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Corona-Studie: Wie meistert Deutschland eine zweite Welle?
Veröffentlichung: 12. August 2020

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Die Anzahl der mit Corona-Infizierten steigt wieder und eine zweite Welle der Pandemie scheint immer wahrscheinlicher - das glauben auch 86 Prozent der Deutschen. Doch hat die Bevölkerung Vertrauen in die Regierung, diese Welle in den Griff zu bekommen? Und wie denken die Deutschen über die Maskenpflicht an Schulen? Diesen Fragen sind wir von Appinio nachgegangen und haben im Rahmen unseres Corona Reports Nummer 21 nachgehakt. Dafür wurden 1.000 Personen bevölkerungsrepräsentativ, nach Alter und Geschlecht quotiert, befragt. 


Im Juni 2020 wollten wir bereits einmal wissen, ob die deutsche Bevölkerung von einer zweiten Pandemie-Welle ausgeht - bereits vor zwei Monaten waren 82 Prozent der festen Überzeugung, dass es so weit kommen würde. Bei unserer aktuellen Befragung stimmten sogar 86 Prozent der Deutschen zu, dass die zweite Welle kommen würde. 

 

Sorge aufgrund einer zweiten Corona-Welle

Deutlich mehr als die Hälfte der Deutschen (64 Prozent) sorgen sich (sehr) aufgrund einer zweiten Corona-Welle. Im Juni 2020 waren es noch 18 Prozent weniger, die sich deswegen Sorgen gemacht haben (46 Prozent). Auch der Anteil derjenigen, die angaben, sich (überhaupt) keine Sorgen gemacht zu haben, ist gesunken (minus sieben Prozentpunkte).

Trotz dieser Sorgen ist das Vertrauen in das deutsche Gesundheitssystem groß. Knapp 83 Prozent der Bevölkerung stimmen zu, dass sie dem System vertrauen

 

Vertrauen in die deutsche Politik

65 Prozent der Deutschen sagen, dass die deutsche Politik (deutlich) besser auf eine zweite Welle der Pandemie vorbereitet ist als andere Länder. Weitere 23 Prozent sagen, dass die deutsche Regierung genauso gut wie andere Länder in der Lage sein wird, mit der zweiten Welle umzugehen. Zudem sagen 41 Prozent, dass sie (auf jeden Fall) der deutschen Politik zutrauen, mit der Welle umzugehen. 16 Prozent der Befragten stimmt dem (überhaupt) nicht zu. Insgesamt ist jedoch das Vertrauen, sowohl in die Politik, als auch das Gesundheitssystem, sehr hoch.

 

Für die gesamte Übersicht können Sie sich hier die ganzen Report herunterladen:

Zum Studien-Download

 

Maskenpflicht in der Schule

Fast 70 Prozent der Deutschen halten eine Maskenpflicht in den Schulen für sinnvoll - der Großteil von 27 Prozent gibt sogar an, dies absolut sinnvoll zu finden. Unterteilt man die Befragten danach, ob sie Kinder im schulpflichtigen Alter haben, halten Eltern die Maskenpflicht mit 48 Prozent für (absolut) sinnvoll. 21 Prozent finden dies allerdings (überhaupt) nicht sinnvoll.

 

Sorge wieder im Konsumverhalten bemerkbar

Die hohen Infektionszahlen und die damit verbundene Sorge der Bevölkerung zeigt sich auch im Konsumverhalten: Der Kauf von Lebens- und Genussmitteln wie bspw. Obst, Gemüse, Mineralwasser oder auch Süßigkeiten und Snacks nimmt wieder zu (zwischen plus einem und plus vier Prozent Zunahme). Bei den Non-Food Artikeln wird wieder etwas mehr Toilettenpapier gekauft, ebenso wie Seife. In Hinblick auf das generelle Kaufvolumen geben jetzt drei Prozent mehr an, mehr zu kaufen als vor der Pandemie (24 Prozent im Gegensatz zu 21 Prozent in der Vorwoche). Seit drei Wochen geben zusätzlich konstant 45 Prozent der Bevölkerung an, mehr online zu kaufen als vor der Pandemie.

 

Sicherheitsempfinden und Home Office

Die Sorge aufgrund einer zweiten Welle zeigt sich ebenso in der Wahrnehmung von Verkehrsmitteln: Alle abgefragten Arten, von Flugzeug über Bus und Bahn bis hin zu Scooter oder anderen Sharing-Angeboten werden diese Woche wieder als unsicherer empfunden als noch vor einer Woche. Trotz dieser Entwicklung geben immer weniger Deutsche an, im Home Office zu arbeiten: Inzwischen sind es nur noch 31 Prozent der Berufstätigen - in Höchstzeiten wie im Mai 2020 waren es noch 44 Prozent.

 

Risikominimierung: Diese Taktiken verfolgen die Deutschen

Um die Gefahr einer Ansteckung zu verringern, vermeiden wieder 49 Prozent der Deutschen die öffentlichen Verkehrsmittel - in der Vorwoche waren es noch 44 Prozent. Das Tragen einer Alltagsmaske dagegen liegt konstant bei 80 Prozent. Weiterhin geben die Deutschen wieder vermehrt an, Menschen zu meiden, die aus Risikogebieten kommen (plus fünf Prozentpunkte, 36 Prozent), oder aus dem Urlaub zurückgekehrt sind (plus vier Prozentpunkte, 40 Prozent). Ebenfalls wird der Kontakt zu Risikogruppen wieder verstärkt eingeschränkt, um diese nicht anzustecken (plus drei Prozentpunkte, 44 Prozent).

 

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