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Corona-Studie: Ein Viertel der Deutschen hat “AHA-Regeln” noch nie gehört
Veröffentlichung: 3. November 2020

Die Corona-Infektionszahlen sind in den letzten Wochen rasant gestiegen. Deshalb geht in dieser Woche ganz Deutschland erneut in den Lockdown. Die Lage ist (sehr) ernst - so sehen es zwei Drittel (66 Prozent) der Deutschen. Nichtsdestotrotz ist ein Viertel der Bevölkerung (24 Prozent) nicht bereit, ein Corona-Testergebnis in die App einzutragen und ebenfalls ein Viertel weiß nicht, was die AHA-Formel bedeutet. Diese und weitere Erkenntnisse gehen aus dem 33. Corona Consumer Tracking des Marktforschungsinstituts Appinio hervor. In diesem werden jede Woche 1.000 Deutsche repräsentativ (nach Alter und Geschlecht quotiert) zu aktuellen Themen in Bezug auf die Coronakrise befragt.

Im Vergleich zu vor zwei Wochen empfinden deutlich mehr Menschen die Lage der Corona-Pandemie als (sehr) ernst. Während am 15. Oktober 56 Prozent der Deutschen angaben, die Lage (sehr) ernst zu nehmen, waren es in dieser Woche 66 Prozent. Die größte Veränderung lässt sich in der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen beobachten: In dieser Woche gaben zwei von drei Befragten (67 Prozent) dieser Altersgruppe an, die Pandemie (sehr) ernst zu nehmen. Vor zwei Wochen gab dies nicht einmal jeder Zweite von ihnen an (49 Prozent). In den älteren Altersgruppen ist die Veränderung deutlich geringer - die Pandemie wurde hier auch vor zwei Wochen bedeutend ernster genommen als in den jungen Altersgruppen.


"AHA-Regeln" häufig nicht bekannt

Die sogenannten “AHA-Regeln” (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske) sollten den Alltag der Deutschen in der Pandemie maßgeblich bestimmen. Doch nur die Hälfte der Bevölkerung weiß, wofür die Abkürzung steht. Ein Viertel (26 Prozent) hat noch nie etwas davon gehört. Ebenfalls ein Viertel (24 Prozent) hat zwar schon Mal davon gehört, weiß allerdings nicht, wofür die Buchstaben stehen. Im Alterssplit wird deutlich, dass am ehesten junge Menschen zwischen 25 und 34 Jahren die Regeln kennen. Ganze 59 Prozent von ihnen wissen, wofür “AHA” steht. In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen zeichnet sich ein ganz anderes Bild ab - hier wissen nur 34 Prozent, was die drei Buchstaben bedeuten.


 

 

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Die gesamten Studienergebnisse hat Appinio in einem 30-seitigen Report zusammengefasst. Interessierte können den Report zur Studie unter Angabe von Kontaktdaten herunterladen.

Zum Studien-Download

 

Corona kommt fühlbar näher

Mehr als die Hälfte der Deutschen wurden entweder selbst schon auf COVID-19 getestet oder kennen jemanden, der einen Test gemacht hat. Die Bereitschaft, ein positives Testergebnis in die Corona-Warn-App einzutragen, ist nur bei der Hälfte der Deutschen vorhanden. Ganze 24 Prozent gaben an, ihr Ergebnis “auf keinen Fall” eintragen zu wollen. Im Alterssplit wird deutlich: jüngere Menschen würden ihr Testergebnis viel eher eintragen: 56 Prozent der 25- bis 34-Jährigen gaben an, dass sie es in der App angeben würden und neun Prozent haben dies bereits getan. Nur 16 Prozent von ihnen gaben an, dass sie es auf keinen Fall eintragen würden. Im Vergleich dazu sagten 29 Prozent der 55- bis 65-Jährigen, dass sie auf keinen Fall ihr Testergebnis eintragen würden. 46 Prozent gaben an, bereit dazu zu sein und nur drei Prozent haben ihr Ergebnis bereits eingetragen.


Trotz Regeln kein Gefühl der Sicherheit

22 Prozent der Deutschen gaben an, nicht alle Corona-Regeln, die momentan in ihrem Bundesland gültig sind, zu kennen. 17 Prozent verstehen diese eher bis überhaupt nicht. Doch selbst wenn die Regeln bekannt sind und sich daran gehalten wird, fühlt sich fast ein Drittel der Befragten in der momentanen Situation nicht sicher. Folglich werden viele Orte des öffentlichen Geschehens vom Großteil der Menschen gemieden, um eine Ansteckungsgefahr zu minimieren. 73 Prozent der SchwimmbadgängerInnen haben auch schon vor Beginn des zweiten Lockdowns entschieden, darauf verzichtet. Auch BesucherInnen von Kinos oder Theatern (71 Prozent) und Museen (67 Prozent) haben diese freiwillig bereits in den letzten Wochen gemieden. Nichtsdestotrotz gaben 22 Prozent an, nicht auf ihren üblichen Besuch von belebten Orten verzichten.

 

Weitere Entwicklungen: Sorge steigt

Wir befinden uns inmitten einer zweiten Welle und dies zeigt sich in der höheren Besorgnis der Deutschen und in vermehrten Maßnahmen, die viele ergreifen, um ihr Infektionsrisiko zu senken. 76 Prozent der Befragten gaben an, in der Freizeit mehr zu Hause zu bleiben. Das sind ganze 20 Prozentpunkte Steigerung im Vergleich zur Vorwoche. Zudem gaben 64 Prozent an, öffentliche Verkehrsmittel wie S- und U-Bahnen als unsicher zu empfinden. In der Vorwoche waren es noch 54 Prozent. Auch im Konsumverhalten spiegelt sich die Sorge wider: 50 Prozent aller Befragten gaben an, vermehrt online zu shoppen. Dies sind so viele wie noch nie seit Beginn des wöchentlichen Trackings im März.

 

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