Der ultimative Guide zur Treiberanalyse

Appinio Research · 15.12.2023 · 20min Lesezeit

Die Treiberanalyse hilft zu verstehen, was Kunden antreibt, fundierte Entscheidungen zu treffen und der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein.

Die Treiberanalyse, im Englischen besser bekannt als Key-Driver-Analyse, ist ein grundlegender Bestandteil der Marktforschung. Der systematische Prozess hilft Unternehmen dabei, die wichtigsten Faktoren für das Kundenverhalten, Markttrends und die Unternehmensleistung zu analysieren und zu verstehen.

 

 

Die Treiberanalyse soll hauptsächlich kritische Fragen beantworten, wie zum Beispiel:

  1. Welche Faktoren treiben Veränderungen in den Verbrauchervorlieben voran?
  2. Wie kann die Kundenbindung verbessert werden?
  3. Welche Variablen haben den größten Einfluss auf Umsatz und Ertrag?

Mit den Antworten auf diese Fragen können Unternehmen fundierte Entscheidungen treffen, Ressourcen effizient zuweisen und Strategien entwickeln, die bei ihrer Zielgruppe Anklang finden.

Warum ist die Treiberanalyse so wichtig in der Marktforschung?

Die Treiberanalyse spielt in der Marktforschung aus mehreren Gründen eine zentrale Rolle:

  1. Datengestützte Entscheidungsfindung: In einer datengetriebenen Zeit ermöglicht die Analyse der Einflussfaktoren den Unternehmen Entscheidungen auf empirischer Grundlage, nicht auf Basis der eigenen Intuition.
  2. Wettbewerbsvorteil: Mit dem Verständnis der wichtigsten Faktoren für Erfolg und Misserfolg können sich Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, indem sie sich auf das wirklich Wichtige konzentrieren. 
  3. Ressourcenzuweisung: Die Treiberanalyse hilft bei der effizienten Zuweisung von Ressourcen und ermittelt, welche Faktoren Aufmerksamkeit und Investition verdienen. 
  4. Produktentwicklung: Unternehmen können Produkte und Dienstleistungen entwickeln, die auf die Bedürfnisse und Vorlieben der Kunden zugeschnitten sind. Das erhöht die Zufriedenheit. 
  5. Risikominimierung: Wenn Unternehmen die Ursachen für Marktschwankungen kennen, können sie sich besser auf wirtschaftliche und branchenspezifische Herausforderungen vorbereiten und diese bewältigen.

Die Treiberanalyse wird in verschiedene Typen und Methoden unterteilt, die nun näher untersucht werden sollen. werden wir die verschiedenen Arten von Treibern und die Methoden zu ihrer Aufdeckung untersuchen.

Treibertypen in der Marktforschung

Treiber umfassen alle Elemente mit dem Potenzial, die Leistungsmetriken zu beeinflussen. Da sind zum einen die Hauptfaktoren, die sich am stärksten auf die Leistungsergebnisse auswirken. Meistens liegt eine Kombination verschiedener Schlüsselfaktoren zugrunde, die spezifische Kombination variiert je nach Unternehmen.

 

Eine Schlüsseltreiberanalyse soll einen Vergleich ermöglichen, wie viel jeder der ausgewählten Treiber zur Kundenzufriedenheit beiträgt. Jeder dieser Beiträge wird als Wichtigkeitsgewicht quantifiziert, das sich in der Regel auf 100 summiert oder zur sogenannten R² -Statistik beiträgt. 

 

Dies sind nur ein paar Beispiele für Schlüsseltreiber:

Interne Treiber

Interne Treiber beziehen sich auf Faktoren, die innerhalb einer Organisation oder Geschäftseinheit entstehen. Diese Faktoren unterliegen in der Regel der direkten Kontrolle oder dem Einfluss der Organisation. Hier sind einige Beispiele für interne Faktoren:

  1. Kundenservice und -betreuung: Ein qualitativ hochwertiger Kundenservice kann zu Kundentreue und positiver Mundpropaganda führen, was wiederum das Unternehmenswachstum fördert.
  2. Produktqualität und Innovation: Die Qualität von Produkten oder Dienstleistungen und die Fähigkeit zur Innovation können Marktposition und das Wachstum eines Unternehmens erheblich beeinflussen.
  3. Preisstrategie: Wie ein Unternehmen seine Produkte oder Dienstleistungen bepreist, kann das Kundenverhalten und die Rentabilität entscheidend beeinflussen.
  4. Marketing- und Werbemaßnahmen: Die Wirksamkeit von Marketingkampagnen, Markenbildung und Werbung kann die Wahrnehmung der Verbraucher und ihre Kaufentscheidungen beeinflussen.

Externe Treiber

Externe Treiber hingegen sind Faktoren, die sich der Kontrolle einer Organisation entziehen, aber deren Leistung und Erfolg erheblich beeinflussen können. Diese Faktoren beziehen sich oft auf das breitere wirtschaftliche, soziale und wettbewerbliche Umfeld. Hier sind Beispiele für externe Faktoren:

  1. Wirtschaftliche Bedingungen: Wirtschaftliche Faktoren wie Inflation, BIP-Wachstum und Zinssätze können das Ausgabeverhalten der Verbraucher und die Nachfrage beeinflussen.
  2. Wettbewerbssituation: Aktionen und Strategien der Konkurrenten können die Marktdynamik beeinflussen und sich auf den Marktanteil einer Organisation auswirken.
  3. Regulatorische Änderungen: Staatliche Vorschriften und Richtlinien können tiefgreifende Auswirkungen auf Branchen haben und Marktzutrittsschranken und Kosten für die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften beeinflussen.
  4. Technologische Neuerungen: Schnelle technologische Veränderungen können neue Marktchancen schaffen oder bestehende Geschäftsmodelle durcheinander wirbeln.
  5. Verbrauchertrends: Sich ändernde Verbraucherpräferenzen, demografische und kulturelle Trends können die Produktnachfrage und Markttrends verändern.

Das Verständnis des Zusammenspiels interner und externer Faktoren ist entscheidend für fundierte Geschäftsentscheidungen. Zur effektiven Analyse dieser Faktoren können verschiedene Methoden und Instrumente helfen.

Methoden und Tools der Treiberanalyse

Eine gründliche Treiber-Analyse beinhaltet oft eine Reihe von Methoden und Instrumenten zur effektiven Erfassung, Verarbeitung und Interpretation von Daten. Diese Techniken helfen dabei, Einblicke in die Faktoren zu gewinnen, die die Marktdynamik bestimmen. Dazu zählen:

Umfragen und Fragebögen

Eine erfolgreiche Analyse der Schlüsselfaktoren erfordert Fragen zu potenziellen Treibern und zur Gesamtzufriedenheit. Dies kann über Umfragen oder in persönlichen Gesprächen geschehen.

  1. Analyse der Kundenzufriedenheit: Erhebungen zur Kundenzufriedenheit sind eine der wichtigsten Methoden zur Sammlung von Daten über Kundenpräferenzen und -verhalten. Sie kann Faktoren ermitteln, die die Kundentreue und Produktakzeptanz fördern. Werte wie NPS (Net Promoter Score), CSAT (Customer Satisfaction Score) oder CES (Customer Effort Score) unterstützen die Treiberanalyse.
  2. Vertiefende Interviews: Qualitative Interviews mit den wichtigsten Stakeholdern können vor allem in komplexen B2B-Umgebungen wertvolle Einblicke in Faktoren liefern. Sie sind jedoch in der Regel zeitaufwändiger und die Analyse der Ergebnisse ist etwas schwieriger, denn die Daten müssen zuvor ordnungsgemäß bereinigt und aufbereitet werden.

Wettbewerbsanalyse

Eine Treiberanalyse reicht möglicherweise nicht aus, um Unternehmensstrategien zu verbessern und das Unternehmen voranzubringen. Ergänzend dazu gibt es andere Methoden, die den Erfolg voranbringen können:

  1. Benchmarking der Wettbewerber: Die Untersuchung der Strategien und Leistungen der Konkurrenten kann externe Einflussfaktoren auf die Branche aufzeigen.
  2. SWOT-Analyse: Eine SWOT-Analyse (Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats – Stärken, Schwächen, Chancen, Bedrohungen) kann die Faktoren aufdecken, die die Position eines Unternehmens im Vergleich zu seinen Wettbewerbern beeinflussen.
  3. Markttrends und Prognosen: Die Beobachtung von Branchentrends und die Vorhersage künftiger Entwicklungen können Unternehmen dabei helfen, sich auf kommende Faktoren vorzubereiten.

Datenanalyse & Modellierung

Nach dem Sammeln aller relevanten Daten startet die Analyse.

Um den Sinn der Daten zu verstehen, gibt es eine Reihe an Methoden:

  1. Regressionsanalyse: Statistische Regressionsmodelle können die Beziehungen zwischen den Variablen quantifizieren und die einflussreichsten Faktoren ermitteln.
  2. Segmentierungsanalyse: Die Marktsegmentierung hilft zu verstehen, wie sich die Einflussfaktoren in den verschiedenen Kundensegmenten unterscheiden.
  3. Textmining und Stimmungsanalyse: Die Analyse von Kundenrezensionen, Social-Media-Inhalten und offenen Umfrageantworten kann verborgene Faktoren und Trends aufdecken.

Die Auswahl der am besten geeigneten Methoden und Instrumente hängt von den Forschungszielen, den verfügbaren Daten und der Komplexität des zu analysierenden Marktes ab. In einigen Fällen kann eine Kombination von Methoden erforderlich sein, um ein umfassendes Verständnis der Einflussfaktoren zu erhalten.

Im folgenden Abschnitt werden die entscheidenden Schritte bei der Umsetzung einer Treiberanalyse untersucht.

Die Phasen der Treiberanalyse

Unabhängig davon, ob der Treiberanalyse ein quantitativer, qualitativer oder gemischter Ansatz zugrunde liegt: Die Umsetzung einer Treiberanalyse umfasst eine Reihe systematischer Schritte, um aussagekräftige Erkenntnisse zu gewinnen.

 

  1. Formulierung der Forschungsfragen: Eine erfolgreiche Analyse benötigt eine klar definierte Forschungsfrage. Welche spezifischen Treiber oder Faktoren sollen erforscht oder erklärt werden? Gut definierte Fragen leiten die Datenerhebung und -analyse.
  2. Identifizierung von Variablen: Die Identifizierung der Variablen ist ein ebenso elementarer Baustein für eine erfolgreiche Treiberanalyse. Dazu gehören sowohl abhängige Variablen (Ergebnisse, die erklärt werden) als auch unabhängige Variablen (die potenziellen Einflussfaktoren). Diese Variablen sollten mit den Forschungsfragen übereinstimmen. Bei Appinio werden die Prädiktorvariablen (z. B. Markenaussagen über eine Matrixfrage) und die Ergebnisvariable (z. B. Kaufabsicht über eine Likert-skalierte Frage) einfach als skalierte Fragen in einen Standardfragebogen integriert. Typische Einflussfaktoren sind Preis, Bequemlichkeit, Qualität, Verpackung oder alles, was Kundenzufriedenheit oder andere Messgrößen beeinflussen kann.
  3. Datenerhebung: Die erforderlichen Daten werden mit den geeigneten Methoden gesammelt und überprüft, dass die gesammelten Daten repräsentativ für Zielpopulation oder  Marktsegment sind. 
  4. Datenanalysetechniken: Die Forschungsziele definieren die relevanten Analysetechniken. Bei der quantitativen Analyse kommen Regressionsanalysen, Korrelationen oder Algorithmen für maschinelles Lernen zum Einsatz. Bei der qualitativen Analyse kommt eine Inhaltsanalyse oder eine thematische Analyse zum Einsatz, um Muster und Themen innerhalb der Daten aufzudecken.
  5. Interpretation und Schlussfolgerungen: Die Ergebnisanalyse fördert sinnvolle Schlussfolgerungen zutage. Entscheidend ist auch, welche Faktoren den größten Einfluss auf die gewünschten Ergebnisse haben.
  6. Umsetzbare Empfehlungen ableiten: Nun gilt es, Erkenntnisse in umsetzbare Empfehlungen umzuwandeln. Welche Strategien oder Änderungen kann die Organisation auf der Grundlage der ermittelten Einflussfaktoren umsetzen?
  7. Kontinuierliche Überwachung: Um die eigene Strategie überprüfen und zukünftige Trends besser bestimmen zu können, empfiehlt sich eine kontinuierliche Überwachung und Bewertung der Begebenheiten.

Diese Schritte ermöglichen eine systematische Treiberanalyse, die wertvolle Erkenntnisse für die Entscheidungsfindung und den Unternehmenserfolg liefern kann. Im nächsten Abschnitt geht es um die Umsetzung einer Treiberanalyse auf Basis einer Regressionsanalyse.

Treiberanalyse mit einer Regressionsanalyse: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Nach der Datensammlung geht’s in die Datenanalyse!

Leistungsmessung

Um die Performance der einzelnen Treiber aus einer Umfrage zu bewerten, muss die gewichtete Punktzahl für jeden Treiber bestimmt werden. Die spezifische Gewichtung der einzelnen Faktoren hängt von der Art der Datenerhebung ab.

 

Wird beispielsweise in einer Umfrage Faktoren wie Produktverfügbarkeit, Preise, Zweckmäßigkeit der Ladengestaltung und Freundlichkeit des Kundendienstes auf einer Skala von 1 (sehr unzufrieden) bis 5 (sehr zufrieden) bewertet, kann die Gewichtung der Faktoren auf derselben Skala stattfinden.

 

Die individuelle Leistung der einzelnen Faktoren kann dann als Prozentsatz des gewichteten Gesamtergebnisses betrachtet werden.

Untersuchung von Korrelationen

Die Korrelationsanalyse hilft dabei, die Beziehungen zwischen der Prädiktorvariable (unabhängig) und der Ergebnisvariable zu verstehen.

Diese Korrelationen werden durch Zahlen dargestellt, die als Korrelationskoeffizienten bezeichnet werden und von -1 bis +1 reichen. Positive Werte weisen auf eine positive Beziehung hin, negative Werte eine negative Beziehung. Die Ergebnisse der Koeffizienten sind wie folgt zu interpretieren:

  1. Ein Koeffizient zwischen 0 und 0,3 bedeutet eine schwache Beziehung.
  2. Koeffizienten zwischen 0,4 und 0,6 deuten auf eine moderate Beziehung hin.
  3. Koeffizienten zwischen 0,7 und 1 weisen auf eine starke Beziehung hin.

So deutet beispielsweise ein Korrelationskoeffizient von 0,15 zwischen Freundlichkeit und Kundenzufriedenheit auf eine schwache, positive Beziehung hin. Umgekehrt deutet ein Korrelationskoeffizient von -0,15 auf eine schwache, negative Beziehung hin. Der Wert allein reicht jedoch nicht aus. Er misst auch, wie stark sich die Gesamtkennzahl bei jeder Änderung der Gewichtung des Fahrers um einen Punkt verändert.

Einsatz der linearen Regression

Im letzten Schritt der Treiberanalyse kommt die sogenannte lineare Regression zum Einsatz, um das relative Gewicht jeder Korrelation zwischen den Schlüsselfaktoren und den Ergebnisvariablen zu bestimmen.

 

Die lineare Regression analysiert die paarweisen Korrelationen zwischen den unabhängigen Variablen (den Treibern), um die optimale lineare Kombination zu finden, die die Ergebnisvariable vorhersagt.

 

Dabei werden zwei Werte ermittelt: der Beitrag der einzelnen Einflussfaktoren zum Ergebnis sowie ein R²-Wert, der den Beitrag aller Einflussfaktoren zusammen quantifiziert. Ein R² -Wert kann zwischen 0 und 1 liegen und wird in einen Prozentsatz umgerechnet.

 

Ein höherer Wert weist auf ein stärkeres Modell hin. Ein R-Quadrat von 0,82 bedeutet zum Beispiel, dass 82 % der Varianz der Kundenzufriedenheit durch die vier Variablen (Produktverfügbarkeit, Preise, Ladengestaltung und Freundlichkeit) erklärt werden können. Die verbleibenden 18 % stellen eine ungeklärte Varianz dar und können nicht untersuchte Einflussfaktoren beinhalten.

Wie man eine Treiberanalyse-Matrix liest

Die Ergebnisse einer Treiberanalyse können in einer 2x2-Matrix oder einem Diagramm dargestellt werden. Die x-Achse (Bewertung im Diagramm unten) stellt das Ergebnismaß dar – zum Beispiel die Kundenzufriedenheit. Die Bedeutung jedes Treibers wird auf der y-Achse angezeigt.

Treiberanalyse Matrix

  1. Wichtigste Stärken: Enthalten die wichtigsten Faktoren, die sich am stärksten auf die Leistung auswirken. Darauf sollten der Hauptteil der Zeit und Mühe konzentriert werden.
  2. Wichtigste Schwachstellen: Enthält sekundäre Faktoren. Der Fokus darauf kann zwar die Kundenzufriedenheit erhöhen. Aber sie sind nicht so wichtig wie die Hauptstärken.
  3. Unwichtige Schwachstellen: Enthält verbesserungswürdige Bereiche, die  jedoch für die Kunden weniger wichtig sind.
  4. Unwichtige Stärken: Enthält Faktoren mit geringer Auswirkung, die als unwichtig oder mit begrenzter Wirkung wahrgenommen werden.

Eine Treiberanalyse kann sogar in Microsoft Excel umgesetzt werden. Hier gibt es eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Beispiel für eine Treiberanalyse

In der hart umkämpften Automobilbranche ist es elementar zu verstehen, welche Faktoren die Kaufentscheidungen der Kunden beeinflussen.

Beispiel: Ein führender Automobilhersteller, “XYZ Motors”, will mithilfe einer Treiberanalyse herausfinden, warum Verbraucher die eigene Marke gegenüber der Konkurrenz bevorzugen.

Datenerhebung

XYZ Motors sammelt Daten aus einer Vielzahl von Quellen, darunter Kundenbefragungen, Händlerfeedback und Marktforschungsberichte. Daraus werden mehrere potenzielle Einflussfaktoren ermittelt, etwa der Fahrzeugpreis, das Markenimage, die Kraftstoffeffizienz und die Qualität des Kundendienstes.

Quantitative analysis

Mithilfe quantitativer Methoden setzt XYZ Motors eine umfassende Analyse der gesammelten Daten um. Ein Regressionsmodell bewertet die Auswirkungen der einzelnen potenziellen Einflussfaktoren auf den Fahrzeugabsatz. Die Ergebnisse zeigen diese Schlüsselfaktoren:

  • Fahrzeugpreis: Die Analyse zeigt, dass der Fahrzeugpreis einen signifikanten negativen Einfluss auf den Absatz hatte. Höhere Preise führten zu geringeren Verkaufszahlen, was darauf hindeutet, dass Erschwinglichkeit ein entscheidender Faktor für die Kunden ist.
  • Ruf der Marke: Das Markenimage erwies sich als ein starker positiver Faktor. Die Kunden entschieden sich eher für XYZ Motors, weil die Marke für Qualität und Zuverlässigkeit steht.
  • Kraftstoffeffizienz: Die Kraftstoffeffizienz war ein weiterer wichtiger Faktor. Die Kunden schätzten Fahrzeuge mit besserem Kraftstoffverbrauch, daher beeinflusste dieser Faktor ihre Kaufentscheidung positiv.
  • Qualität des Kundendienstes: Die Analyse zeigte, dass sich eine ausgezeichnete Kundendienstqualität positiv auf die Kundentreue auswirkt und zu Wiederholungskäufen und positiven Mundpropaganda-Empfehlungen führt.

Anwendung der Erkenntnisse

Auf Basis der neuen Erkenntnisse trifft XYZ Motors diverse strategische Entscheidungen:

  • Erschwingliche Einstiegsmodelle sprechen preissensible Kunden an.
  • Marketingkampagnen betonen den guten Ruf und die Zuverlässigkeit der Marke
  • Der Fokus leigt nun auf der Entwicklung und Förderung kraftstoffsparender Fahrzeuge.
  • Der Kundenservice wird ausgebaut, um die Kundenzufriedenheit weiter zu stärken.

Vorteile und Grenzen der Treiberanalyse

Die Treiberanalyse ist ein leistungsfähiges Instrument, um den Einfluss von Faktoren, Ergebnissen und Verhaltensweisen in verschiedenen Bereichen zu verstehen – vom Marketing bis zur Produktentwicklung. Wie jede Analysemethode hat sie jedoch sowohl Vorteile als auch Grenzen. In diesem Abschnitt werden wir die wichtigsten Vorteile und potenziellen Grenzen der Treiberanalyse untersuchen.

Vorteile der Treiberanalyse

  • Datengestützte Entscheidungsfindung: Die Treiberanalyse hilft Unternehmen, fundierte Entscheidungen zu treffen, indem sie die Faktoren identifiziert, die den größten Einfluss auf die gewünschten Ergebnisse haben. Mit diesem proaktiven Ansatz können Unternehmen Ressourcen effektiv zuweisen und Maßnahmen priorisieren.
  • Wettbewerbsvorteil: Das Wissen und Verständnis um Schlüsselfaktoren kann einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, da Unternehmen ihre Produkte, Dienstleistungen und Marketingstrategien so gestalten können, dass sie den Kundenwünschen besser entsprechen als die Konkurrenz.
  • Ressourcenoptimierung: Mit dem Fokus auf die einflussreichsten Faktoren können Unternehmen ihre Ressourcen effizienter zuweisen, Verschwendung reduzieren und die betriebliche Gesamteffizienz verbessern.
  • Kundenzufriedenheit: Die Treiberanalyse kann Faktoren aufdecken, welche die Kundenzufriedenheit maßgeblich beeinflussen. Die Behebung dieser Faktoren kann zu einer höheren Kundentreue und -bindung führen.
  • Risikominderung: Mit der Identifizierung von Faktoren, die sich auf die Marktdynamik auswirken, können Unternehmen Risiken im Zusammenhang mit sich ändernden Marktbedingungen oder externen Faktoren antizipieren und abmildern.

Grenzen der Treiberanalyse

  • Korrelation vs. Kausalität: Die Treiberanalyse zeigt Beziehungen zwischen Variablen auf, beweist aber keine Kausalität. Daher sollte nie allein aus Korrelationen auf Kausalität geschlossen werden.
  • Datenqualität und -verfügbarkeit: Die Wirksamkeit der Treiberanalyse steht und fällt mit der Qualität und Verfügbarkeit der Daten. Unvollständige oder verzerrte Daten können zu ungenauen Ergebnissen führen.
  • Komplexe Wechselwirkungen: Szenarien in der realen Welt beinhalten oft komplexe Wechselwirkungen zwischen mehreren Faktoren. Die Treiberanalyse kann komplexe Wechselwirkungen zu stark vereinfachen, so dass möglicherweise entscheidende Nuancen übersehen werden.
  • Verändernde Marktdynamik: Die Marktdynamik entwickelt sich im Laufe der Zeit. Daher können sich auch Einflussfaktoren ändern. Eine Analyse zu einem bestimmten Zeitpunkt kann zukünftige Trends nicht genau wiedergeben.
  • Kontextabhängigkeit: Die Bedeutung der treibenden Faktoren kann je nach Kontext und Marktsegment variieren. Was in einer Situation als Schlüsselfaktor gilt, ist in einer anderen möglicherweise nicht der Fall.
  • Übersehen von unvorhergesehenen Treibern: Die Treiberanalyse ist zwar wertvoll, aber sie deckt möglicherweise keine völlig neuen, unerwarteten Faktoren auf, die sich im Zuge der Marktentwicklung ergeben.

Fazit zur Treiberanalyse

In der Welt der Marktforschung ist die Treiberanalyse ein Feuerwerk der Erkenntnis, dass Unternehmen zu datengestützter Entscheidungsfindung und strategischer Exzellenz führen kann. Dieser systematische Ansatz hilft dabei, die entscheidenden Faktoren aufzudecken, die das Verbraucherverhalten, Markttrends und den Geschäftserfolg beeinflussen. Auf einer Reise rund um Definition, Arten, Methoden und praktischen Anwendungen der Treiberanalyse nimmt die Analyse einen wichtigen Platz in der modernen Unternehmenslandschaft ein.

 

Vom Verständnisses für interne und externe Einflussfaktoren bis hin zur praktischen Anwendung von Umfragen, Regressionsanalysen und Korrelationsbewertungen – dieser umfassende Leitfaden vermittelt das nötige Wissen für eine eigene erfolgreiche Treiberanalyse.

 

Letztendlich geht es bei der Treiberanalyse nicht nur darum, Antworten auf Forschungsfragen zu finden, sondern auch darum, die richtigen Fragen zu stellen, die Tiefe der Daten zu erforschen und schließlich fundierte Entscheidungen zu treffen, die in einer sich ständig weiterentwickelnden Unternehmenslandschaft zum Erfolg führen.

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