Corona-Studie: Online Apotheken werden immer beliebter

Appinio Research · 23.11.2020 · 5min Lesezeit

Apotheken Zeichen

Dass die Gesundheit eines der h√∂chsten G√ľter des Menschen ist, ruft sp√§testens die Corona-Pandemie wieder in Erinnerung. Kein Wunder also, dass sich die deutsche Bev√∂lkerung vermehrt mit ihrer Gesundheit, dem Einkauf in Versandapotheken sowie gesundheitsrelevanten Themen wie dem Abschluss von Versicherungen besch√§ftigt. Im w√∂chentlichen Corona Consumer Tracking (repr√§sentative Befragung von 1.000 Deutschen, nach Alter und Geschlecht) des Marktforschungsinstituts Appinio steht die Gesundheit daher in dieser Woche im Fokus.

 

Sie wollen parallel noch tiefer in die Zahlen hinter dem Blogbeitrag eintauchen? 

 

 

Medikamente online shoppen

Online-Shopping wird immer beliebter, auch bei Medikamenten: 69 Prozent der Befragten kaufen rezeptfreie Medikamente mindestens ab und zu in online Apotheken. Bei rezeptpflichtigen Medikamenten sind es 42 Prozent. Der niedrigere Anteil liegt vermutlich daran, dass Rezepte vorab eingeschickt werden m√ľssen, bevor das Medikament sich auf den Weg zum Empf√§nger macht. Dabei schlie√üen Frauen (62 Prozent) die Nutzung von online Apotheken beim Kauf von rezeptpflichtigen Produkten eher aus als M√§nner (54 Prozent). Unter den Befragten, die bereits eine online Apotheke genutzt haben, haben dies 17 Prozent w√§hrend der Coronakrise zum ersten Mal ausprobiert. Vor allem unter den j√ľngeren Altersgruppen haben einige erst durch die Pandemie bei einer online Apotheke eingekauft: 25 Prozent der 18- bis 24-J√§hrigen und 24 Prozent der 25- bis 34-J√§hrigen haben das Angebot genutzt - und immerhin auch sieben Prozent der 55- bis 65-J√§hrigen.

 

 

Gro√üteil w√ľrde E-Rezepte ab 2022 nutzen

Ab 2022 soll deutschlandweit das E-Rezept eingef√ľhrt werden. Mit diesem digitalen Rezept kann ein ben√∂tigtes Medikament sowohl online, als auch in der Vor-Ort-Apotheke abgeholt werden. Aktuell k√∂nnen sich 67 Prozent der Teilnehmer der Studie vorstellen, E-Rezepte zu nutzen, um online Medikamente direkt bei einer Versandapotheke zu kaufen. Am ehesten k√∂nnen sich das 25- bis 34-J√§hrige vorstellen: 75 Prozent von ihnen w√ľrden sie eher bis sehr wahrscheinlich nutzen, w√§hrend es unter den 55- bis 65-J√§hrigen vergleichsweise nur 53 Prozent sind. 

 

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Die gesamten Studienergebnisse hat Appinio in einem 30-seitigen Report zusammengefasst. Interessierte können den Report zur Studie unter Angabe von Kontaktdaten herunterladen.

Zum Studien-Download

 

Amazon Pharmacy auch in Deutschland denkbar

Die vor kurzem in den USA gelaunchte Amazon Pharmacy kommt potenziell auch bei den deutschen Konsumenten gut an: In der Umfrage gaben 62 Prozent der Teilnehmer an, dass sie eher bis sehr wahrscheinlich rezeptfreie Medikamente bei Amazon kaufen w√ľrden. Knapp jeder Zweite (49 Prozent) k√∂nnte sich dies auch bei rezeptpflichtigen Medikamenten vorstellen. Dabei sind M√§nner der Idee gegen√ľber offener als Frauen: 53 Prozent der m√§nnlichen und 46 Prozent der weiblichen Bev√∂lkerung w√§re bereit dazu, Medikamente bei dem Online-Riesen Amazon zu ordern.

Die gr√∂√üte Bereitschaft f√ľr den Kauf von rezeptpflichtigen Medikamenten auf Amazon haben 35- bis 44-J√§hrige (57 Prozent). Im Gegensatz dazu k√∂nnen sich in der Altersgruppe der 55- bis 65-J√§hrigen deutlich weniger Befragte vorstellen, Medikamente auf Rezept bei Amazon zu kaufen: nur 36 Prozent w√ľrden rezeptpflichtige Medikamente bei Amazon kaufen, 51 Prozent von ihnen w√ľrden rezeptfreie Medikamente bestellen.

 

 

Versicherungen in Krisenzeiten

Auch Versicherungen sind in Zeiten einer Krise relevant. So ergab die Analyse von Appinio, dass jeder Zehnte (10 Prozent) w√§hrend der Coronapandemie dar√ľber nachdenkt, eine noch nicht vorhandene Versicherung abzuschlie√üen. Sieben Prozent haben bereits eine neue Versicherung, z.B. eine zus√§tzliche Krankenversicherung, abgeschlossen.

J√ľngere Befragte haben eher eine neue Versicherung abgeschlossen als √§ltere: 12 Prozent der 25- bis 34-J√§hrigen und nur ein Prozent der 55-65-J√§hrigen haben mindestens eine neue Versicherung abgeschlossen. Am ehesten wurden zus√§tzliche Haftpflichtversicherungen (34 Prozent) oder Krankenversicherungen (24 Prozent) abgeschlossen.

 

Weitere Entwicklungen im Leben mit der Pandemie

Nach einem Tiefpunkt im Juli (18. Welle) ist die Sorge um die eigene Gesundheit in Bezug auf das Coronavirus weitestgehend stetig gestiegen. W√§hrend Mitte Juli 28 Prozent (sehr) besorgt waren, sind es aktuell 37 Prozent (plus 9 Prozentpunkte). 34 Prozent nennen diese Woche eine schlechte Versorgung im Falle einer Krankheit, unabh√§ngig vom Coronavirus, als eine ihrer gr√∂√üten Sorgen ‚Äď so viele waren es zuletzt zu Beginn des ersten Lockdowns im M√§rz (plus 6 Prozentpunkte).

Zudem sagen diese Woche so viele Deutsche wie noch nie seit dem Beginn der Messungen im März, dass sie mehr online shoppen als vor der Coronakrise (52 Prozent). Außerdem verbringen insgesamt 49 Prozent mehr Zeit online und 42 Prozent nutzen öfter online Video Streaming-Dienste.

 

Ausnahmslos alle öffentlichen Verkehrsmittel werden diese Woche als viel unsicherer eingeschätzt als noch in der letzten Woche. Seit Ende Oktober bleiben drei Viertel der Bevölkerung (75 Prozent) in der Freizeit mehr zuhause, vergleichbar hoch war diese Zahl zuletzt Ende Mai (76 Prozent). Auch bleiben 39 Prozent der Arbeitnehmer im Homeoffice, ebenfalls ein Höchstwert seit Juli (17. Welle).

Mehr √ľber Appinio

Die Marktforschungsplattform Appinio erm√∂glicht es Unternehmen, weltweit tausende Meinungen spezifischer Zielgruppen in wenigen Minuten zu erhalten. Jeder kann so erstmals Entscheidungen und Ideen in Echtzeit validieren. Als schnellste L√∂sung f√ľr Marktforschung liefert Appinio Feedback aus 50+ M√§rkten und hilft Unternehmen dabei, Agilit√§t und Consumer Centricity in die Realit√§t umzusetzen. 

 



 

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