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Corona-Studie: Maskenpflicht im Freien wird von vielen befürwortet
Veröffentlichung: 13. Oktober 2020

Frau mit Maske im Park am Handy_Appinio

Wie steht Deutschland zu einer Verschärfung der Maskenpflicht? Unter anderem zu dieser Frage hat das Marktforschungsinstitut Appinio, noch bevor die neuen Regelungen offiziell in Kraft getreten sind, repräsentativ 1.000 Deutsche (nach Alter und Geschlecht) im Rahmen des wöchentlichen Corona Consumer Reports befragt. Außerdem: Wie groß ist die Reisebereitschaft in innerdeutsche Risikogebiete? Werden die AHA-Regeln (Abstand, Hygiene und Alltagsmaske) im Alltag noch befolgt? Und wie sehr weist man andere auf ihr Fehlverhalten hin?

Maskenpflicht im Freien positiv bewertet

Seit dem 12.10.2020 sind neue verschärfte Corona-Regeln in manchen Teilen Deutschlands in Kraft getreten - unter anderem die Maskenpflicht im Freien wie bspw. in Hamburg. 69 Prozent der Deutschen befürworten die Maskenpflicht draußen auf einem festgelegten Gelände wie bspw. dem Uni-Campus, einem größeren Platz wie einem Schlossplatz o.ä. Fast ebenso viele (61 Prozent) befürworten die Maskenpflicht auch im Innenstadtbereich, 60 Prozent die Maskenpflicht für Eltern auf Spielplätzen und 34 Prozent in Parks. 27 Prozent befürworten sogar eine generelle Maskenpflicht im Freien.  


 


76 Prozent wollen nicht in Risikogebiete in Deutschland reisen

Drei Viertel (76 Prozent) der Bevölkerung können sich nicht vorstellen, in ein innerdeutsches Risikogebiet zu reisen - hierbei gilt: je älter die Befragten desto geringer die Reise- und damit Risikobereitschaft. So sagen 67 Prozent der 55-65-Jährigen und nur 27 Prozent der 16-17-Jährigen, dass sie sich überhaupt nicht vorstellen können, z.B. für einen Wochenend-Trip in ein Risikogebiet in Deutschland zu fahren.


Beherbergungsverbot von der breiten Bevölkerung akzeptiert

Die Akzeptanz ist hoch: 68 Prozent der Deutschen sprechen sich für ein Beherbergungsverbot für Personen aus, die aus einem der sogenannten Risikogebiete anreisen und keinen negativen Corona-Test vorweisen können. Die geringste Akzeptanz gibt es in der Altersgruppe 16 - 17 mit 57 Prozent, die höchste zeigen 45-54-Jährige.


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Die gesamten Studienergebnisse hat Appinio in einem 30-seitigen Report zusammengefasst. Interessierte können den Report zur Studie unter Angabe von Kontaktdaten herunterladen.

Zum Studien-Download

“Corona-Müdigkeit” wahrnehmbar

Drei von vier Deutsche (74 Prozent) geben an, dass sich Menschen in ihrer Umgebung wie bspw. im Supermarkt in den letzten sieben Tagen immer weniger an die AHA-Regeln gehalten haben und zum Beispiel keinen Abstand mehr wahren. Selbst im eigenen Freundes- und Verwandtenkreis der meisten Befragten scheint sich eine gewisse “Müdigkeit” breit zu machen - 54 Prozent gaben an, auch in ihrem engsten Umfeld einen nachlässigen Umgang mit den Corona-Regeln beobachtet zu haben. Ebenfalls 54 Prozent der Deutschen gaben an, andere (eher) darauf hinzuweisen, wenn sie sich gegen die Corona-Regeln verhalten. Mit 60 Prozent gaben dies vor allem die 35-44-Jährigen an. Ein Blick auf die Geschlechterverteilung zeigt nur minimale Unterschiede: Frauen gaben etwas öfter an (55 Prozent), andere auf einen „Verstoß“ gegen die Corona-Regeln hinzuweisen als Männer (52 Prozent).

 

 

Beschwerden im Umkreis hörbar

56 Prozent der Deutschen haben schon einmal aktive Äußerungen gegen die Corona-Regeln in ihrem Umfeld mitbekommen. Vor allem in der Altersgruppe der 18-24-Jährigen gaben Befragte an, erlebt zu haben wie sich andere gegen die Regeln geäußert haben (67 Prozent). In der Altersklasse der 55-65-Jährigen haben dies nur etwa 40 Prozent erlebt.

 

Weitere Entwicklungen im Leben mit der Pandemie

Mehr ArbeitnehmerInnen machen im Vergleich zur Vorwoche Homeoffice. 34 Prozent gaben an, von zu Hause zu arbeiten - im Vergleich zur Vorwoche sind das sechs Prozentpunkte mehr. Auch in der Freizeit wird vermehrt zu Hause geblieben: 60 Prozent der Befragten gaben an, weniger unterwegs zu sein - zuvor waren es noch 56 Prozent. Auch wird das draußen sein (zu Fuß oder auf dem Fahrrad) insgesamt als weniger sicher wahrgenommen als bisher. Während vor vier Wochen 74 Prozent und vor einer Woche 75 Prozent der Bevölkerung angaben, zu Fuß zu gehen als (sehr) sicher zu empfinden, sind es in dieser Woche nur noch 71 Prozent (minus vier Prozentpunkte). Auch das Fahrrad wird nur noch von 66 Prozent der Deutschen als (sehr) sicher wahrgenommen. Vor vier Wochen waren es noch 69 Prozent. 

Im Konsum gibt es wenige Veränderungen. Nach wie vor führen Obst und Gemüse die Liste der mehr konsumierten Produkte im Bereich Food an und Mundschutz, Desinfektionsmittel und Einweghandschuhe den Bereich Non-Food.

 

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