Vorsatz-Check 2026: Wie Marken den „January Shift“ für sich nutzen können

Studienexperten · 16.01.2026 · 15min Lesezeit

Januar-Vorsätze 2026 | Appinio
9:40
Neujahrsvorsätze

84 % der Menschen starten mit festen Zielen ins neue Jahr, und über 65 % sind im Januar bereit, ihre gewohnten Lieblingsmarken für neue Alternativen zu verlassen. Unsere aktuelle Studie zeigt, warum der „January Shift“ für Marken weit mehr ist als nur ein saisonales Phänomen und wie Unternehmen die hohe Wechselbereitschaft jetzt strategisch nutzen können. Erfahre, warum 85 % der Vorsätze das Potenzial zur dauerhaften Gewohnheit haben und welche Zielgruppen die größten Wachstumschancen bieten.

Das neue Jahr startet traditionell mit großen Ambitionen. Doch was bedeutet der Hype um Neujahrsvorsätze, Veganuary und Dry January eigentlich konkret für Unternehmen? Unsere aktuelle Studie zeigt: 2026 ist das Jahr der „echten Intention“.

Wer die Daten richtig liest, erkennt im Januar ein einzigartiges Zeitfenster für Markenwachstum und Kundenakquise.

 

       

Hier sind vier datengestützte Strategien, wie Du diesen Jahresbeginn optimal nutzt.

1. Fokus auf ganzheitliche Gesundheit setzen

Die guten Vorsätze der Deutschen sind 2026 stark gesundheitsorientiert. 54 % der Befragten nehmen sich mehr Bewegung vor, während 50 % ihre Ernährung verbessern wollen (weniger Zucker, Fett und verarbeitete Lebensmittel). Bemerkenswert ist, dass auch die mentale Gesundheit mit 47 % fast gleichauf liegt.

Der Tipp: Kommuniziere Deine Produkte nicht nur als funktionale Lösung, sondern als Teil eines ganzheitlichen Wohlbefindens. Wer den Spagat zwischen körperlicher Fitness und mentaler Self-Care schafft, trifft den aktuellen Kernbedarf der Zielgruppe.

 


2. Das „Window of Opportunity“ für Innovationen nutzen

Der Januar ist der Monat der geringsten Markentreue. Laut unseren Daten fällt es über 65 % der Konsument:innen leicht oder eher leicht, während Trend-Phasen auf gewohnte Lieblingsmarken zu verzichten und neue Alternativprodukte auszuprobieren.

Der Tipp: Der Januar ist der ideale Zeitpunkt für Produkt-Launches, Sampling-Aktionen oder mutiges Marketing. Da die Wechselbarrieren temporär sinken, kannst Du jetzt Neukund:innen gewinnen, die im Rest des Jahres deutlich schwerer von ihren Routinen abzubringen sind.

 

3. Preisbarrieren aktiv abbauen – besonders bei männlichen Zielgruppen

Ersatzprodukte für den Veganuary oder Dry January stehen unter Beobachtung. Während 40 % der Frauen das Preis-Leistungs-Verhältnis dieser Produkte bereits als gleichwertig zum Original wahrnehmen, sind 34 % der Männer skeptisch und bewerten es als „schlecht“ oder „sehr schlecht“.

Der Tipp: Achte auf eine zielgruppenspezifische Preis-Kommunikation. Während bei Frauen die Bestätigung der Gleichwertigkeit funktioniert, solltest Du bei männlichen Zielgruppen den qualitativen Mehrwert (Inhaltsstoffe, Handwerk, Geschmackserlebnis) massiv in den Vordergrund rücken, um die Preishürde zu rechtfertigen.

 


4. Auf Langfristigkeit statt auf Kurzzeit-Hype setzen

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass Januar-Trends nach 31 Tagen vorbei sind. Unsere Studie räumt damit auf: Über 85 % der Teilnehmenden planen, ihre neuen Gewohnheiten dauerhaft beizubehalten – entweder strikt (44-47 %) oder in einer moderaten Form (ca. 40 %). Das Vertrauen in diese Umstellung ist bei den 25- bis 34-Jährigen mit 75 % Zuversicht am höchsten.

Der Tipp: Höre am 1. Februar nicht auf zu kommunizieren. Biete Lösungen für die „Teil-Adoption“ an – also Produkte, die auch im stressigen Alltag nach der Motivationsphase funktionieren. Wer Konsument:innen dabei hilft, aus einem Trend eine dauerhafte Gewohnheit zu machen, sichert sich langfristige Markenloyalität.

 


Fazit

Der Januar 2026 ist kein Monat der Lippenbekenntnisse. Mit einer Beteiligungsquote von fast 50 % an spezifischen Trends und einer hohen generellen Vorsatz-Rate (84 %) ist das Potenzial für Marken riesig. Wer jetzt datenbasiert agiert und die Wechselbereitschaft der Zielgruppen nutzt, legt den Grundstein für ein erfolgreiches Geschäftsjahr.

 

 

 

 

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