Ist die Zukunft des Reisens digital? - Der groĂźe Travel Report 2024

Appinio Research · 21.03.2024 · 21min Lesezeit

Jeder dritte Deutsche will 2024 am liebsten zwei Mal verreisen.

 

Die Welt ist im stetigen Wandel, doch eines bleibt immer konstant: Das Fernweh. Egal ob per Pauschalreise an den Strand, ein Städtetrip nach New York oder eine Erlebnisfahrt mit der transsibirischen Eisenbahn – die nächste Reise steht ganz oben auf der Wunschliste der Deutschen.  


Doch wie sieht das Reiseverhalten in diesem Jahr aus? Welche exotischen Ziele stehen ganz oben auf der Reise-Bucketlist, welche heimischen Schätze werden entdeckt? Wie tief greifen Reiselustige in ihre Taschen, und was suchen sie eigentlich auf ihren Abenteuern? Das fand die diesjährige Ausgabe des Appinio Travel Report heraus. Eins ist schon jetzt völlig klar: Deutschland ist urlaubsreif! Wir werfen abermals einen Blick auf das Reiseverhalten und die Fernwehsehnsüchte der Deutschen.

 

 

Du willst parallel noch tiefer in die Zahlen des Blogbeitrags eintauchen? Gar kein Problem.

 

       

Die Reiselust steigt weiter

Welchen (hohen) Stellenwert Urlaub bei den Deutschen hat, zeigen ein paar grundlegende Zahlen: Jeder dritte Deutsche will 2024 am liebsten zwei Mal verreisen (32 Prozent). 35 Prozent sogar mehr als dreimal. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Reiselust leicht gestiegen, denn 2023 plante jeder Siebte (14 Prozent) gar keine Reise, 2024 ist nur die Hälfte (7 Prozent). Der Urlaub sollte im Idealfall zwei Wochen oder zumindest eine Woche lang sein (46 und 38 Prozent). Während jeder zweite am liebsten auf einen All-inclusive Urlaub setzt (54 Prozent), will jeder Dritte mindestens 3.000 Euro ausgeben, Männer legen in der Hinsicht tendenziell mehr Geld auf den Tisch als Frauen (33 vs. 26 Prozent)

Der Hauptgrund für Urlaub ist in erster Linie Entspannung, viele wollen aber auch die Natur genießen oder einfach nur dem Alltag entfliehen (42, 38 und 37 Prozent). Kaum verwunderlich, dass jeder Dritte zu einem Wellness-Urlaub nicht nein sagen würde (32 Prozent). Als geplante Unterkunft steht das Hotel unangefochten an erster Stelle (63 Prozent), aber auch Ferienwohnung bzw. Ferienhaus, Pension und Hostel sind attraktive Optionen (34, 28, 22 und 13 Prozent). Darüber hinaus kann sich jeder Zehnte (11 Prozent) eine Fahrt mit dem Kreuzfahrtschiff vorstellen – ganz egal ob auf einem Kreuzfahrtschiff von Aida, MSC oder Costa.
 

Meer oder Großstadt – aber mit wem?

Wohin soll's gehen? Die Deutschen wollen am liebsten Urlaub am Meer, in einer Stadt oder in die Berge fahren (74, 49 & 34 Prozent). Unter den Top-Reiseländern sind in diesem Jahr die Türkei und Italien (je 8 Prozent) sowie Spanien und Österreich (je 7 Prozent). Die liebste Reisebegleitung ist der eigene Partner, die eigenen Kinder oder Freunde (65, 33 & 30 Prozent). Nicht mal jeder Zehnte (7 Prozent) würde allein in den Urlaub fahren.

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Vorbereitung ist alles

Der Großteil plant den Urlaub drei bis sechs Monate im Voraus (32 Prozent), jeder Fünfte nimmt sich sogar sechs bis neun Monate Zeit (22 Prozent). Fast jeder Zehnte reist am liebsten spontan bzw. „Last Minute“, plant zumindest den nächsten Urlaub nicht länger als einen Monat im Voraus (8 Prozent). Doppelt so viele Deutsche buchen ihren Urlaub lieber auf einem Internet-Reiseportal als in einem Reisebüro (64 vs. 31 Prozent). Um dorthin zu kommen, hat das Auto die Nase vorm Flugzeug, jeder Dritte steigt für den Urlaub in den Zug (61, 44 und 29 Prozent).

Inspiration: Freunde und Social Media

Die Inspiration für das nächste Urlaubsziel kommt in erster Linie von Freunden oder Verwandten, aber auch von Reiseanbietern oder aus Dokumentationen (44, 38 und 34 Prozent). Doch auch Soziale Medien sind heutzutage nicht nur für jüngere Menschen eine wichtige Inspirationsquelle beim Reisen (40 Prozent). Beim Thema Reisen sind nur Empfehlungen von Freunden und Verwandten gewichtiger als in sozialen Medien (44 vs. 40 Prozent). Dabei hat Instagram mit großem Abstand die Nase vor YouTube, TikTok und Facebook (42 vs. 21, 17 und 13 Prozent). Jedoch führt Social Media bei den jüngeren Generationen häufiger zu einem FOMO bzw. „Fear of Missing Out“, also der Angst, etwas Wichtiges oder Schönes zu verpassen. Insbesondere die 16- bis 24-Jährigen (45 Prozent), 25- bis 34-Jährige (40 Prozent), aber vor allem die 35- bis 44-Jährigen (49 Prozent) hatten durch Instagram bezüglich Reisen das Gefühl, etwas zu verpassen. Das wiederum unterstreicht, welche Bedeutung Plattformen wie Instagram, TikTok und YouTube als Inspirationsquelle im Leben junger Menschen haben.

 

Stimme voll und ganz zu: "Durch den Konsum von Social Media hatte ich in Bezug auf Reisen schon einmal das GefĂĽhl, etwas zu verpassen.

  1. 16-24-Jährige  (24%)
  2. 25-34-Jährige (13%)
  3. 35-44-Jährige (15%)
  4. 45-54-Jährige (3%)
  5. 55-65-Jährige (13%)

 

Mal angenommen: Geld spielt keine Rolle…

…dann würden viele Deutsche mindestens fünfmal im Jahr verreisen. Kaum verwunderlich ist bei den 16- bis 24-Jährigen sowie 25- bis 35-Jährigen die Reiselust am stärksten ausgeprägt (42 & 40 Prozent im Vergleich zu 33 bzw. 30 Prozent bei den 45- bis 54- sowie 55- bis 65-Jährigen). Die diesjährigen Traumziele – wenn das Budget keine Grenzen kennt – sind New York, Japan und die Malediven. Aber auch eine Weltreise oder erholsame bzw. inspirierende Retreats stehen hoch im Kurs: Zwei Drittel der Befragten (64 Prozent) haben (eher bis großes) Interesse an einer Weltreise, fast die Hälfte (48 Prozent) würde sich in einem Selbstfindungsretreat wiederfinden.

Workation: Arbeiten im Urlaub ist beliebt

Wie stehen die Chancen um eine „Workation“, also der Kombination von Arbeit und Urlaub am Urlaubsort selbst? So traumhaft das klingt, ist es für weniger als die Hälfte der Deutschen eine echte Option. Vor allem, weil es die Hälfte der Deutschen (54 Prozent) gar nicht umsetzen könnte. Ein weiteres Viertel (26 Prozent) könnte zwar auch aus dem Ausland arbeiten, hat das aber vorerst nicht auf dem To-Do-Zettel. Lediglich eine Minderheit, sprich jeder fünfte Deutsche (20 Prozent), plant tatsächlich eine solche Reise.
(48 Prozent) wĂĽrde sich in einem Selbstfindungsretreat wiederfinden.
 

Liebe auf Reisen? Na logo!

In Bezug auf Liebe und Romantik im Urlaub zeigt der Travel Report von Appinio, dass ein Drittel der Deutschen im Urlaub häufiger Sex hat (34 Prozent). Das sind sieben Prozent mehr als noch im Vorjahr (27 Prozent im Travel Report 2023). Männer haben leicht die Nase leicht vor den Frauen (38 vs. 30 Prozent). Für ein gutes Drittel (33 Prozent) fühlt sich der Sex im Urlaub auch besser als zuhause an – vor allem für jüngere Befragte (38 Prozent bei den 16- bis 24-Jährigen vs. 26 Prozent bei den 55- bis 65-Jährigen).

Am ehesten gehen die Deutschen im Urlaub ein Tête-à-Tête mit anderen Touristen ein, aber auch Einheimische und Hotelangestellte werden mitunter zur Urlaubsromanze (16, 12 und 7 Prozent). Dabei kommen in der Urlaubszeit seltener Dating-Apps zum Einsatz. Unter den Usern nutzt nur jeder Zehnte Dating-Apps intensiver als daheim (10 Prozent), die große Mehrheit lässt Tinder und Co. im Urlaub sogar komplett links liegen (70 Prozent).Bildschirmfoto 2024-03-18 um 17.04.24
 

Neuer Reisetrend? Der Digitalisierte Urlaub

Virtual Reality und Smartphone-Apps finden langsam, aber sicher ihren Weg in das Tourismussegment. Insbesondere ältere Reisende zeigen sich offen für eine neue, digitale Erfahrung, ergänzt zum konventionellen Reisen. Doch insgesamt ist nur ein Bruchteil der deutschen Urlauber (13 Prozent) bisher in virtuelle Realitäten eingetaucht, etwa bei einem Museumsbesuch. Mehr als jeder zweite Befragte hätte aber Lust, solche digitalen Reiseerlebnisse auszuprobieren (54 Prozent). Für jeden Dritten kommen VR-Angebote auf Reisen nicht in Frage (33 Prozent).

Hingegen versprechen immer mehr smarte Apps eine optimierte Reiseplanung. Jeder Siebte (13 Prozent) nutzt bereits solche Organisations-Apps, doch der Großteil der Deutschen hat noch gar nicht von solchen Angeboten gehört (42 Prozent). Jeder siebte Befragte kann sich auch nicht vorstellen, smarte Apps für die eigene Reiseplanung zu nutzen (15 Prozent).

Fazit zum Travel Report 2024

Ob im Auto Richtung Schwarzwald, per Zug an den Strand in Spanien oder mit dem Flugzeug nach Japan oder New York: Reisen und Urlaub genießen in Deutschland einen hohen Stellenwert. Das zeigt mal wieder der Appinio Travel Report 2024. Die Mehrheit der Deutschen gönnt sich 2024 mindestens zwei Mal Urlaub und gibt dafür einen vierstelligen Betrag aus. Wäre Geld kein Problem, würden viele Deutsche gleich fünfmal im Jahr neue Länder erkunden, eine spannende Großstadt entdecken oder das nächste Wellness-Hotel buchen wollen. Dabei lässt sich eine zunehmende Offenheit für neue Technologien wie Virtual Reality und nachhaltiges Reisen ausmachen. Auch fördert der Urlaubsmodus das Liebes- und Sexleben – wenig überraschend bei der riesigen Reiselust der Deutschen.

 

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