Studie über Anime und Manga: Milliardenmarkt mit kaum besetztem Markenterritorium
Presseteam · 01.10.2026 · 7min Lesezeit
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Düsseldorf/Hamburg, 5. Oktober 2026 – Fast jede:r Zweite aus Gen Z und Millennials in Deutschland hat innerhalb der vergangenen zwölf Monate Anime oder Manga konsumiert, jede:r Vierte mindestens wöchentlich. Das geschätzte jährliche Konsumvolumen der 16- bis 45-Jährigen liegt bei rund 1,5 Milliarden Euro. Gleichzeitig sind mehr als 95 Prozent der aktiven Fans offen für Markenengagement, während selbst die meistgenannte Marke lediglich fünf Prozent erreicht.
Fast jede:r Zweite aus Gen Z und Millennials konsumiert Anime oder Manga. Mehr als 95 Prozent der Fans sind offen für Markenengagement, während selbst die meistgenannte Marke nur fünf Prozent erreicht.
Für Marketingentscheider:innen ergibt sich damit eine seltene Konstellation: hohe Reichweite, relevante Kaufkraft und kulturelles Momentum treffen auf ein bislang weitgehend unbesetztes Markenterritorium.
Zu diesem Ergebnis kommen die neuen Cultureverse Insights Vol. 01: Anime & Manga von THE AMBITION und IKAI ZERO. Gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen Appinio wurden dafür im September 2026 insgesamt 1.200 Menschen zwischen 16 und 55 Jahren in Deutschland befragt. Die Publikation bildet den Auftakt einer neuen, quartalsweise erscheinenden Reihe, in der THE AMBITION gemeinsam mit ausgewählten Expert:innen relevante kulturelle Umfelder beleuchtet, Communities und Entwicklungen einordnet und daraus konkrete Insights und Potenziale für Marken ableitet. Den Anfang macht Anime & Manga gemeinsam mit IKAI ZERO.
„Culture Marketing hat sich in den vergangenen Jahren zu einem festen Bestandteil moderner Markenführung entwickelt. Gleichzeitig konzentrieren sich viele Unternehmen noch immer auf die naheliegenden Spielfelder wie Musik und Gaming. Dabei entstehen gerade dort besonders spannende Chancen, wo kulturelle Relevanz und Momentum auf wenig besetztes Markenterritorium treffen. Anime und Manga sind dafür aktuell eines der besten Beispiele“, sagt Phillip Böndel, Co-Founder & CEO von THE AMBITION.
Große Kultur, kaum besetztes Markenterritorium
97 Prozent der Gen Z und Millennials erkennen mindestens einen der 20 in der Studie abgefragten Anime- oder Manga-Titel. 81 Prozent der aktiven Fans geben Geld für Anime und Manga aus, unter anderem für Streaming, Manga, Games, Merchandise und Events. Daraus ergibt sich ein modelliertes jährliches Konsumvolumen von rund 1,5 Milliarden Euro allein unter den 16- bis 45-Jährigen.
Dieser wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung steht eine überraschend geringe Markenpräsenz gegenüber. In einer offenen Abfrage, welche Marken die Befragten mit Anime und Manga verbinden, war die häufigste Antwort: keine. Selbst die meistgenannte Marke Crunchyroll erreicht lediglich rund fünf Prozent und ist als Streaming-Plattform selbst Teil des Anime-Ökosystems. Keine der meistgenannten Marken kommt von außerhalb der Kultur.
„Mehr als 95 Prozent der Anime- und Manga-Fans sind offen für Markenengagement, gleichzeitig hat praktisch keine Marke bislang eine relevante mentale Präsenz in diesem Raum aufgebaut. Einen derart großen White Space sehen wir nur selten. Für Marken ergibt sich daraus eine enorme Chance“, sagt Louise Leitsch, Chief Product & Research Officer bei Appinio.
Die Chance ist groß. Der richtige Einstieg ist trotzdem spezifisch.
Die hohe Offenheit bedeutet jedoch nicht, dass jede Marke mit jeder Anime-Aktivierung erfolgreich sein kann. Die Untersuchung zeigt vielmehr, dass es „die Anime-Zielgruppe“ nicht gibt. THE AMBITION und IKAI ZERO unterscheiden elf überlappende Communities mit jeweils eigenen Codes, Verhaltensweisen, kulturellen Räumen und Authorities. Menschen können dabei mehreren Communities gleichzeitig angehören.
„Anime und Manga bieten Marken aktuell eine außergewöhnliche Chance: Die Kultur ist groß, wächst und ist gleichzeitig erstaunlich offen für Marken, die sich ernsthaft mit ihr auseinandersetzen. Trotzdem ist dieses Potenzial bislang kaum genutzt. Wer jetzt die Communities und ihre Codes wirklich versteht und einen glaubwürdigen Beitrag leistet, kann sich in einem kulturellen Raum positionieren, der noch längst nicht besetzt ist“, sagt Jonas Selzer, Co-Founder von IKAI ZERO.
Zu den vier zentralen Communities zählen die „Season Surfers“, die Anime vor allem über aktuelle Hits und große Plattformen entdecken, die tief in der Kultur verwurzelten „Lore Keepers“, die kreativ produzierenden „Reality Shapers“ sowie die von Kawaii und visueller Selbstexpression geprägten „Soft Hearts“. Hinzu kommen weitere Communities rund um Manga, Collecting, Gaming, Virtual Talents, Fashion, Nostalgie und kulturellen Diskurs.
Diese Differenzierung ist insbesondere für Sponsoring, Partnerships und Brand Experiences relevant: Je nach Community unterscheiden sich die relevanten Codes, Spaces und Authorities und damit auch die Frage, wo und wie eine Marke glaubwürdig stattfinden kann. Für Marken verschiebt sich damit die strategische Frage: nicht „Wie können wir etwas mit Anime machen?“, sondern „In welcher Community besitzt unsere Marke einen glaubwürdigen Right to Play und welche Rolle kann sie dort langfristig besetzen?“
Glaubwürdiges Engagement zahlt auf die Marke ein
Die Daten zeigen ein hohes Wirkungspotenzial für Marken, die diesen Fit herstellen. 91 Prozent der Fans geben an, eine Marke sympathischer zu finden, wenn sie sich glaubwürdig und mit erkennbarem Mehrwert in Anime und Manga engagiert. 90 Prozent würden sie eher beim Kauf berücksichtigen, 87 Prozent eher weiterempfehlen.
Auch der mögliche Markenzugang reicht deutlich über die erwartbaren Kategorien hinaus. Technologie und Gaming weisen mit 63 Prozent den höchsten wahrgenommenen Fit auf, gefolgt von Musik mit 55 Prozent sowie Fashion und Food mit jeweils 50 Prozent. Gleichzeitig wird keine der untersuchten Branchen grundsätzlich ausgeschlossen. Für Marken eröffnet das ein breites Spektrum möglicher Zugänge, von Sponsoring und Brand Experiences über IP-Kollaborationen und Limited Editions bis hin zur langfristigen Förderung von Creators, Events und Communities.
„Die Daten zeigen die Opportunity. Aber daraus folgt nicht, dass jetzt jede Marke einfach eine Anime-Kollaboration braucht. Für CMOs beginnt die eigentliche Arbeit mit der Frage, welche Community zur eigenen Marke passt, welchen glaubwürdigen Beitrag sie dort leisten kann und welche Position sie langfristig besetzen möchte. Erst daraus ergibt sich, ob der richtige Hebel Sponsoring, eine Brand Experience, eine IP-Kollaboration oder eine langfristige kulturelle Plattform ist. Genau diese Brücke zwischen Cultural Intelligence und Markenstrategie wollen wir mit dem Cultureverse schlagen“, sagt Böndel.
Cultureverse Insights startet neue Studienreihe
Mit den „Cultureverse Insights“ etabliert THE AMBITION eine quartalsweise Publikationsreihe für Marketing-Entscheider:innen. Jede Ausgabe widmet sich einem ausgewählten kulturellen Umfeld und verbindet Daten, strategische Methodik und tiefes kulturelles Expertenwissen. Ziel ist es, frühzeitig neue Potenzialfelder für Marken sichtbar und strategisch nutzbar zu machen.
Die „Cultureverse Insights Vol. 01: Anime & Manga“ stehen ab sofort kostenlos auf culture-marketing.com zum Download bereit.
Über THE AMBITION
THE AMBITION ist Europas führende unabhängige Culture-Marketing-Beratung und wurde 2025 als „Culture Marketing Agency of the Year“ ausgezeichnet. Die Beratung unterstützt Marken dabei, kulturelle Relevanz systematisch in Marken- und Unternehmenswachstum zu übersetzen. Dabei arbeitet THE AMBITION über das gesamte kulturelle Spektrum hinweg, von Musik, Sport und Gaming über Entertainment und Kunst bis hin zu unterschiedlichsten Subkulturen und Communities. Mit der proprietären Cultureverse-Methodik identifiziert THE AMBITION relevante kulturelle Räume, Communities und Authorities und entwickelt daraus langfristige, datenbasierte Culture-Marketing-Strategien.
Über IKAI ZERO
IKAI ZERO ist Deutschlands erstes Cultural Studio für Anime und Manga. Das Unternehmen verbindet tiefes Szenewissen mit strategischer Markenberatung und unterstützt Marken dabei, glaubwürdige Positionen innerhalb der Anime- und Manga-Kultur zu identifizieren und vom ersten Markteintritt bis zum langfristig besetzten kulturellen Territorium zu entwickeln.
Über Appinio
Appinio ist ein globales Marktforschungsunternehmen, das eine intuitive Research-Plattform mit Beratung und einem eigenen internationalen Panel verbindet. Für die „Cultureverse Insights Vol. 01“ führte Appinio die zugrunde liegende Befragung von 1.200 Menschen in Deutschland durch.
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