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Appinio zum Adventskalender: Jeder zweite Deutsche will einen, jeder Zehnte hat einen. Veröffentlichung: 26. Oktober 2021

“Advent, Advent, ein Lichtlein brennt” - Weihnachtliche Traditionen wie der Adventskranz und der Weihnachtsbaum sind für die meisten Deutschen von großer Bedeutung und eine Sache darf für Groß wie Klein nicht fehlen: der Adventskalender. Die traditionell 24 Türchen ebnen den Weg Richtung Bescherung – doch was drin zu finden ist, da hat jeder seine eigene Präferenz. Wie die Deutschen zum Thema Adventskalender stehen und wer schon Ideen für 2021 hat, erfragte Appinio im wöchentlich erscheinenden Corona-Report in einer repräsentativen Studie (nach Alter und Geschlecht) mit 1.000 Menschen. Jeder Zweite will sich auch in diesem Jahr mit einem Adventskalender eindecken, vor allem der eigene Nachwuchs oder Partner wird beschenkt. Neben der klassischen Schokoladenfüllung stehen Kosmetik-, Spielzeug- sowie Erotikartikel hoch im Kurs. Aber auch der DIY-Trend passt perfekt zum Prinzip Adventskalender. Der internationale Vergleich mit Spanien, Frankreich und UK zeigt: Auch wenn der Adventskalender eine deutsche Erfindung ist, findet die Idee bei unseren europäischen Nachbarn mehr Anklang.


 

 

Kalender fast in jedem deutschen Haushalt

Der Adventskalender ist eine Erfindung aus dem deutschsprachigen Raum und tauchte schon um 1851 auf. Auch heute noch ist er traditioneller Bestandteil vieler deutscher Haushalte: Jeder zweite Deutsche über 16 Jahren (53 Prozent) hat einen Adventskalender – der gleiche Anteil (53 Prozent) verfolgt die süße Tradition schon seit den eigenen Kindheitstagen.Am meisten erfreuen sich die jüngeren Generationen, speziell die 16- bis 34-Jährigen, im Dezember eher an einem Adventskalender Lediglich jeder zehnte Deutsche (10 Prozent) will sich dieses Jahr keinen Kalender kaufen oder basteln.

 

 

 

Schokolade, Kosmetik und Selbstgemachtes

Doch was soll rein? Jeder Zweite (53 Prozent) findet hinter den Türchen am liebsten Schokolade, in diesem Zusammenhang werden die Marken Milka (10 Prozent) sowie Lindt und Kinder am häufigsten genannt (jeweils 4 Prozent). Auch DIY Kalender (27 Prozent) und  Kosmetik (19 Prozent), sowie Spielzeug (17 Prozent) stehen hoch im Kurs. Gleichzeitig gewinnen Adventskalender mit erotischen Inhalten und Sexspielzeugen vermehrt an Beliebtheit – finden aber bei Männern (10 Prozent) mehr Anklang als bei Frauen (5 Prozent).


Der Do it yourself-Trend spiegelt sich auch beim Thema Adventskalender wider. Einer von acht Deutschen (12 Prozent) hat bereits eine Idee für den selbstgebastelten Kalender. Der Trend, den Kalender selbst zu machen, steht besonders bei den jungen Generationen Z (28 Prozent) und Y (34 Prozent) hoch im Kurs.

 

 

 


Jeder Zehnte hat schon vorgesorgt

Jeder vierte Befragte (26 Prozent) hat sich bereits im Oktober offline oder online nach passenden Adventskalender-Exemplaren umgeschaut. Jeder Dritte (37 Prozent) hat auf Nachfrage von Appinio bereits eine Idee, welcher Adventskalender in diesem Jahr an der Wand hängen soll. Optimal vorbereitet ist bisher nur jeder Zehnte (9 Prozent): Hier wurde bereits ein Kalender gekauft oder gebastelt. Vor allem die 35- bis 44-Jährigen zeigen Entschlossenheit und Planungsvoraussicht, denn fast die Hälfte in dieser Altersgruppe (45 Prozent) weiß schon jetzt, welcher Kalender es 2021 werden soll. In der Generation Z – also die 16- bis 24-Jährigen – hat bereits ein Drittel (37 Prozent) klare Vorstellungen.


Auch die Budgetplanung steht schon: Jeder zweite Deutsche (50 Prozent) will mehr als 20 Euro in einen gekauften oder selbstgemachten Adventskalender investieren. Ein paar (12 Prozent) sind sogar bereit, mehr als 50 Euro in die Weihnachtstradition zu stecken. Gleichzeitig surfen viele im Internet und nutzen Online-Adventskalender von diversen Anbietern, um mit etwas Glück etwas zu gewinnen. So hat mehr als jeder Dritte (39 Prozent) schon mal online ein Kalendertürchen geöffnet. Das scheint vor allem bei den 35- bis 44-Jährigen beliebt zu ein, denn aus dieser Altersgruppe hat bereits die Hälfte (52 Prozent) eine Online-Bescherung ausprobiert. Am häufigsten genannt wurden hier die Unternehmen Kaufland, Aldi und Otto (8, 7 bzw. 4 Prozent).

 

 

Vorfreude für Kinder, Partner und sich selbst

Ein Adventskalender war in der Vergangenheit zwar in erster Linie für die Kleinen unter uns gedacht, aber bleibt für jede Altersgruppe attraktiv. Die Hälfte (51 Prozent) der Befragten will einen Adventskalender für den eigenen Nachwuchs kaufen oder selber basteln. Etwas weniger (48 Prozent) haben ihren Partner als Beschenkten im Sinn, etwa jeder Dritte (36 Prozent) will sich selbst beschenken.

 

 

 

Das sagst der internationale Vergleich

Der Adventskalender ist deutsch, aber das Prinzip findet in ganz Europa Nachahmer. So zum Beispiel in Frankreich, Spanien und England. Auch hier hat Appinio nachgefragt, die Ergebnisse weisen eine größere Adventskalender-Begeisterung als in Deutschland auf: In Spanien wollen sich sechs von zehn Menschen in diesem Jahr einen Kalender kaufen (62 Prozent), jeder Zehnte hat bereits einen (10 Prozent). Auch hier ist Schokolade die beliebteste Füllung für einen Adventskalender (57 Prozent), an zweiter Stelle kommen Kalender mit Kosmetikartikeln (21 Prozent).

 

Die Franzosen sind sogar noch etwas mehr im “Adventskalenderfieber”, zwei Drittel (68 Prozent) wollen auch 2021 ein Exemplar in den eigenen vier Wänden aufhängen. Unser Nachbarland ist sogar schon besser vorbereitet, denn knapp jeder Fünfte (18 Prozent) hat bereits einen Kalender für Dezember gekauft. Ein Schokokalender kommt für eine klare Mehrheit der Franzosen (72 Prozent) infrage.

 

Selbst im Vereinigten Königreich läuft die kalendarische Vorbereitung schon besser als in Deutschland: Zwei Drittel (66 Prozent) der Briten wollen einen Kalender kaufen, allerdings haben sich weniger Menschen bereits ein Exemplar gesichert (8 Prozent). Jeder zweite Kalender (51 Prozent) ist für den Nachwuchs bestimmt, allerdings wollen sich auch vier von zehn Befragten (42 Prozent) einen eigenen Kalender gönnen. Mehr internationale Insights gibt es in unserem Dashboard.

 

 

Fazit: Adventskalender haben schon im Oktober Hochkonjunktur

Wie jedes Jahr gilt: Weihnachten kommt schneller als man denkt. Auch wenn der Dezember noch fast zwei Monate hin ist, gewinnt das Thema Adventskalender verstärkt an Relevanz. Jeder Zweite will sich auch 2021 einen Kalender zulegen, in erster Linie für den eigenen Nachwuchs oder den Partner. Aber ein gutes Drittel wird sich in diesem Jahr auch selbst mit einem Adventskalender beschenken. Geht es um den Inhalt, steht Schokolade unangefochten an der Spitze. Dafür geben die meisten bis zu 20 Euro aus, ein paar stecken aber 50 Euro oder mehr in den diesjährigen Adventskalender Aber auch Premium-Versionen mit Kosmetikartikeln oder Spielzeug werden gerne gekauft. International gesehen herrscht sogar etwas mehr Adventskalender-Euphorie als in Deutschland. Vor allem viele Franzosen haben schon jetzt vorgesorgt und freuen sich auf die Tradition rund um ihre 24 Portionen Schokolade.


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