. 46 Prozent). Weniger wichtig sind hingegen Themen wie Gleichstellung und Gleichberechtigung (26 Prozent), Außenpolitik (27 Prozent) sowie Flüchtlingspolitik/Seenotrettung (30 Prozent).

 

 

 

Pandemie-Management: CDU/CSU am besten bewertet – und am schlechtesten

 

Wie gut bringt die Politik Deutschland durch die Corona-Pandemie? Ein schwieriges Thema, wie die Appinio-Studie zeigt: Denn jeder dritte Befragte (35 Prozent) hat dazu keine klare Meinung. 24 Prozent sind der Meinung, die CDU/CSU als regierende Partei haben bisher den besten Job gemacht. Hingegen sagen aber auch 27 Prozent, die Union hätte im Kampf gegen das Coronavirus den schlechtesten Job gemacht. Die Politik der CDU/CSU stößt vor allem in der Altersgruppe der 55- bis 65-Jährigen auf Kritik: Mehr als jeder Dritte (37 Prozent) stellt der Union ein schlechtes Krisenzeugnis aus, unter den 25- bis 34-Jährigen sagen das nur 20 Prozent.  

 

Ähnlich schlecht beim Pandemie-Management schneidet hier nur die AfD ab: Während lediglich acht Prozent aller Befragten der Oppositionspartei ein gutes Zeugnis ausstellen, bewertet ein Drittel der Befragten (32 Prozent) die Pandemie-Arbeit der AfD am schlechtesten - bei den 25- bis 34-Jährigen sind es gar 37 Prozent.

 

Fazit: Gute Chancen für die Grünen, CDU/CSU bekommen durchmischtes Zeugnis

 

Die Bundestagswahl am 26. September wird spannend und ungewöhnlich wie selten zuvor. Großen Einfluss hat die Corona-Pandemie, nicht nur beim Thema Briefwahl und Wahlprogramm. Laut der politischen Umfrage von Appinio haben die Grünen gute Chancen, erstmals seit Parteigründung stärkste Kraft zu werden. Diese müssten sich dann auch am Pandemiemanagement messen lassen. Denn hier wird die regierende CDU/CSU gleichzeitig am besten, aber auch am schlechtesten bewertet. Noch schlechter schneidet nur die AfD ab.

 

 

Welchen Einfluss hat die Corona-Pandemie auf das Leben der Menschen in Deutschland? Erfahren Sie mehr in unserem wöchentlichen Corona-Report und tauchen Sie noch tiefer in die Ergebnisse unseres Dashboards ein! Hier geht's lang:

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