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Future of Work Report - so hat Corona den Arbeitsalltag verändert Veröffentlichung: 21. Januar 2021

Das Jahr 2020 hat für Millionen Deutsche sowohl ihren privaten als auch beruflichen Alltag komplett verändert. Aufgrund der Corona-Pandemie sind das Arbeiten im Home Office, Videokonferenzen sowie neue, digitale Tools das neue Normal für einen Großteil aller Erwerbstätigen geworden. Um die Frage zu beantworten, wie diese neue Realität, die “Future of Work”, im alltäglichen Leben der Deutschen aussieht und aussehen wird, haben das Marktforschungsinstitut Appinio und die Online-Jobseite Indeed den Future of Work-Report ins Leben gerufen.
Dafür wurden deutschlandweit 2.000 Menschen in Voll- und Teilzeitjobs repräsentativ (nach Alter und Geschlecht) dazu befragt, was sie in ihrem Arbeitsleben bewegt, was sich in ihrem Alltag verändert hat und wie sie in die Zukunft sehen. Die wichtigsten Erkenntnisse und Fakten aus über 30 Seiten rund um die Themen Home Office, Digitalisierung und Führungsverhalten sind in diesem Blogartikel zusammengefasst.

 

Home Office: Jeder Siebte könnte theoretisch von zuhause arbeiten, darf aber nicht

Während für 43 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland Home Office keine Möglichkeit darstellt, weil sie physisch anwesend sein müssen, könnten es ganze 13 Prozent, und damit jeder Siebte, aber dürfen es nicht. Und das nur, weil ihre Führungsperson es nicht erlaubt. Bei zwölf Prozent aller Befragten ist es das genaue Gegenteil: Sie dürften Home Office machen, wollen es aber nicht und treten somit freiwillig jeden Tag den Gang ins Büro an. Vor allem Befragte zwischen 18 und 24 wollen gerne im Büro anstatt von Zuhause arbeiten.

 


Zukunft des Arbeitens sieht die Mehrheit im Hybrid-Modell

Die Frage, wie sie in der Zukunft am liebsten arbeiten wollen, beantwortet die große Mehrheit aller Arbeitnehmer mit “halb-halb”: ein Hybrid-Modell, in dem teilweise von Zuhause und teilweise im Büro gearbeitet wird, ist die optimale Vorstellung für viele: Sowohl jene mit Führungsverantwortung (74 Prozent) als auch Arbeitnehmer ohne Führungsverantwortung (68 Prozent) präferieren deutlich den Mix aus Heimarbeit und Büro.

 

Jobwechsel für Home Office für jeden Dritten denkbar

54 Prozent der Befragten, die nicht von Zuhause aus arbeiten können, beneiden die für viele neu gewonnenen Möglichkeit zum Home Office. Jeweils ein Drittel von ihnen kann sich sogar vorstellen, den Arbeitgeber zu wechseln (34 Prozent) oder sogar einen kompletten Quereinstieg zu wagen (35 Prozent), um in Zukunft am heimischen Schreibtisch arbeiten zu können.

 

Digitale Tools verändern den Arbeitsalltag von Millionen

Für mehr als die Hälfte aller Befragten hat sich der Arbeitsalltag durch digitale Tools verändert (53 Prozent). Die große Mehrheit von ihnen (87 Prozent) empfindet das als positiv. Zwei Drittel (66 Prozent) empfinden die Zusammenarbeit mit den Kollegen aufgrund der neuen Lösungen und Tools als einfacher im Vergleich zu vorher und mehr als die Hälfte (58 Prozent) der Befragten gab an, durch diese produktiver geworden zu sein.
Trotz aller Vorteile haben digitale Tools auch ihre Schattenseiten. Etwa ein Drittel fühlt sich aufgrund der neuen Technologien gestresst (37 Prozent), kontrolliert (33 Prozent) oder überfordert (32 Prozent). Insbesondere die jüngere Generation ist betroffen: Unter den 18- bis 24-Jährigen fühlen sich ganze 41 Prozent (eher) vom Vorgesetzten kontrolliert - unter den 55- bis 65-Jährigen empfindet das nur etwa die Hälfte so (23 Prozent). 35- bis 44-Jährige haben durch die neuen Tools ein besonders hohes Stresslevel: 43 Prozent gaben an, vermehrt gestresst zu sein als vorher.

 

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Die gesamten Studienergebnisse hat Appinio in einem 30-seitigen Report zusammengefasst. Interessierte können den Report zur Studie unter Angabe von Kontaktdaten herunterladen.



 

Videokonferenzen als neues Normal

Für 59 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland hat der Großteil aller Meetings in letzter Zeit lediglich online stattgefunden. Und die meisten scheinen Gefallen daran gefunden zu haben: drei von vier Befragte können sich vorstellen, in Zukunft Termine mit bis zu fünf Personen auch nur noch online bzw. als Videokonferenz stattfinden zu lassen. Auch Fort- und Weiterbildungen (72 Prozent) und Bewerbungsgespräche (62 Prozent) wollen viele in der Zukunft durch Videokonferenzen ersetzen. Unter den Befragten, die bereits online Bewerbungsgespräche durchgeführt haben, war die das Feedback mehrheitlich positiv. Wenngleich 60 Prozent von ihnen das Gefühl hatten, den Gegenüber nicht wirklich kennengelernt zu haben, finden 70 bzw. 71 Prozent, dass dennoch ein guter Eindruck des Tätigkeitsfeldes bzw. der Unternehmenskultur vermittelt worden ist.

 


Jüngere Menschen haben seit der Pandemie oft besseres Verhältnis zu Führungskräften

Für 77 Prozent hat sich das Verhältnis zum Chef oder zur Chefin seit der Corona-Pandemie nicht verändert. Unter den Befragten, die angaben, dass es sich verändert hat, war der Anteil junger Menschen besonders hoch. Die Bilanz: Das Verhältnis zum Chef ist zum großen Teil besser geworden. Vor allem die Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen ist davon überzeugt. 52 Prozent geben an, seit Corona ein (deutlich) besseres Verhältnis zu haben, 28 Prozent empfinden es als eher besser. Auch das Gefühl der Wertschätzung hat für viele zugenommen. 29 Prozent gaben an, dass sich die Wertschätzung ihrer Arbeit (eher) zum Positiven verändert hat. Nur zehn Prozent sagen, dass diese sich (eher) zum Negativen gewendet hat, für 69 Prozent hat sich nichts verändert.

Jeder Vierte verspürt Sorge beim Gedanken an die Zukunft

26 Prozent aller Deutschen in einem Voll- oder Teilzeitjob sind besorgt, wenn sie an ihre berufliche Zukunft denken. Ganze 42 Prozent hatten in ihrem derzeitigen Job sogar schon einmal Angst, ihn verlieren zu können. Die Corona-Pandemie hat diese Sorge insbesondere für Frauen deutlich verstärkt: 45 Prozent von ihnen sorgen sich aufgrund der Pandemie noch mehr als vorher. Unter den Männern gaben dies 39 Prozent an. Die am häufigsten genannten Gründe zur Sorge sind die gesamtwirtschaftliche Lage (62 Prozent), Kurzarbeit (43 Prozent) und drohende Entlassungen im eigenen Unternehmen (41 Prozent).

 

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